Heute wollten wir unsere erste richtige „Piste“ fahren, gemäss Routenbeschreibung von Burkhard Koch eine Piste des Schwierigkeitsgrades 1 (4 ist das höchste). Wir dachten, dass dies für uns Anfänger ausreicht. Ausserdem hatten Martina und Christoph uns auch diese Route empfohlen.
In den Flächen stehen immer wieder Unmengen von Bienenkästen – manchmal fragen wir uns, wo die Bienen in dieser kargen Landschaft den Nektar herholen.

Da in den wenigsten Dörfern fliessend Wasser in die Häuser geführt wird, müssen die Leute das Wasser an einem Brunnen holen. Wenn sie glück haben, ist es ein Hahn in einer Mauer, aus dem frisches Wasser kommt. Im anderen Falle gibt es einen Ziehbrunnen.

Auf dem Weg nach Ouaouizarht kam uns erst ein riesiges Detthlefs-WoMo entgegen. Da dachten wir schon, dass wohl die R302 durchgeteert sei. Ist aber natürlich nicht so – denn es führte noch eine andere Teerstrasse weiter. Aber – der Höhepunkt war dann ein Tesla Modell S mit Dachzelt und defekter Heckscheibe. Und dies mitten in Marokko resp. im hohen Atlas, wo es nun wahrlich keine Schnelllade-Stationen gibt und auch der Strom bei vielen Häusern nicht ausreicht, um so ein Gefährt zu laden. Er fuhr entsprechend langsam – sehr langsam – und wollte damit wohl die Batterien schonen. Wir fanden die Reise mit einem E-Mobil, auch wenn es der Luxusklasse entstammt, etwas gewagt.

Wir sind um 10.00 Uhr von Ouzoud losgefahren Richtung Ouaouizarht, von wo die R302 – die Piste – abgeht. Anfänglich war es noch ein kleines Asphaltsträsschen, das sehr bald in eine reine Piste mutierte, die von schweren Baufahrzeugen befahren wurde. Dadurch gab es manches Schlagloch mehr – aber kein Problem.

Wir „mussten“ immer wieder anhalten und Fotos machen – es gab so viele schöne Punkte zu sehen. Wir sahen kleine Orte, tolle Landschaften, Speicherburgen (auf Marokkanisch „Agadir“, wo sicher in früheren Zeiten, teilweise auch heute noch die aus dem Ackerbau gewonnen Produkte gelagert werden. Zum einen bieten diese Agadirs Schutz vor Tieren und Schädlingen, aber auch vor Raub und Diebstahl).





Fast jedes Haus auf dem Land hat einen gemauerten Ofen neben dem Haus, wo Brot gebacken wird.

Die Route führte über eine kurvenreiche Strecke zum Cathedrale des Roches (Felsendom). Wir passierten schöne Pinienwälder.
Die Strecke war bis auf eine Passage, von der uns Martina und Christoph schon geschrieben haben, gut passierbar für ein Fahrzeug unserer Grösse. Die Passage entlang eines Flusses war etwas brenzlig. Ich musste aussteigen und Norbert weisen, da bei einer Breite von 2.20 m nicht mehr viel Platz war: links war die schroffe, steile Felswand, rechts fiel es zum Fluss runter. Aber egal – etwas nervenkitzel (mehr für mich, da ich genau sah, wie viel oder eben wie wenig Platz noch war) und den Fuss sanft am Gas (Norbert’s Job heute) – wir waren durch.

Irgendwann etwas mehr auf halber Strecke kamen uns wieder Miguel und Corrie mit ihrem grossen Offroader entgegen. Sie fahren die Strecke von der anderen Richtung. Natürlich müssten wir anhalten und uns wieder über das bereits Gefahrene austauschen. Dabei kam uns noch ein optimal beladenes Gefährt entgegen.


In Zaouia Ahansal haben wir um 18.00 Uh entschieden, dass es für heute reicht und wir die restlichen 60 Kilometer auch morgen noch fahren können. Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist kaum höher als 20 km/h – und da sind 114 km und hochschrauben bis auf 2’600 m doch anständig. Aktuell sind wir auf 1’600 m und bei km 64.
Norbert und ich haben einen tollen Platz bei einem Guesthouse ausserhalb Zaouia Ahansal gefunden, wo wir auch Abendessen werden.
Heute wieder eine tolle Strecke und viel Erfahrungen mit unserem WoMo gesammelt und Askja hat das alles gut meistert.
Noch ein paar Bilder vom Tag:










































Ja ihr seid schon mutig, wenn man die Bilder von den sogenannten Strassen sieht dann ( tschuderets mi grad ) gällid do weisi weder was i z‘tue ha ! Aber es Esch scho wahnsinnig spannend ond ech weiss, dass er vernönftig send, wönsche en ganz en gueti Nacht ❤️❤️
Hallo Mams. genau – aber mer händ Dis Cherzli derbii. Jo – mer send vernönftig, wänd jo weder Euses Gfährt no Eus in Gfohr brenge.
Mer händ fein gässe ond werdet höt nömme alt
Danke, der au en gueti Nacht.
Claudia und Norbert ❤️❤️
Oh hilfeeee! Mini närve! jetz weissi werum d askja die farb het! Mer gseht si chuum uf dene pischte! Ton in ton! Uiuiui!
Liebe Nati – gäll. Met allem Staub und Sand het si bald en Camouflage, damet sie bald onsechtbar werd