Highlights: El Cono de Arita, weitere traumhafte Landschaften der Puna, el Tren a las Nuves, San Antonio de los Cobres

Karte mit unserer aktuellen Route

Von Antofagasta de la Sierra sind wir weiter durch die wunderbare Puna gerollt, sind dabei immer wieder auf über 4‘600 m hohe Pässe gekommen, verschiedenen Minen entlang gefahren, bis nach Antofalle, wo wir übernachtet haben.

Überall gibt es kleine Höfe, oft mit Lamazucht. Lama werden nicht nur für Wolle gehalten, sondern deren Fleisch wird auch gegessen. Es ist sehr mager und schmeckt sehr gut.

Eine von ganz vielen Salars (Salzseen)

Ein kleines Heiligtum auf dem Weg
In der Puna sind wir gut 500 km auf solchen Schotter- und Sandpisten mit oft üblem Wellblech gefahren.
Die Nächste sind Eisekalt, wodurch auch das Wasser selbst in den Bächen gefriert

Die Tiere fühlen sich auf über 3’000 m wohl

Auch diese See ist von der kalten Nacht gefroren

Askja auf der Passhöhe
Und wieder ein Pass von 4’625 Metern

Und wieder ein Pass über 4’000 m
Blick auf den Salar von Antofalla
Eine Unangenehme Piste durch ein Lava-Feld mit sehr groben Steinen
Die Strasse führt durch den Salar (Salzwüste)

Wasserlöcher (Ojos) im Salzsee

Schöne Salzkristalle

Ankunft in Antofalla
Unser Platz für die Nacht vor einem kleinen Restaurant. In diesen indigenen Orten darf man sich nicht einfach irgendwo hinstellen, man muss fragen, wo man stehen darf

Unser Spaziergang durch Antofalla

Die kleine Kapelle von Antofalla

Schafe im kargen Nichts

Dieser Teil der Landschaft wird Campo d’Oro genannt
Diese Büschel wirken in der Sonne goldgelb

Überbleibsel einer Mine

Wir wollten uns am nächsten Tag genügend Zeit nehmen können, um über den 4‘635 m hohen Pass Portezuelo de Calalaste zum Cono de Arita zu gelangen, der mitten in der Salar de Arizaro liegt. Bei der Salar de Arizaro und dem Cono de Arita liegt die Goldmine Lindero, die in der Nähe eine Flugpiste hat. Nebst Gold werden in Argentinien Salz, Lithium, Marmor, Eisen, Kupfer, Silber, Erdöl und Erdgas abgebaut.

Der Salar de Arizaro ist die grösste Salzwüste Argentiniens und die sechstgrösste der Welt. Die Salar de Arizaro erstreckt sich über 1‘600 Quadratkilometer, somit ist er knapp grösser als der Kanton Aargau. Die Salzwüste ist auf der obersten Schicht nicht Weiss auf, sondern grau/braun.

Aus der Salar de Arizaro ragt der Cono de Arita gut 200 m empor. Es ist ein skurriler, absolut gleichförmiger Kegel, wohl vulkanischen Ursprungs. Der Durchmesser ist ca. 800 Meter und hat einen Umfang von 2,4 Kilometer. Früher konnte der Cono bestiegen werden, heute hat es aber schon ziemlich weit vorher eine Absperrung, um die Kraxeleien zu unterbinden. Der Name „de Arita“ stammt aus der indigenen Aymara-Sprache und bedeutet „scharf“ oder „spitz“. Entgegen früheren Theorien, es handle sich um eine von den Inkas geschaffene Pyramide, ist der Cono de Arita geologischen Ursprungs. Gemäss Informationen aus dem Internet handelt sich um einen kleinen, unvollständigen Vulkan (Mikrovulkan), dem die Kraft zur Eruption fehlte, weshalb er nie Lava spuckte. Die Struktur besteht aus Sedimentgestein und Salz, die durch Erosion in diese markante Form gebracht wurde. Direkt am Cono de Arita haben wir eine ruhige Nacht verbracht. Wir hatten genügend Zeit, zu fotografieren und die Drohne einzusetzen.

Und hier ist er – der Cono de Arita
Der Salar de Arizaro, aus welchem der Cono do Arita ragt, ist auf der Oberfläche grau/braun
Unser Platz für die Nacht – mit Blick auf den Cono
Aufnahme mit und ohne Drohne – am Abend und am Morgen
Abendsonne 

Der Drohnenpilot

Die langen Schatten – mit der Drohne aufgenommen
Und so sieht es aus, wenn die oberste Schicht des Salar de Arizaro abgetragen ist.
Landepiste für Flugzeuge der Goldmine Lindero. Am Morgen fand ein Repatriierungsflug statt

Vom Cono sind wir via Tolar Grande gefahren, ein kleiner, ziemlich verschlafener Ort. Von diesen Orten gibt es noch viele. Sie hatten ihre Blütenzeit, als die einmal gigantische Bahninfrastruktur noch in Betrieb war und die Ausbeute der Minen sowie Passagiere befördert wurden. 

Wäsche muss auch mal gewaschen werden

Weiter ging es durch die Desierto del Diablo. Die Wüste des Teufels ist bekannt für ihre tiefrote Erde und bizarre, riesige Erdpyramiden und Felsformationen (auch Los Colorados genannt). Laut lokalen Legenden soll hier der „Huancar“ (der lokale Teufel) hausen.

Wunderbar rote Berge

Desierto del Diablo

Unseren Nachtplatz haben wir in Salar de Positos gefunden, wo wir vor dem Restaurant, Planeta Puna übernachten durften und auch z’Nacht essen konnten, zusammen mit vielen Minen-Arbeitern und Lastwagen-Chauffeuren.

Hier durften wir an der Kantine Planeta Puna stehen

Der nächste Tag war wieder ein längerer Fahrtag, der uns nach San Antonio de los Cobres führte, das auf gut 3‘770 m ü.M. liegt. 

Salar de Pocitos

Immer kamen einem diese Fahrzeuge entgegen, die oben auf dem Dach das Wort „Convoi Unidades“ und eine Zahl haben. Diese Zahl gibt an, wieviele Grosslastwagen oder Busse folgen.
Schöne Polster im Wasser umgeben von Salzkruste

Und wieder eine Passhöhe
Die aufgegebene Eisenbahnlinie verläuft parallel zur heutigen Strasse
Dieser wahl wohl etwas zu schnell auf dem Weg unterwegs

Seinen Namen hat die Stadt von der nahen gelegenen Sierra de Cobre, deren Gestein viel Kupfer enthält. Wir durften beim Hotel de las Nubes übernachten. Zum ersten Mal spürten wir beim Gang durch das Dorf auch die Höhe, die sich mit Kurzatmigkeit bemerkbar machte. San Antonio de los Cobres war einst eine wohlhabende Bergbaustadt, wovon auch die Promenade am Fluss Rio San Antonio de los Cobres zeugt.

Der Tren a las Nubes am Bahnhof in San Antonio de los Cobres

Unterwegs in San Antonio de los Cobres

Das gesamte Universum und alles, was darin ist

Hier darf der Melchior noch entsprechend dargestellt werden

Heute profitiert der Ort vor allem vom legendären Touristenzug „Tren a las Nubes“ (Zug zu den Wolken) und das spektakuläre Viadukt La Polvorilla. Der Zug fährt heute von San Antonio de los Cobres durch die Schlucht Quebrada del Toro auf das Viadukt La Polvorilla. Das Viadukt ist 224 m lang und 70 m hoch; eine imposante Stahlkonstruktion.

Wir wollten erst mit unserem WoMo zum Viadukt über die RN 40 fahren, welche angeblich die einzige Strasse ab San Antonio de los Cobres ist. Wir sind diese gefahren, waren aber sehr über den schlechten Zustand erstaunt. Die Strasse wurde vor kurzem verschüttet und die Steine wurden nicht mehr weggeräumt. Wir kamen trotzdem ganz gut durch; doch rund 4 km vor dem Viadukt mussten wir umdrehen, da es für unsere Grösse unmöglich war, eine abgerutschte und nur behelfsmässig mit Steinen geflickte Stelle zu passieren. Überhängende Felswände und eine nur dürftig reparierte Abbruchkante waren uns viel zu heikel, denn wir mussten ja dieselbe Strecke auch wieder zurückfahren. Leicht frustriert, kamen wir im Hotel a las Nubes an. Da wir das Viadukt unbedingt sehen wollten, haben wir uns am nächsten Tag ein Taxi genommen, der mit uns zum Viadukt fährt. Donnerstag traf sich sehr gut, da der Zug nur an drei Tagen der Woche fährt, inkl. Donnerstags.

Hier ist sie – das Viadukt La Polvorilla

… und hier das Viadukt La Polvorilla mit dem Tren a las Nubes

Und auf unserer Reise haben wir immer wieder neue Verkehrszeichen entdeckt, die natürlich auch auf das Foto mussten.

Vikunjas im Stress

Danach sind wir nach Salta gefahren, wo wir einige Tage verbringen, inkl. Werkstatttermin, ehe wir nach Cafayate fahren. Hierzu gibt es aber ein weiterer Blog.

 

01.06. – 04.06.2026: Die Puna – eine spektakuläre Landschaft auf über 3‘000 Meter ü.M.: Teil  2

2 Gedanken zu „01.06. – 04.06.2026: Die Puna – eine spektakuläre Landschaft auf über 3‘000 Meter ü.M.: Teil  2

  • Juni 8, 2026 um 6:23 p.m. Uhr
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    Eindrücklich und faszinierende Bilder. Einfach toll.

    • Juni 9, 2026 um 12:07 a.m. Uhr
      Permalink

      Vielen Dank lieber Dani

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