Karte mit unserer aktuellen Route
Von Porto Jofre – unserem Ausgangspunkt für das nördliche Pantanal – zu unserer Lodge im südlichen Pantanal, der Pantanal Jungle Lodge – waren rund 1‘200 im zurückzulegen auf Strassen, die doch sehr nervig und enorm stark befahren sind. Nervig deswegen, weil es Schlaglöcher und schlecht reparierte Schlaglöcher mit Teerflecken auf Asphalt hat, wodurch die Schlaglöcher zwar nicht mehr tief aber unkontrolliert uneben, wellig und rumpliger werden. Der Nervenkitzel wird durch die hohe Dichte an Riesen-LKWs von 25 – 30 m Länge noch drastisch erhöht. Diese langen Kompositionen brettern mit 80 – 90 km/h durch die Landschaft, weil die Fahrter unter Termindruck sind; erschwerend kommt hinzu, dass in jeder Ortschaft und fast vor jeder engeren Kurve künstlich angelegte hohe Bodenwellen sind, die die Fahrzeuge (welche die Achsen nicht brechen wollen) zum abbremsen auf fast 0 km/h zwingen.
Auf der Fahrt hatten wir zum ersten Mal auf einem grossen Parkplatz der brasilianischen Warenhauskette HAVAN übernachtet, die es in vielen Grossstädten gibt. Wir mussten unsere ziemlich dezimierten Bestände an T-Shirts und Socken wieder auffüllen und haben dafür HAVAN in Campo Grande gewählt. Das Wahrzeichen ist jeweils eine ikonische Freiheitsstatue (der Eigenümer muss Fan von New York sein), riesiges Gebäude das eher an einen griechischen Tempel erinnert, und einen grossen Parkplatz. Nach unserem Einkauf fragten wir, ob wir hier übernachten dürfen, da diese Parkplätze gut beleuchtet und Video-überwacht sind. Dies wurde uns erlaubt und somit nächtigten wir im Licht der Freiheitsstatue.



Am Morgen haben wir das „Campo Grande Aquarium“ besucht. Es ist das grösste Süsswasseraquarium der Welt und zeigt v.a. die Wasserwelt des Pantanals. Es wurde am 28. März 2022 eröffnet und beherbergt über 350 Arten von Fischen, Reptilien und Amphibien.










Nach drei Tagen Fahrt haben wir unser Ziel erreicht – Pantanal Jungle Lodge am Rio Miranda im südlichen Pantanal. Wir waren drei Nächte und vier Tage in der Lodge und konnten für uns und unser Wohnmobil einen ganz guten Platz finden. Wir haben uns für drei Aktivitäten, die hier angeboten werden, entschieden: Nachtsafari mit dem Boot, Boots-Safari am Morgen – jeweils auf dem Rio Miranda, und eine Safari-Tour im Auto inkl. kleiner Wanderung. Nebst diese Aktivitäten gibt es noch Pferdereiten, Piranha-Fischen, Busch-Safari, Kanu-Fahren und Schwimmen.







Das Süd-Pantanal bietet eine Landschaft aus Savannen und Waldgebieten durch welche der Rio Paraguay fliesst und auch Hauptverantwortlich für das Oeko-Sytem. Neben dem Rio Paragua spielen die Feuchtgebiete von Aquidauana und Miranda, wo wir sind, eine prägende Rolle.
Die Nachtsafari und der Versuch, Tiere im Scheinweferlicht zu sichten, kann als „Satz mit X – das war wohl nix“ eingeordnet werden. Es war zwar nett den Fluss im Dämmerlicht hochzufahren und im sich hektisch bewegenden Scheinwerferlicht der Taschenlampe runterzufahren, aber gesehen haben wir fast nichts. Ein völlig konfuses Kapybara und einige Baby-Kaymane.




Der nächste Tag war dann schon etwas interessanter, wir haben einige Vögel und eine Kapybara-Familie mit fünf putzigen Jungtieren gesehen. Die Landschaft ist einiges unterschiedlicher als im Norden, es hat eine viel geringere Dichte an Tieren und v.a. nur ganz selten Jaguare, obwohl uns immer wieder bestätigt wird, dass es diese gibt; wir haben auch Kadaver von durch Jaguare zerlegten Kaymanen gefunden resp. unser Guide Rodrigo.









































Heute haben wir eine Jeep-/Wander-Safari gemacht. War spannend – aber jetzt auch nicht so das, was uns in Extase verfallen liess. Aber egal – wir haben nochmals ein anderes Pantanal erlebt.


























Morgen fahren wir dann weiter via der Estrada Parque Pantanal MS-228 und MS-184 nach Corumbá. Wir sind gespannt, was wir da noch an Tieren sehen werden.