Heute verbrachten wir einen weiteren Tag im Camping Zebra. Wir haben einen schönen Platz, wo wir gemütlich sitzen und sein können. Es hat fast keine Leute hier – ausser uns ist noch ein Ehepaar mit einem tollen Offroad-Mobil auf Mercedes Actros-Basis. Sie sind schon die Panamericana gereist und viele andere Touren. Heute haben wir gegenseitig Tips für die weitere Route in Marokko aber auch Reiseideen ausgetauscht – das ist das Schöne, auf der Reise. Man trifft immer wieder Leute, mit denen wir uns austauschen und Erlebnisse diskutieren können.
Nach Lesen, Wassertank-Auffüllen und in die Landschaft schauen (können die Marokkaner übrigens hervorragend – sie sitzen irgendwo und schauen in die Gegend) sind wir heute Nachmittag an die Wasserfälle gelaufen.
Bin riesig stolz auf Norbert – nachdem er heute den ersten Tag ohne Gips ist, sind wir 6.5 km hoch und runter gelaufen. Küenzli-Schuh und Wille von Norbert sei Dank. Der Gips fand heute sein „finales Ende“ im Mülleimer, inkl. dem Schutzschuh.

Nach zwei Uhr sind wir dann gemütlich zu den Wasserfällen gelaufen. Der Weg zum Rande war rund 1.8 km – aber gut zu laufen. Danach sind wir Stufen nach unten gelaufen auf die unterschiedlichen Stufen (deren drei) und haben die Fälle angesehen. Wer die Fälle in Island oder die Iguazu-Fälle schon gesehen hat, wäre vermutlich enttäuscht gewesen. Aber für uns war die gesamte Szenerie ganz spannend.
In den Bäumen, entlang des Weges gibt es tatsächlich Affen, nur diese kommen meisten bei Dämmerung heraus. Werden diese gefüttert, sind sie natürlich immer da. Man kann auch Fotos mit diesen Tieren machen und dafür Futter kaufen – aber muss nicht sein!


Bis zum tiefsten Punkt der Fälle wurde der Weg auf der einen Seite von Restaurants mit Tajinen und Verkaufsläden gesäumt, die alle Arten von Berberteppichen, Kleidern und viele weitere Souvenirs zu verkaufen hatten.

Auch wurden im „All Insklusive-Angebot“ wohl tolle Plätze zum Essen mit Sicht auf die Fälle angeboten – aus Plastikgeschirr und auf Plastiksesseln wohlverstanden.


Am tiefsten Punkte konnte man auf einem „romantischen“ Floss mit geschmackvollen Plüschstühlen eine Fahrt direkt zu den Fällen machen. Darauf haben wir gerne verzichtet.

Anschliessend sind wir einen einfachen Weg aus Lehm hochgelaufen und dann quer durch den Ort Ouzoud wieder zurück zum Camping-Platz marschiert. Alleweil 6.5 km mit viel runter und hoch, die Norbert am ersten gipsfreien Tag gemeistert hat.

Nach einem gemütlichen Apéro gab es heute ein Raclette – ja, ja, etwas dekadent aber angebracht. Raclette in Afrika mit feinem Wein.

Und als wir so sinnierten über unsere Reisen und das Glück, das wir haben, erreichte uns eine Mail, dass ein lieber Freund von uns im Alter von knapp 70 gestorben ist. Da sind wir doch froh und glücklich, dass wir unser heute Traum leben können, wie es Marianne und Benno uns nach der letzten Reise geschrieben haben (😘) . Morgen geht unsere Reise und unsere Erlebnisse weiter.
Weitere Bilder vom Tag























Freut mich für Norbert, dass er das Ding losgeworden ist. Weiterhin viel Spass. Grüessli Adi
Hallo liebe Adi, schön von Dir zu lesen. Ja – wir sind auch sehr froh.
Herzliche Grüsse
Claudia
Das ist super dass Norbert ohne das Ding marschieren kann und vorallem keine Schmerzen hat, das mit dem Raclette fand ich so lustig . Wieder eindrückliche Bilder und Berichte GENIAL , DANKEVELMOL ❤️❤️ Weiterhin viele mega Erlebnisse!
Hallo Mams, ja – wir sind auch super froh, aber eben, wie ich Nati schon geschrieben habe, spürt er ihn leicht. Aber nicht im Sinne von Schmerzen. Das Raclette war sehr fein – unsere luxemburgischen Platznachbarn haben sich darüber und die richtigen Weingläser (nicht aus Plastik) sehr amüsiert. Miguel und Corrie sind ein tolles Paar. Haben sie heute auf der Pistenstrecke wieder getroffen.
❤️❤️❤️
War das nicht ein bisschen weit ohne gips? Hoffe norbert ist heute schmerzfrei! Uiuiui
Was habt ihr gegen die lässigen flosse? Da wäre ich sofort drauf. Die sehen ja mega kuschelig aus
Wasserfälle sind so eine sache. Je nach land sind 2 meter höhe schon eine attraktion! Hihihihi. Hauptsache souvenir stände!
Es war sicher genug an Weg, Norbert meint, er spürt ihn und weiss, dass er einen Fuss am Ende des Beins hat . Also die Flosse waren kuschelig, bestimmt, aber nicht unser Ding. Sie waren mit 75 m schon recht hoch – aber eben, wir haben schon schönere gesehen. Dafür – Du sagst es richtig – konnten die Souvenirs an die Touris gebracht werden.