Die Fahrt von Tetouan nach Beni Boufrah (bei Al-Hoceima) war „nur“ 200 km, doch diese hatten es in sich. Es war eine wunderbare, abwechslungsreiche Strecke, zwar viel in Regen, aber trotzdem sehr reizvoll. Der erste Teil war natürlich raus aus der Stadt Tetouan, die am Sonntag wohl ganz besonders stark frequentiert ist. Doch mit iPad wurden wir gut herausgeführt. Anschliessend reisten wir die Mittelmeerküste entlang.

Je weiter wir fuhren, umso ländlicher wurden die Landschaften und Dörfer. Wir sahen viele Leute auf den Feldern arbeiten – leider ist es in Marokko nicht einfach oder verpönt, Leute zu fotografieren. Es wird erwartet, dass gefragt wird. Entweder lehen die Marokkaner ab oder wollen Geld. Kinder kommen immer angerannt und wollen fotografiert werden – strecken dann aber im Anschluss sofort die Hand aus. So haben wir wenige Fotos von Leuten, mehr von Landschaften, die sich ja ganz besonders lohnen.

Der Weg führte uns weg von der Küste in einen Teil des Riff-Gebirges. Es ist der Teil, der gut befahren werden kann und man nicht erwarten muss, von Hanfdealern belästigt zu werden. Das Riff-Gebirge ist bekannt als das Mekka von Hanfplantagen und -Dealern

Augenfällig war, dass an den unwirklichsten Stellen kleine Zelte standen, in denen Personen hausten. Uns war nicht ganz klar, weshalb diese Zelte so nahe der befahrenden Strasse standen. Die Vermutung liegt nahe, dass dies Arbeiter sind, die beim Strassenunterhalt helfen. Sicher sind wir nicht – aber ganz sicher, dass wir so nicht wohnen wollten.

Und – jede Ortschaft – auch wenn es nur wenige Häuser sind – hat ihre eigene Moschee mit Muezzin-Rufen ab Konservendose.

Unser Weg resp. Strasse schlängelte sich Meter um Meter hoch – wir sind mal auf rund 800 Meter hoch, dann wieder auf 5 m runter und wieder hoch. Einige Kilometer sind wir durch stockdicken Nebel gefahren – wir konnten kaum die Hand vor den Augen sehen, entsprechend langsam sind wir gefahren. Selbst die sonst so überholfreudigen Marokkaner sind auf Abstand und sehr vorsichtig gerollt.
Nachdem wir dann in Bni Gmil angelangt waren, kam eine „Umfahrung“ von rund 15 km – auf einer Piste, die bei Regen besonders spannend zu fahren ist, v.a. die Steigungen. Wir mussten teilweise die Untersetzung reintun, um die steilen Passagen hochzukommen, v.a. weil die Strecke morastig war.
Unser heutiger Übernachtungsplatz ist Cala Iris – ein schöner Eco-Camping-Platz mit Blick über das Meer.


Nachdem wir uns was Gutes auf dem Grill gemacht haben. schreiben wir nun unseren Blog weiter, Norbert lädt Fotos rein. Und dazu geniessen wir einen „Marokkanischen Whisky ohne Alkohol“ = Grüntee und Minze aus unseren gestern erstandenen Teekanne und Teegläser. Wunderbar! Dazu stürmt es und das WoMo bewegt sich im Wind. Gutes Gefühl, trocken drinnen zu sitzen.

Noch einige weitere Bilder des Tages in einer Galerie:














Wünsche euch eine gute Nacht nach diesem Erlebnisreichen Sonntag ♥️Es liebs Grüessli
Danke – wir hatten sehr gut geschlafen und der Muezzin hat uns erst um 06.00 Uhr geweckt . Kuss❤️❤️
Da bin ich aber froh. Wie geht es Norbert mit dem Fuss hat er schmerzen hoffe nicht, er ist halt tapfer, wünsche euch einen schönen Tag
Hallo Mams, der Fuss von Norbert geht jeden Tag besser. Ja – er ist ein Tapferer. Aber er sagt, er hat keine Schmerzen. Noch eine Woche und dann kann er den Gips wegschmeissen und die Küenzli-Schuhe tragen. Kuss