Karte mit unserer aktuellen Route
Für unseren Besuch im Emas Nationalpark (Ema, so wird der Brasilianische Strauss genannt) wählten wir die Pousada Ravenala in Costa Rica (Brasilien). Dies ist ein guter Ausgangspunkt für einen Besuch im Emas NP.


Ravenenala ist ein Streliziengewächs und heisst zu Deutsch „Baum der Reisenden“. Im Blattgrund sammelt sich Regenwasser, das durch Anstechen des Blattgrundes gewonnen werden kann, was dieser Pflanzenart als Wasserspender in der Not seinen Trivialnamen „Baum der Reisenden“ gegeben hat.
Am Tag unserer Ankunft durften wir uns wünschen, was wir essen möchten. Wir haben uns für das brasilianische Nationalgericht Feijoada entschieden. Es ist ein Bohneneintopf mit Fleisch, zu dem Reis, Farofa(Mehl) aus Maniok (wird zum Binden der Sauce verwendet) und Orangescheibchen zum Verdauen und fritierter Kohl mit Zwiebeln und Knoblauch gereicht wird. Milena, die Besitzerin der Pousada hat diesen ausgezeichnet zubereitet.


Der Nationalpark Emas ist ein Naturschutzgebiet im zentralen Savannenhochland (Cerrado) von Brasilien. Er wurde 1961 eingerichtet und 2001 zum Weltnaturerbe der UNESCO erklärt. Der Nationalpark schützt eine Savannenregion, in der zahlreiche bedrohte Grosstierarten leben, u.a. Mähnenwolf, Jaguar, Grosser Ameisenbär, Riesengürteltier, Tapir und Pampashirsch, den wir auch gesehen haben. Den Mähnenwolf und das Tapir haben wir in der Nacht auf der Rückreise im Taschenlampenlicht gesehen. Er soll aber auch den südamerikanischen Strauss, der Ema, vor der Ausrottung schützen. Der Park wurde mit 132‘000 Hektar gegründet; leider werden wohl jedes Jahr durch die Regierung immer wieder tausende von Hektaren zurück an die Landwirtschaft gegeben.
Wir verbrachten einen ganzen Tag im Emas Nationalpark. Da unser Guide Jade kein Englisch sprach, hat Milena kurzerhand noch die Englischlehrerin Viviane engagiert, die übersetzen und uns auch gleichzeitig im Park hermfahren soll. Der Parkranger Cabral, der am Eingang des Parks vor seiner Rangerstation/Wohnhaus sass, hatte seinen freien Tag und entschied, uns auch noch zu begleiten. Die Mittagspause haben wir im Ranger-Camp verbracht, wo die Frau des Parkrangers, eine Biologin, Kindern und Erwachsenen Flora und Fauna näherbringt. Wir haben einen schönen Tag verbracht mit vielen Vogelsichtungen, den Emas, Wild und einmaliger Landschaft.

























































Am Morgen, nach einer recht ruhigen Nacht an der Tankstelle von Rondonópolis bemerkten wir am Rad der Mittelachse einen grossen öligen Fleck. Wir hatten bedenken, dass uns Öl aus der Achse läuft, waren aber unsicher, dass von der Nabe hier nichts sichtbar war. Um auch unser Gewissen zu beruhigen, ehe wir auf die Transpantaneira (147 km lange Wellblechpiste) fahren, wollten wir das ganze durch Fachleute prüfen lassen. In Rondonópolis gibt es eine grössere Mercedes-Garage, die wir kurzfristig aufsuchten. Die Leute waren wie immer einfach nur nett und hilfsbereit. Der Werkstattchef hat sich sofort der Sache persönlich angenommen, alles überprüft, Öle in den Differenzialen kontrolliert, die Gelenke der Kardanwellen gut abgeschmiert und uns bestätigt, dass alles in Ordnung sei und der ölige Fleck wohl irgendwas anderes sein muss. Er hat mit einem Lernenden über 30 Minuten an unserem Auto gearbeitet – und gekostet hat es uns nichts. Es sei ein Geschenk an uns Reisende. Wieder ein weiteres von vielen Beispielen der Brasilianischen Gastfreundschaft.





Hallo Ihr Lieben
Endlich habe ich eure Blogs nachgelesen. Vielen Dank für eure Reiseberichte.
Brasilien scheint ein interessanteres Land zu sein, wo es mehr zu entdecken gibt, als ich geahnt habe. Sehr spannend zu lesen.
Ich wünsche euch eine gute Weiterreise und freue mich auf den nächsten Blog.
Vom 6.-26. September sind wir auch wieder mal in den Ferien (Japan) und ich werde das Blog lesen wieder auf danach verschieben müssen.
Liebe Grüsse
Dani
Lieber Dani
super – Du bist einer unserer Top-Followern 😉 – danke.
Brasilien können wir nur empfehlen, wir haben zwar erst einen kleinen Teil gesehen – aber es ist enorm vielfältig und die Gastfreundschaft ist unbeschreiblich.
Japan ist auch auf unserer Liste – wir wollten dies im 2021 und zwar Vladi Wostock nach Japan, wurde aber dann nichts, da wir nicht nach Russland einreisen konnten. Aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
Geniesst es und wir sind gespannt auf Eure Polarsteps-Einträge.
Herzliche Grüsse aus dem Pantanal
Claudia und Norbert