Wir hatten heute um 10.00 Uhr die Führung in Novosibirsk, vorher haben wir mal wieder unser „Haus auf sechs Rädern“, wie es die lokale Presse nannte, auf Vordermann gebracht haben.

Novosibirsk (Neues Sibirien) ist gemäss Information unserer beiden Reiseleiterinnen (zwei Deutsch-Studentinnen) die am schnellsten gewachsene Stadt auf der Welt. 1903 zählte die Stadt noch 22’000 – heute sind es mehr als 1,7 Mio.

Mit ein Grund ist die Transsibirische Eisenbahn, für die Novosibirsk ein zentraler Verbindungspunkt darstellt. Überhaupt ist die Stadt sowohl auf dem Fluss Ob, Eisenbahn und auch auf der Strasse West – Ost ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Auch entwickelte sich Novosibirsk zu einer akademischen Metropole für Kunstwissenschaften, Kernphysik, Genetik, IT, etc.

Die heutige Führung brachte uns zu verschiedenen Gebäuden, die doch alle relativ neu sind, da das meiste erst nach 1903 entstand.

Die längste Eisenbahnbrücke hatte uns besonders imponiert – sie führt über dem Fluss Ob. Der Platz vor dem Fluss lebt – überall sind Plätze, wo sich die Scater treffen und üben können. Aber auch viele Geländer, wo Verliebte ihre Schlösser als Zeichen der ewigen Verbundenheit hinhängen. Überall sassen Kunststudentinnen, die am Zeichnen waren.

Die Oper ist riesig – da würde locker das Bolschoi-Theater aus Moskau nur im Bereich der Kuppel reinpassen. Leider konnten wir sie nur von aussen besichtigen. Wer aber davor stand war, wie könnte es anders sein, unser in allen russischen Städten vertretenen Wladimir Iljitsch Lenin. Gleich daneben die Statuten der Leute, die Novosibirsk ausmachen: Soldat, Arbeiter, Bauer.

Auch der Besuch im Bahnhof durfte natürlich nicht fehlen. Die Transsib sahen wir nicht – aber andere Züge – wir können uns das Gewusel gerade vorstellen, wenn diese Zugkomposition einfährt.

Der Abschluss der Führung war im grossen Markt, wo Händler aus Kirgistan, Usbekistan, Turkmenistan, Kasastan, etc. ihre Waren feilhalten. Wiederum tolle Fotomotive.

Am Nachmittag sind Norbert und ich nochmals losgezogen und haben einen Streifzug durch Novosibirsk gemacht – auch wenn die Stadt nicht auf eine lange Vergangenheit zurückblicken kann, hat sie doch eine sehr schöne Architektur und vielfach reiht sich alt und neu aneinander oder hintereinander.

Und auch hier wieder – die Leute sind so aufgeschlossen, nett und hilfsbereit.

Heute Abend haben wir mal wieder unseren Grill angeworfen. Es gab Gemüse und Hackfleisch in der Grillpfanne.

Morgen ist wieder frühes Aufstehen angesagt, wir müssen rund 470 km bewältigen und wollen auf dem Weg noch ein Gulagmuseum besuchen. Ein Gulag war ein Zwangsarbeitslager zu Sowjet-Zeiten.

10.6.2019: Novosibirsk – eine Stadt, die mit der Transsib entstand und gewachsen ist

4 Gedanken zu „10.6.2019: Novosibirsk – eine Stadt, die mit der Transsib entstand und gewachsen ist

  • Juni 10, 2019 um 5:55 p.m. Uhr
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    Hallo ihr Lieben, das ist wieder ein total spannender Blog , diese Eindrücke sind ja ganz gewaltig und die Informationen,einfach mega ! Norbert deine Kamera ist wahrscheinlich heiss gelaufen… natürlich zu unserer Freude . Danke lieber Norbert und Dir liebe Claudia , dass ihr uns auf die Reise mitnehmt . Morgen eine gute Weiterfahrt, hab euch lieb. Grüessli Mams

    • Juni 10, 2019 um 11:36 p.m. Uhr
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      Liebe Mams, in der Tat – dies ist nur eine kleine Bilderausbeute – aber sehr gut. Und bald fahren wir los – noch etwas Wasser bunkern und dann wollen wir spät. um 08.00 Uhr weg sein.

      Kussss❤️

  • Juni 10, 2019 um 6:12 p.m. Uhr
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    Zwangsarbeiter??? Uiuiui. Ich glaube bei den solothurner sind das die krähen.
    Das ist sooo lässig, dass ihr eine gute gruppe seid! Mega! Freut mich sehr!

    • Juni 10, 2019 um 11:35 p.m. Uhr
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      Liebe Nati, hihi – nein, hier sind es die Lager in Sibirien.

      Liebe Gruess

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