Am 23.06. sind wir voller Hoffnung in die Werkstatt ¼ de Milla Truck Servis Campers y Casas Rodantes zu Guillermo gefahren. Das Auto ruckelte weiter und stellte auch ab – aber wir sind bis in die Werkstatt gekommen, die mitten in der Innenstadt von Salta. Guillermo und sein Team haben die Fehler ausgelesen und machten sich ans Werk. Die Fehlermeldungen deuteten alle auf eine Fehlerhafte Autobatterie hin. Nach Ausmessen der Ladeströme war klar, dass die Batterie schlecht ist. Nachdem eine neue Batterie eingebaut wurde, zeigten sich keine Fehler mehr.

Der Eingang zu ¼ de Milla Truck Servis Campers y Casas Rodantes

In der Halle bei Guillermo (¼ de Milla Truck Servis Campers y Casas Rodantes)

Wir glaubten oder hofften, dass nun unsere Ruckler behoben sind. Danach fuhren wir ohne Ruckler und anderen Zwischenfällen zu Frank Neumann auf den Camping-Platz. Der nächste Tag – es war Norberts Geburtstag – sind wir auf Testfahrt gegangen. Über 130 km ohne Mucken unseres WoMos. Was für ein Geburtstagsgeschenk. Am Folgetag wollten wir nochmals zu Guillermo, um zu prüfen, ob es keine Fehlermeldungen gibt. Aber – so weit kam es nicht. Auf der Fahrt stellte unser WoMo wieder ab – diesmal ohne zu Ruckeln. Nach mehreren Schweissausbrüchen und Hupkonzerten, weil es auch in Salta nicht so chic ist, auf einer stark befahrenen Strasse einfach stehen zu bleiben, sind wir dann wieder in der Werkstatt angekommen. Wir hatten immer noch Meldungen hinsichtlich Probleme mit zu hohem oder zu tiefem Druck im Common-Rail-System des Dieselmotors (und wie könnte es anders sein – der Motor war natürlich in Südamerika nie erhältlich und es gibt keine Ersatzteile). Es wurden alle Ventile und Sensoren und Motor komplett gereinigt (wir hatten ja Problem, dass Askja Öl gespuckt hatte, was aber von Mercedes Salta repariert wurde), Leck im Schlauch zur Servolenkung geflickt und Laderohr zum Turbo korrekt befestigt. Danach glaubten oder hofften wir, dass alles geflickt sei.

Hier glauben wir noch, dass es mit dem Ersatz der Batterie erledigt ist – Guillermo in der Mitte

Und aus dem Chaos sprach eine Stimme zu mir: „Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen!“, und ich lächelte und war froh, und es kam schlimmer …!

Wieder zurück zu Neumann, um am nächsten Tage wieder auf Testfahrt zu gehen. Diese verlief die ersten 40 km ohne Probleme. Euphorie kam auf und wir planten schon die nächsten Tage. Und – dann ein Knall und malmendes Geräusch und absolut keinen Vortrieb mehr. Wir konnten noch auf die Seite fahren. Sehen konnten wir nur, dass die Kardanwelle zur zweiten Hinterachse ins Leere lief und wir absolut keinen Vortrieb hatte. Da es Samstag war und wir eigentlich wieder Asado geplant hatten, informierten wir Frank Neumann, dass es wohl ohne uns sein wird. Was wir nicht erwarteten aber enorm geschätzt hatten war, dass Frank sich kurzerhand ins Auto setzte und zu uns gefahren ist, um uns zu unterstützen. Es war klar, der Tieflader musste wieder her (wir werden noch Stammkunden), nur wohin soll er uns am Samstag bringen. Zu Guillermo in seine Werkstatt in der Stadt ging nicht, da wir auf dem Tieflader viel zu hoch waren, um durch die tiefhängenden Kabelinstallationen zu rollen. Wir haben bei Mercedes (Rolcar) nachgefragt, ob wir auf ihrem Werksgelände das Wochenende verbringen durften. Nach etwas Überzeugungsarbeit beim Sicherheitsmann, der uns ja schon kannte, durfte uns der Tieflader in den Hof fahren, wo wir gut gesichert bleiben konnten.

Warten auf den Tieflader
Das Drahtseil muss zur Fahrzeug gezogen werden, ehe es um die 1. Vorderachse gelegt wird.
Und hoch geht’s
Kurz vor dem Eindunkeln sind wir aufgeladen und auf der Fahrt zu Rolcar (Mercedes) Salta
Abgeladen auf dem Werkshof von Mercedes

Am Montag stellte sich heraus, dass wir nun tatsächlich noch ein ganz neues Problem hatten: die linke Antriebswelle in der 2. Hinterachse war aus dem Rad-Kugellager ausgeschlagen. Dies liegt wohl an der starken Beanspruchung während den 200‘000 km, ist doch die 2. Hinterachse keine gelenkte Achse.

Mit vereinten Kräften wird unser Fahrzeug in die Halle geschoben
Die ausgeschlagene Antriebswelle

Und so stehen wir resp. unser Wohnmobil aktuell bei Mercedes. Wir haben nun verschiedene Ersatzteile aus Europa bestellt – und dies dauert ja halt leider bekanntlich. Derweil haben wir uns ein AirBnB und ein kleines Auto gemietet und vertreiben uns hier die Zeit mit Warten und hoffen. Hoffen, dass die Teile rasch kommen, dass wir a) wieder fahrfähig sind und dass auch unser Motorenproblem gelöst wird.

Unser Auto, unser AirBnB
eine schöne Anlage …
Mit Pool – aber bei 8 Grad am Tag und 2 Grad in der Nacht verzichten wir auf das Badevergnügen

Fortsetzung folgt!

23.06. – 03.07.2026: Ein Satz mit X, das war wohl nix – Salta, wir bleiben noch eine Weile!

6 Gedanken zu „23.06. – 03.07.2026: Ein Satz mit X, das war wohl nix – Salta, wir bleiben noch eine Weile!

  • Juli 6, 2026 um 5:39 a.m. Uhr
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    Wir hoffen mit euch dass die Bestellten Teile bald kommen und ihr dann wieder Weiterreisen könnt! Drücken euch alle Daumen und schicken eine grosse Umarmung an euch beide!!
    Liebe Grüsse Maria und Bernhard

    • Juli 6, 2026 um 8:52 a.m. Uhr
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      Herzlichen Dank ihr Lieben – geniesst die Schweiz

  • Juli 6, 2026 um 7:54 a.m. Uhr
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    Liebe Claudia, lieber Norbert! Ein aufschlussreicher Beitrag….gut das Euch das nicht in der Wildnis passiert ist….und bei der Unterkunft stehen Trampolin und Schwimmbecken- schade dass Ihr keinen Sommmer habt…. ich wünsche Euch viel Geduld…. liebe Grüsse Hildegard

    • Juli 6, 2026 um 8:51 a.m. Uhr
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      Liebe Grüsse, herzlichen Dank. Kommt gut

  • Juli 6, 2026 um 12:25 p.m. Uhr
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    Ja kommt bestimmt gut , nur diesmal dauert es anscheinend etwas länger umso besser wird es werden…
    GUT DING WILL WEILE HABEN …..ja ja mein Schatz ich höre dich : esch scho recht Albrecht…oder: es esch wies esch ! Jetzt macht ihr einfach das Beste draus und geniesst Salta . Wünsche euch viel und Geduld, in Gedanken bin ich bei euch ❤️❤️

    • Juli 6, 2026 um 1:18 p.m. Uhr
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      Es kommt bestimmt gut – aber Südafrika/Botswana mit über 6 Wochen war länger ;-). Ja – ist hoffentlich so, dass es Gut Ding wird. Aber genau – es esch wie’s esch ;-). Wir üben uns in Geduld und sehen uns einiges mit dem kleinen Wägeli an. Liebe Grüsse und Kuss, Claudia

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