Highlights: El Cono de Arita, weitere traumhafte Landschaften der Puna, el Tren a las Nuves, San Antonio de los Cobres
Karte mit unserer aktuellen Route
Von Antofagasta de la Sierra sind wir weiter durch die wunderbare Puna gerollt, sind dabei immer wieder auf über 4‘600 m hohe Pässe gekommen, verschiedenen Minen entlang gefahren, bis nach Antofalle, wo wir übernachtet haben.





































Wir wollten uns am nächsten Tag genügend Zeit nehmen können, um über den 4‘635 m hohen Pass Portezuelo de Calalaste zum Cono de Arita zu gelangen, der mitten in der Salar de Arizaro liegt. Bei der Salar de Arizaro und dem Cono de Arita liegt die Goldmine Lindero, die in der Nähe eine Flugpiste hat. Nebst Gold werden in Argentinien Salz, Lithium, Marmor, Eisen, Kupfer, Silber, Erdöl und Erdgas abgebaut.
Der Salar de Arizaro ist die grösste Salzwüste Argentiniens und die sechstgrösste der Welt. Die Salar de Arizaro erstreckt sich über 1‘600 Quadratkilometer, somit ist er knapp grösser als der Kanton Aargau. Die Salzwüste ist auf der obersten Schicht nicht Weiss auf, sondern grau/braun.
Aus der Salar de Arizaro ragt der Cono de Arita gut 200 m empor. Es ist ein skurriler, absolut gleichförmiger Kegel, wohl vulkanischen Ursprungs. Der Durchmesser ist ca. 800 Meter und hat einen Umfang von 2,4 Kilometer. Früher konnte der Cono bestiegen werden, heute hat es aber schon ziemlich weit vorher eine Absperrung, um die Kraxeleien zu unterbinden. Der Name „de Arita“ stammt aus der indigenen Aymara-Sprache und bedeutet „scharf“ oder „spitz“. Entgegen früheren Theorien, es handle sich um eine von den Inkas geschaffene Pyramide, ist der Cono de Arita geologischen Ursprungs. Gemäss Informationen aus dem Internet handelt sich um einen kleinen, unvollständigen Vulkan (Mikrovulkan), dem die Kraft zur Eruption fehlte, weshalb er nie Lava spuckte. Die Struktur besteht aus Sedimentgestein und Salz, die durch Erosion in diese markante Form gebracht wurde. Direkt am Cono de Arita haben wir eine ruhige Nacht verbracht. Wir hatten genügend Zeit, zu fotografieren und die Drohne einzusetzen.











Vom Cono sind wir via Tolar Grande gefahren, ein kleiner, ziemlich verschlafener Ort. Von diesen Orten gibt es noch viele. Sie hatten ihre Blütenzeit, als die einmal gigantische Bahninfrastruktur noch in Betrieb war und die Ausbeute der Minen sowie Passagiere befördert wurden.



Weiter ging es durch die Desierto del Diablo. Die Wüste des Teufels ist bekannt für ihre tiefrote Erde und bizarre, riesige Erdpyramiden und Felsformationen (auch Los Colorados genannt). Laut lokalen Legenden soll hier der „Huancar“ (der lokale Teufel) hausen.





Unseren Nachtplatz haben wir in Salar de Positos gefunden, wo wir vor dem Restaurant, Planeta Puna übernachten durften und auch z’Nacht essen konnten, zusammen mit vielen Minen-Arbeitern und Lastwagen-Chauffeuren.



Der nächste Tag war wieder ein längerer Fahrtag, der uns nach San Antonio de los Cobres führte, das auf gut 3‘770 m ü.M. liegt.









Seinen Namen hat die Stadt von der nahen gelegenen Sierra de Cobre, deren Gestein viel Kupfer enthält. Wir durften beim Hotel de las Nubes übernachten. Zum ersten Mal spürten wir beim Gang durch das Dorf auch die Höhe, die sich mit Kurzatmigkeit bemerkbar machte. San Antonio de los Cobres war einst eine wohlhabende Bergbaustadt, wovon auch die Promenade am Fluss Rio San Antonio de los Cobres zeugt.









Heute profitiert der Ort vor allem vom legendären Touristenzug „Tren a las Nubes“ (Zug zu den Wolken) und das spektakuläre Viadukt La Polvorilla. Der Zug fährt heute von San Antonio de los Cobres durch die Schlucht Quebrada del Toro auf das Viadukt La Polvorilla. Das Viadukt ist 224 m lang und 70 m hoch; eine imposante Stahlkonstruktion.
Wir wollten erst mit unserem WoMo zum Viadukt über die RN 40 fahren, welche angeblich die einzige Strasse ab San Antonio de los Cobres ist. Wir sind diese gefahren, waren aber sehr über den schlechten Zustand erstaunt. Die Strasse wurde vor kurzem verschüttet und die Steine wurden nicht mehr weggeräumt. Wir kamen trotzdem ganz gut durch; doch rund 4 km vor dem Viadukt mussten wir umdrehen, da es für unsere Grösse unmöglich war, eine abgerutschte und nur behelfsmässig mit Steinen geflickte Stelle zu passieren. Überhängende Felswände und eine nur dürftig reparierte Abbruchkante waren uns viel zu heikel, denn wir mussten ja dieselbe Strecke auch wieder zurückfahren. Leicht frustriert, kamen wir im Hotel a las Nubes an. Da wir das Viadukt unbedingt sehen wollten, haben wir uns am nächsten Tag ein Taxi genommen, der mit uns zum Viadukt fährt. Donnerstag traf sich sehr gut, da der Zug nur an drei Tagen der Woche fährt, inkl. Donnerstags.




Und auf unserer Reise haben wir immer wieder neue Verkehrszeichen entdeckt, die natürlich auch auf das Foto mussten.


Danach sind wir nach Salta gefahren, wo wir einige Tage verbringen, inkl. Werkstatttermin, ehe wir nach Cafayate fahren. Hierzu gibt es aber ein weiterer Blog.
Eindrücklich und faszinierende Bilder. Einfach toll.
Vielen Dank lieber Dani