Noch ein Nachtrag von Gestern – Claudia als Glockenspieler von Kargat.

Nach einem sauglatten Abend in Kargat sind wir heute morgen vom Glockenspiel geweckt worden (ich stand quasi im Bett, denn der Glockenturm war direkt über unserem Auto). Nach gemütlichem Frühstück gingen wir, wie gestern dem Priester Maxime versprochen, in den Gottesdienst. Es ist schon alles ganz anders in der Liturgie der russisch-orthodoxen Kirche. Zum einen gibt es nur ein – zwei Bänke an der Wand, wo sich die Gläubigen setzen können, ansonsten stehen alle und bekreuzen und verbeugen sich immer wieder, der Priester hält einen Grossteil der Messe nicht bei den Gläubigen sondern im Altarraum. Es hat meist einen Chor von 3 – 4 Personen, welche die gesprochene Liturgie begleiten. Wir sind immer beeindruckt ob den wunderbar klaren schönen Stimmen.

Kurz vor 10.00 Uhr sind wir dann losgefahren Richtung Novosibirsk. Ehe wir aber wirklich auf die Hauptstrasse zurück konnten, musste Norbert noch die Statue von Lenin mit dem Bild von Stalin in Hintergrund fotografieren. Es war schon interessant – unter Nikita Sergejewitsch Chruschtschow (nach dem Tod von Stalin übernahm Chruschtschow das Amt des Parteichefs) wurden alle Stalin-Statuen abgerissen (Lenin durfte bleiben). Aber dieses Bild in Kargat ging wohl vergessen.

Danach sind wir Richtung Novosibirsk gefahren und haben auch wieder die eine oder andere Aufnahme gemacht. Unterwegs wurde jeder Halt zu einer harten Auseinandersetzung mit den Mücken, die keine Möglichkeit ausliessen, uns „bestialisch“ zu umzingeln und zu stechen. Es ist wirklich so – in Sibirien sind die Stechmücken allgegenwärtig und für uns eine riesige Plage. Weshalb die Leute hier nicht gestochen werden, ist uns ein Rätsel. Wenn man aber die Landschaft mit den grossen stehenden kleinen und grossen Gewässern in Gras oder Wälder ansieht, weiss man auch, wo der Nährboden dieser Quälgeister ist.

Wir sind dann letztendlich nach rund 180 km gut in Novosibirsk angekommen, haben zuvor noch Askja waschen lassen (sieht man aber nach rund 20 km Fahrt durch Novosibirsk schon wieder nicht mehr), haben eingekauft und mal wieder Wäsche gewaschen.

Wir stehen vor dem Gebäude des Russisch-Deutschen Hauses, wo heute Pfingsten mit Folklore-Aufführungen gefeiert wurde. Es war richtig schön anzusehen – sie sind viel patriotischer bezüglich deutschem Brauchtum als die Deutschen in Deutschland selber (nicht meine Worte, sondern die von unseren deutschen Reisekollegen).

Morgen steht die Stadtbesichtigung von Novosibirsk an.

9.6.2019: Mit sauberer Askja in Novosibirsk angekommen

8 Gedanken zu „9.6.2019: Mit sauberer Askja in Novosibirsk angekommen

  • Juni 9, 2019 um 6:23 p.m. Uhr
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    Wow , eine Klöcknerin von Kargat , Claudia es tönt den no guet! Ond das nacheme sone Obig,schön so eine Reise mit tollen Erlebnissen. Diese Kirchen sind speziell. Nochmals herzlichen Dank für das Telefon mit Bild von heute Morgen. Wünsche euch eine gute Nacht und morgens ohne Glockenwecker Küsschen Mams

    • Juni 10, 2019 um 12:25 a.m. Uhr
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      Hallo Mams – gäll – aber das Geläute war vor dem Abend ;-). Aber der Priester meinte auch, es wäre ein guter Ansatz. Heute sehen wir uns Novosibirsk an und heute Abend wird mal wieder gegrillt. En schöne Tag und Kuss, Claudia

  • Juni 9, 2019 um 7:33 p.m. Uhr
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    Gestern warst du ja „voll“ in fahrt! Hihihihi von polonaise via glockenläuten! Puuhhhh das tönt wahrscheinlich nicht jeden tag so wie wenn touristen läuten. Trotzdem lässt sich dein geläut hören! Bravo!
    Und übrigens, ich finde deine frisur sitzt!
    Ich habe noch immer das gefühl, dass ihr extrem schnell unterwegs seid! Schon sooo weit weg und schon soooo viel gesehen und erlebt! Wahnsinn

    • Juni 10, 2019 um 12:26 a.m. Uhr
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      Hihi – braucht es manchmal. Es ist schon so – wir fahren immer mal wieder ziemlich – aber irgendwie müssen wir ja nach Peking kommen und dabei noch sehr viel sehen. Aber wir fühlen uns nicht gestresst oder so. Die Reiseleitung hat es gut im Griff mit Fahr- und Ruhezeiten. Und eben – die Gruppe stimmt wirklich.

      Liebe Grüsse

  • Juni 10, 2019 um 6:44 a.m. Uhr
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    Jetzt seid ihr ein Monat unterwegs und schon sooooo viel erlebt und das tolle ist, dass einfach alles stimmt. Macht weiter so, eine gute Weiterfahrt, Küsschen Mams

    • Juni 10, 2019 um 1:28 p.m. Uhr
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      Hallo Mams – oh stimmt, Wir geben uns Mühe, dass es weiter so geht.

      Kuss

  • Juni 10, 2019 um 7:18 a.m. Uhr
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    Liebe Claudia
    Lieber Norbert
    Nach langer Zeit haben wir vielbeschäftigten „Pensis“ wieder mal euren Reisebericht reingezogen.
    Wir sind einfach tief beeindruckt von all euren faszinierenden und abenteuerlichen Erlebnissen.
    Gratulation für die tollen Berichte und Bilder!
    Hier am Wannenhügel ist alles i.o. und die Pflanzen auf eurer Terrasse gedeihen wundervoll-das Unkraut aber auch.
    Wir hoffen dass du Claudia deinen lästigen Husten nun endlich los bist!
    Nun wünschen wir Euch Beiden weiterhin viele wundervolle Erlebnisse und viel Genuss.

    • Juni 10, 2019 um 1:31 p.m. Uhr
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      Hallo Ihr lieben Pensis

      das hört sich schlimm an, v.a. weil wir hier von verschiedenen Zeitungen und Fernesehstationen immer wieder interviewt werden und auch europäische Rentner genannt werden. Tut uns schon etwas weh ;-). Danke für das Lob – und ja – mir geht es viel besser, resp. gut. Husten ist weg.

      Oh je – das tut uns leid mit dem Unkraut. Ich informiere Mams, dann kann sie unseren Gärtner aus Kallern aufbieten, damit Ihr nicht noch damit zu viel Arbeit habt.

      Liebe Grüsse und bis glii
      Claudia und Norbert

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