Heute war der Tag eher unspekatuklär – wir sind gut 450 km gefahren und zwar von Figuig, Grenze zu Allgerien, nach Goulmima, in der Nähe des hohen Atlas.

Nach einem guten Frühstück mit wiederum lokalem Brot, das übrigens auch nach zwei Tagen noch gut ist, haben wir alles gemütlich eingepackt und sind losgefahren.

Wir haben in Figuig noch den lokalen Maroc Telecom-Laden aufgesucht, da wir neues Internet-Guthaben für unsere Maroc-SIM-Karte brauchten. Dies ist hier sehr billig – 10 GB kosten mal gerade 10 Franken. Würden wir ein Datenpaket von Swisscom kaufen, würde uns 1 GB CHF 19.90 kosten.

Bei der Ausfahrt aus Figuig haben wir noch getankt und weil Norbert wohl das Trinkgeld wiederum grosszügig bemessen hat, entschied der Junge, unser Auto noch zu waschen, resp. abzuspritzen. Es ist nun nur noch „weniger schmutzig“, im Gegensatz zu „sehr schmutzig“. Die Patina ist noch da 🙄. Er hatte es nicht eilig – die lokale Polizei musste warten und auch ein Landarbeiter mit seinem Moped. War für uns schon fast etwas peinlich – aber die Prioritäten setzte der Tankstellenangestellte, nicht wir.

Dieses Mal mussten wir an den Polizeiposten, die wir passierten, nur noch sagen, woher wir kamen und wohin wir wollen. Es waren die selben Posten – aber neue Besatzung.

Unterwegs haben wir Dromedare am Strassenrand oder auf der Strasse angetroffen – das Verkehrsschild war also schon richtig. Diese Wüstenschiffe sind da anzutreffen.

Die Strecke war lang – aber auch sehr abwechslungsreich. Wir sahen des öftern kleinere und grössere Windhosen im Sand, vor uns war auch ein grösserer Sandsturm und die Gegend wurde immer trockener.

Wie wir gestern schon geschrieben haben, stehen inmitten von Nichts die schönsten Schulen, da dort die Kinder aus den verschiedenen entlegenen Orten unterrichtet werden.

In Er Rachidia mussten wir noch einen kleinen Zwischenstop einlegen, da dies einer der wenigen Orte ist, wo es in dieser Gegend Bier zu kaufen gibt. Wir wussten, gegemüber der Hauptpost, rechts von der BMCI-Bank gibt es den Gerstensaft zu kaufen. Hätten wir nicht die genaue Beschreibung gehabt, wäre wir nicht fündig geworden, denn an einem alten Gemäuer war eine verblichene CocaCola-Reklame. Wir sind rein und sahen schon aufgrund der vielen leeren Heineken-Kisten, dass wir richtig waren. Und siehe da – zurückversetzt gab es im Laden Wein, Spirituosen und eine grosse Auswahl an Bier. Wir haben wieder marokkanisches Bier (kein Feldschlössli) gekauft, das recht gut schmeckt. Interessanterweise dürfen ja Muslime keinen Alkohol trinken und trotzdem wird gutes Bier und noch viel besseren Wein produziert. Und – es ist nicht so, dass in diesem Geschäft nur Touris einkaufen, nein – es waren viele lokale Leute da und die haben nicht Cola gekauft 😉.

Danach setzten wir unsere Fahrt nach Goulmima fort, wo wir so gegen 17.30 Uhr ankamen. Der Camping-Platz Les Tamaris, der von Edith Kohlbach als toller Campingplatz nach Europäischem Standard beschrieben ist, war etwas schwierig zu finden, da er in einer geschotterten Nebenstrasse lag und aussah, als ob er nicht mehr existierte. Egal – es gab eine Klingel, die wir entsprechend energisch gedrückt haben und nach einigem Warten kam auch ein Herr angeschlurft, der uns ebensowenig verstanden haben, wie wir ihn. Mit Händen und Füssen haben wir uns ausgetauscht und verstanden, dass wir uns überall hinstellen dürfen auf dem Platz, dass das Restaurant geschlossen sei und seine Chefin erst morgen wieder käme.

Den Europäischen Standard suchen wir noch oder haben die Definition von Frau Kohlbach nicht ganz verstanden.

Da uns Brot fehlte, sind wir nochmals losmarschiert, um solches zu besorgen. Dabei haben wir noch den einen oder anderen Schnapschuss eingefangen – z.B. ein Kindersitz in Pink nach besonderem Sicherheitsstandard.

Auf dem Rückweg kam der „Torwächter“ dann wieder und wollte die Pässe. Diesem Verlangen haben wir entsprochen und gingen mit den Dokumenten vorbei. Er konnte – so hat sich herausgestellt – weder schreiben noch lesen und so durfte ich die Dokumente alle selber ausfüllen.

Heute wurde wieder ein Steak und Salat zubereitet und wir sind nun gestärkt am Blogscheiben. Morgen fahren wir weiter Richtung Altasgebirge.

Hier noch ein paar Bilder

 

Donnerstag, 18.10.2018: Von der Grenze Algeriens an den Fuss des Atlasgebirges

4 Gedanken zu „Donnerstag, 18.10.2018: Von der Grenze Algeriens an den Fuss des Atlasgebirges

  • Oktober 19, 2018 um 12:08 p.m. Uhr
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    Wieder wunderschöne Fotos , auffalend sind schon die farbigen Schulen auf dem weiten leeren Land. Habt ihr die Omlette genossen, sah gut aus.Ja unglaublich was ihr erlebt, weiter so ganz liebe Grüsse Mams ♥️♥️

    • Oktober 19, 2018 um 6:29 p.m. Uhr
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      Danke Mams – ja die Schulen sind ganz besonders. Das Omelette war sehr fein – Norbert hatte Nutella drauf gemacht, ich Confi, lecker. ❤️❤️❤️

  • Oktober 19, 2018 um 8:58 p.m. Uhr
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    Danke für den Bericht.
    Sehr interessant zu lesen.
    Lieben Gruss
    Ich

    • Oktober 19, 2018 um 8:59 p.m. Uhr
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      Gerne – der heutige sollte in den nächsten Minuten aufgeschaltet sein 🙂

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