Heute Morgen haben wir bei strahlendem Sonnenschein und wunderbarer Aussicht gefrühstückt. Was gestern im Regen und Wolken doch etwas trostlos ausgesehen hat, war heute einfach ein Traum. Am Liebsten wären wir nicht weg, doch wir wollten ja weiter.


Gestern dachte ich noch: toll, keine Moschee weit und breit und somit auch kein Muezzin-Weckruf. Doch das wahr wohl nix – pünktlich zum Sonnenaufgang wurde vom Minarett her gerufen, wo immer dieses auch stand. Decke über den Kopf, nochmals kurz dösen und dann halt doch aus den Federn.
Vor der Weiterfahrt mussten wir noch unseren Toiletten- und Grauwassertank entleeren, was aber rech fix geht, auch wenn es keinen direkten Bodeneinlass hat. In diesem Fall setzen wir unsere Pumpe mit entsprechend langem Schlauch ein (stinkt nicht, denn nach der Entleerung des Toilettentanks wird der Grauwassertank, der Dusch- und Abwaschwasser drin hat, entleert und so alles durch- und weggespült). Wir sind die Piste wieder zurückgefahren und mussten erst mal wieder Diesel tanken. Dieser ist hier übrigens knapp einen Franken.
Die Leute sind allesamt absolut nett und hilfsbereit, selbst die Polizei, wenn Frau sich benimmt. Dazu noch später im diesem Beitrag. Auf jeden Fall mussten wir bei der Tankstelle ein Stück rückwärts fahren, was die dort anwesende Polizei wohl gesehen hat und hat just die Situation klar gemacht und den Verkehr angehalten.
Der nächste Punkt war dann der „Beach“ von Al Hoceima, den wir besucht hatten. Ein schöner Strand mit einer tollen vorgelagerten Insel.


Und natürlich mal wieder ein Selfie – mangels anderer freiwilliger Fotografen 😉: Wer den Vordergrund nicht sehen mag, konzentriert sich auf die vorgelagerte Insel im Hintergrund.

Einzig was wirklich für unsere Anschauungen speziell ist sind die Strandbesucher, resp. deren Kleider. Die Frauen teilweise in Vollschleier und die Männer daneben in luftiger Badehose. Aber egal – andere Länder, andere Religionen, andere Sitten.
Nach Al Hoceima führte uns das Navi zu einer Abkürzung, die sich optisch und theoretisch wirklich als Abkürzung darstellte, praktisch aber viel länger dauerte, da es mehr oder weniger eine Piste war und die noch geteerten Strassenstücke durch Maroc Telecom aufgerissen wurde um wohl Internet zu verlegen. Überhaupt wird in Marokko augenfällig viel gebaut.
Zurück zu unserer Abkürzung: diese dauerte wie gesagt wohl viel länger als die ordentliche Strasse, die zwar kilometermässig länger gewesen wäre, aber einfacher oder schneller zu befahren. Nur unsere Abkürzung verwöhnte uns mit traumhaften Landschaften, sehr intensiv und aufwändig bewirtschaftete Felder, Eselkarren und vieles Mehr. Also ein lohender Umweg, resp. Abkürzung gemäss Navi.



Da wir noch Brot kaufen mussten, sind wir irgendwo in einem kleinen Ort in einen noch kleineren Krämerladen und haben fein riechendes Fladenbrot erstanden. Zwei Stück, total rund 500 Gramm für 3 Dirham (DH), was ca. 30 Rappen entspricht.
Wir haben unsere Faht fortsetzt, Richtung Guercif, wo wir in der Nähe einen Camping-Platz aufsuchten.
Die Polizei in Marokko macht sehr viele Ausweis- und Geschwindigkeitskontrollen – allein heute haben wir mind. sechs passiert. Was eigentlich gut ging – aber eben: es ist klar – was zu tun wäre. Es werden am Rand Schilder aufgestellt, die erst 80 km/h, dann 60 km/h, 40 km/h, 20 km/h – Stopp anzeigen. Nur habe ich wohl die 40 etwas zu sportlich interpretiert, was dazu führte, dass uns die Polizei angehalten und er Polizist mir eine eher mürrische Handbewegung gezeigt hat, die wohl soviel hiess wie „zu schnell aber dieses Mal lassen wir es durchgehen“. OK – verstanden, werde voll runterbremsen beim nächsten Mal 🤓.
Jo – und dann sind wir am Camping-Platz angekommen. Hinweis gemäss Navi: bei der Moschee links und dann 200 m – was auch somit wieder klar macht, dass wir morgen keinen Wecker brauchen, der Herr auf dem Turm wird es richten.
Morgen geht die Fahrt weiter Richtung Figuit – ob wir bis es dahin schaffen oder noch zwischendrin einmal übernachten müssen, wird sich zeigen.
Gute Nacht.
Noch einige weitere Bilder des Tages.





















Hallo Zäme, Thja auf Muezzin ist Verlass… 5 mal am Tag Toll dass wir an euren Erlebnissen teilhaben dürfen!! Geniesst die Zeit und bleibt fit.
Es grüessli Petra &Peter
Hallo Ihr,
ja – dieser Herr ist wirklich unermüdlich. Und es tönt von allen Ecken – wünschte mir, sie könnten sich wenigstens auf die 5Mal zur selben Zeit einigen
Liebe Grüsse