Am Weihnachtsmarkt in Nova PetrópolisLink zur Karte mit unserer aktuellen Route

Wir bewegen uns gemächlich zurück in Richtung Montevideo, wo wir das WoMo für unsere Rückreise zu Weihnachten einstellen. Nach den Iguazú-Wasserfällen (nachträglich noch ein paar Bilder des Platzes in Tierra Roja) wollten wir noch an die Saltos de Mocona (Mocona-Wasserfälle). Deshalb hatten wir uns den Platz Bella Vista in El Soberbio ausgesucht, der wunderbar am Rio Uruguay gelegen ist. Vor Ort erfuhren wir dann allerdings, dass die Mocona-Wasserfälle aktuell weder per Boot noch via Schotterpiste erreichbar sind. Die eine Auskunft war, dass der Wasserstand zu hoch, die andere war, dass eine Brücke zerstört sei. Nicht so schlimm – die Fahrt nach El Soberbio war sehr schön in Bezug auf Häuser und die landwirtschaftliche Nutzung.

Unser Platz Tierra Roja in Puerto Iguazú
Unser Platz Tierra Roja in Puerto Iguazú – ein Freizeitpark

Vorsicht Nasenbären
Unterwegs
Anbau von YerbaMate (Vordergrund) und im Hintergrund Schwarztee
Platz Bella Vista in El Soberbio
Auch heute sind diese Gespanne noch unterwegs

Für den nächsten Tag stand wieder ein Grenzübertritt auf dem Programm. Von Alba Posse (AR) nach Porto Maua (BR) sind wir wiederum mit einer kleinen Fähre gefahren. Alba Posse ist ein Einkaufsparadies für die Brasilianer, v.a. für argentinischen Wein. Die kleinen Grenzübergänge sind immer sehr entspannt, wenn wir dieses Mal den Zoll zum Einführen von Askja ziemlich suchen mussten, da die Immigration (Abstempeln unserer Pässe) ganz wo anders ist, als der Zoll, welcher irgendwo mitten in Porto Maua liegt.

Alba Posse (AR) – das Einkaufsparadies der Brasilianer für Wein

Auf dem Weg auf die Fähre
Auf der Fähre über den Rio Uruguay

Perfektes Laden und Entladen

Danach wollten wir uns noch zwei Missionen in Brasilien – die letzten auf dieser Südamerika-Etappe – ansehen und zwar São Miguel das Missões, wo wir auch auf dem Parkplatz übernachten durften. Hier gab es am Abend wiederum eine Licht- und Sound-Show, wobei es weniger eine Show war, als dass die Missionsgeschichte erzählt wurde und dabei die Ruinen und der Wald um die Ruinen themengerecht angestrahlt wurden. War beeindruckend gemacht. Am Morgen haben wir uns die Mission noch bei Tageslicht angesehen. Danach fuhren wir noch ein paar Kilometer nach Missão de São João Batista; von dieser Mission ist aber nur noch wenig zu sehen ist.

São Miguel das Missões in der Nacht – die Geschichte der Missionen wird erzählt

Unser Übernachtungsplatz in São Miguel das Missões
Rechts das Zeichen der Jesuiten, links das Monogramm für Maria
Holzschnitzereien im Museum, erstellt durch Guaraní-Künstler

Jesuiten-Kreuz in den Missionen
Die Überreste der Kirche von São Miguel das Missões
Burrowing Owl (Kaninchenkauz), welche wir immer wieder an ihren Erdhöhlen sehen

Philodendren-Pflanze

Die Bäume wachsen über die Reste von Behausungen

Dieser Baum hat förmlich einen Stein verschlungen
Eingangstor zu São Miguel das Missões

Campo Flicker (Feldspecht)
Missão de São João Batista
Monument für den Jesuiten Padra Antonie Sepp von Rechegg
Blick auf den Friedhof
… der als heiliger Ort durch das Dorf weitergenutzt wurde

Die Nacht verbrachten wir etwas weiter südlich, direkt am Rio Uruguay.

Am Rio Uruguay

Wir wollten nochmals ins Weingebiet von Brasilien fahren, diesmal bei Prachtswetter (letztes Mal hatte es Bindfäden geregnet). Wir wählten die RS-332, ab Santa Teresa die RS-444. Landschaftlich sehr schöne Strassen, die RS-332 ist auch bekannt als die Rota da Erva-Mate, welche durch viele kleinere Ortschaften führt, wo Mate angepflanzt und veredelt wird. Inzwischen haben wir auch noch erfahren, weshalb der Mate in Brasilien (ErvaMate oder Chimarrão genannt) viel heller ist und in der Kallebasse (Matte-Gefäss) aussieht, als der Mate in Paraguay, Argentinien oder Uruguay (YerbaMate genannt):  Sorten aus Argentinien, Paraguay oder Uruguay werden gröber, mit mehr Blättern und Stängeln verarbeitet. Sie werden auch viel länger gelagert, ehe sie verkauft werden, so dass keine Restfreuchte mehr im YerbaMate verbleibt. Die brasilianischen Sorten sind feiner und pulvriger und werden nicht gelagert, deshalb sind sie auch noch viel feuchter und deshalb farblich frisch grün, mit über 70 % Restfreuchte.

.. unterwegs angetroffen
Araukarien und Palmen inmitten von Mate-Bepflanzungen

Mate-Pflanze
Riesige Felder – hier mit Maisanpflanzung
Mate-Gefäss (Kalabasse) und Wasserkocher
Unterwegs
schönes Eisenbahn-Viadukt
…. unterwegs

Die RS-444 ist die Rota das Vinhedos, welche ins Vale dos Vinhedos (Tal der Weine) führt. Die Einwanderer aus Italien prägen die gesamte Gegend, die Häuser sind so, wie wir sie aus Italien kennen. Der Weinanbau und die Weinkultur kamen mit diesen Immigranten aus Italien. Wir wollten nochmals Wein probieren, doch die Auswahl an Orten, wo wir auch die Nacht verbringen konnten, war sehr dünn gesäht (und dies muss sein, denn in Brasilien ist 0.0 Promille). Wir hatten zwei Weingüter im Visier, aber letztendlich sind wir wieder bei Casa Valduga gelandet, weil wir dort einen genügend grossen Platz zum Übernachten hatten. Wir hatten zwei Weinproben und am Folgetag eine ausgiebige Führung mit nochmals einer Weinprobe. Deshalb sind wir zwei Nächte geblieben sind. Was uns erst bei diesem Besuch so richtig klar wurde, ist die Tatsache, dass Valduga v.a. für ihre Schaumweine nach der traditionellen Champagner-Methode bekannt sind. Valduga hat den grössten Schaumwein-Keller in den Amerikas.

Italienischer Baustil

Reben nach unterschiedlicher Erziehungsmethode

Grosse Platane vor den Reben

Typische Friedhöfe, wie in Italien

Unser Platz bei Valduga
Weinkeller
Luiz Valduga, der Vater der heutigen drei Besitzer-Brüder
Wein am Reifen

Letze Arbeiten, hier für den Wein Storia mit Anbringen des roten Bandes und Verpacken in Seidenpapier

Grösster Schaumweinkeller der Amerikas
Maria Valduga – ohne sie gäbe es die Schaumwein bei Valduga nicht

Betoneier – genutzt für Versuche zur Lagerung von Weisswein

Ruhe – schlafender Wein
Jeder Wein muss für einige Monate in diesem Lager bleiben, wo spirituelle Musik gespielt wird
Köstlicher Rotwein-Blend Raizes zu Deutsch „Wurzeln“
Der Hochdotierte Schaumwein nach Champagner-Methode von Valduga
Rotwein mit der Traubensorte Tanat
Durch das Gelände von Casa Valduga

Die letzten beiden Tage sind wir in Nova Petrópolis, wo wir den Dauerregen (40 l pro m2 am Freitag und 10 l pro m2 am Samstag) aussitzen mit verschiedenen Erledigungen und dem heutigen Besuch des Weihnachtsmarktes. Wir waren vor 3 Monaten schon mal hier, da fand das Volklore-Fest statt und heute eben der Weihnachtsmarkt, der bis zum 4. Januar dauert. Und beide Anlässe erinnern an die deutsche Vergangenheit – wobei Nova Petrópolis schon viel früher mit dem Weihnachtsmarkt startet, als es in Deutschland oder der Schweiz der Fall ist.

Am Weihnachtsmarkt in Nova Petrópolis

Dieser Herr hat uns mit Weihnachtsliedern auf die Weihnachtszeit eingestimmt
Deutsche Köstlichkeiten

Morgen geht es weiter in Richtung Uruguay.

02.11.2025 – 09.11.2025: Gemächlich geht es zurück durch die Mate-Strasse, Wein-Strasse zum Weihnachtsmarkt in Nova Petrópolis

2 Gedanken zu „02.11.2025 – 09.11.2025: Gemächlich geht es zurück durch die Mate-Strasse, Wein-Strasse zum Weihnachtsmarkt in Nova Petrópolis

  • November 9, 2025 um 5:46 p.m. Uhr
    Permalink

    Liebe Claudia lieber Norbert! Schöne Bilder- die Weinkeller- toll- aber der Weihnachtsmann mit Blumen…..da musste ich schon 2x schauen….viele Grüße Hildegard

    • November 9, 2025 um 8:30 p.m. Uhr
      Permalink

      Danke – ja Weihnachten ist hier schon sehr früh .

      Liebe Grüsse

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