Karte mit unserer aktuellen Route

Wir kommen unserem Ziel, dem Amazonas, immer näher. Eigentlich hatten wir in Salta nicht mehr daran geglaubt. Wir schafften fast immer 400 – 500 km pro Tag – aber 10 Stunden Fahren und mehr waren angesagt. Am 15.08. kamen wir in Santarém an, wo wir nun auf einem sogenannten Balneário (Schwimmbad mit künstlichem Becken und Naturpools) mitten im Urwald stehen. Wenn alles klappt, werden wir am Dienstagabend eine Balsa (Fährschiff) von Santarém nach Macapá nehmen und 48 Stunden +/- an Deck verbringen.

Zwei entspannte Tage im Balneario in Santarem …

Diego, der Eigentümer, der uns gratis bei ihm im Balneario parken lies, Strom und Wasser inkl. Taxifahrt in den Waschsalon – alles kostenlos. Kommunikation nur per Übersetzer, da wir kein portugiesisch können und die meisten Brasilianer nur portugiesisch
Heimeliges kleines Restaurant – das Essen war köstlich
… und der Caipirinha ebenso
mit Besuch im Waschsalon

Auf unserem Höllenritt sind wir an riesigen Feldern mit Mais, Soja, Baumwolle, Manjok, etc. vorbeigefahren. Danach änderte sich die Landschaft. Urwald oder einzelne Urwaldriesen standen am Rand. Ja – der Urwald muss immer wieder weichen, aber die Menschen brauchen eine Lebensgrundlage – kleine und grössere Gehöfe mit Gärten und Vieh wechseln sich mit dichtem Wald ab. Einige Fotos dokumentieren unsere Strecke resp. was wir entlang der Strasse gesehen haben. Übrigens sind wir fast immer nur auf der Fernstrasse BR-163 gefahren, die Strasse führte von der Grenze in Paraguay bis nach Santarem – eine 3600 km lange Fernstrasse.

Baumwollfelder soweit das Auge reicht – kilometerweise
Baumwolle benötigt beim Anbau sehr viel Wasser, die Ernte ist sehr ressourcenintensiv, das Entkernen ebenso und die Weiterverarbeitung nicht weniger.
Weitere Baumwollfelder
Mais-Silos – das typische Bild bei der Durchfahrt durch die Ortschaften an der BR-163
Die Chinesen sind auch schon da … 

Grosser Supermarkt
Soja-Fabrik
Amazonas, wir kommen
Eine kleine Kirche auf der Raststelle irgendwo im Nirgendwo
Kleine Höfe
… Urwald
Einzelne Urwaldriesen die stehen geblieben sind
… und immer wieder Tiere

Nebelschwaden

Der Amazonas …
… mit Häuser auf Stelzen

Ortsdurchfahrten
Jeder Ort hat seine Kirche(n)
Mein Hotel – nehme ab sofort Buchungen entgegen

…. alte schöne Kirche

Und plötzlich waren es nicht mehr 3’600 km sondern „nur“ noch 1’250 km bis Santarém

Auf der Strecke nach Santarém gibt es keine grösseren Ortschaften mehr, so haben wir während fünf Nächten an 24 h-Tankstellen übernachtet, zusammen mit den grossen 26 und mehr Meter langen LKW.

Unsere erste Tankstelle auf dem Weg nach Santarem, nicht überall waren die Tankstellen so schön aufgeräumt und mit Betonbelag

… hier stehen auch die Trucker, sei es zum kurzen Abendessen oder für die Nacht
ein weiterer Nachtplatz – diesmal weniger
.. weniger idyllisch aber viel staubiger. Der rote feine Sand verfolgt uns die ganze Reise und dringt durch jede Ritze ins Auto

Nebelschwaden

Lastwagen prägen das Bild auf der BR-163, der wir immer folgten. Die Strasse war in unterschiedlichem Zustand, teils Naturstrasse mit Steinigen Abschnitten oder Sand, teils Schlaglöcher, bis 50 cm tief und die ganze Strasse breit. Und immer in „Konkurrenz“ um die beste Strecke an Betonschwellen (Lomos zur Reduktion der Geschwindigkeit), an Steigungen (wo die Trucks einfach zu wenig Pfupf hatten, um hochzukommen), an Abfahrten (da waren sie sehr schnell und überholten uns wieder, weil wir nie wussten, wann der nächste Strassenbelagsschaden kommt) und um die Schlaglöcher herum mit den Trucks.

Die BR-163 zieht sich
… einmal vor einem LKW und die verhassten Betonschwellen, die ein Abbremsen auf 0 km/h verlangen
… wir führen für ein Mal die Schlange nicht an
… hier leider nicht
Elefantenrennen – oder die Lahmen gegen die ganz Lahmen (und wir dahinter)

Ein sehr uncooles Stück Piste – 40 km lang mit rotem Puderstaub, vielen Trucks, Schlaglöchern und Steinpisten

… die Brücke hat uns getragen 🙂
… wie in Afrika sieht man erst, wie tief das Loch ist, wenn man das Tier erkennt, dessen Kopf aus dem Loch ragt

Gestern sind wir noch kurz in die „Karibik des Amazonas“ gefahren. Es ist das malerische Fischerdorf Alter do Chão. Wir glaubten, dort einen schönen Platz bei einer Pousada gefunden zu haben, was sich aber als totaler Flopp erwies, weshalb wir dann zurück nach Santarém zum Balneário gefahren sind. Vielleicht klappt es morgen, dass wir nochmals hinfahren, aber erst steht noch ein kurzer Besuch bei Mercedes in Santarém an, da wir an zwei Stellen etwas Öl verlieren, was aber auch aufgrund der grossen Hitze und schlechter Fahrbahn erklärbar sein könnte.

Die „Karibik des Amazonas“, das malerische Fischerdorf Alter do Chão

Und ab Dienstag reisen wir dann wieder entspannter und weniger schnell: Fährschiff von Santarém nach Macapá und dann weiter in die Guyanas.

08.08. – 16.08.2026: Ein Höllenritt (kilometermässig) von Asunción/Paraguay nach Santarém /Brasilien – 3‘600 km zwischen LKWs

6 Gedanken zu „08.08. – 16.08.2026: Ein Höllenritt (kilometermässig) von Asunción/Paraguay nach Santarém /Brasilien – 3‘600 km zwischen LKWs

  • August 17, 2026 um 9:11 a.m. Uhr
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    Vielen Dank für diesen total spannenden Block, es ist so schön dass die Askja wieder so weit in Ordnung ist dass ihr eure geplante Reise fortfahren könnt und übrigens beim Hotel Claudia bin ich mit Rat und Tat dabei ‍♀️ wünsche euch von Herzen viel Glück und Spass für die Weiterreise. Herzliche Grüsse und viiiiiielen Dank für die täglichen Videos Anrufe , hab euch lieb ❤️❤️

    • August 17, 2026 um 12:47 p.m. Uhr
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      Liebe Mams,

      Danke ♥️. Genau – das Hotel muss noch etwas modernisiert werden, vielleicht auch etwas Bsetzisteine auf den Boden, aber dann wird es laufen wie verrockt .

      Kuss
      Claudia

  • August 17, 2026 um 11:02 a.m. Uhr
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    Toll, wir wünschen euch eine gute Fahrt mit der Fähre von Santarem nach Macapá, ja und schon bald kommen wir auch wieder nach Südamerika!! Liebe Grüsse Maria und Bernhard

    • August 17, 2026 um 12:45 p.m. Uhr
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      Herzlichen Dank und hoffentlich sehen wir uns wieder unterwegs. Guten Rückflug und noch besseren Start in die neue Etappe. Liebe Grüsse

  • August 20, 2026 um 2:34 p.m. Uhr
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    Foi legal ter conhecido vocês em Macapá-Amapá, voltem sempre!!!
    Até mais;
    Irineu Ribeiro
    iriamapa@gmail.com

    • August 20, 2026 um 4:26 p.m. Uhr
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      Caro Irineu, seria um grande prazer conhecê-lo. Agradecemos a eles por nos permitir estacionar no estacionamento com nosso motorhome. Estamos muito entusiasmados com Macapá. Saudações Claudia e Norbert

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