Karte mit unserer aktuellen Route
Auf dem Weg nach Porto Seguro am Atlantik sind wir durch eine eindrückliche Vulkanlandschaft gefahren mit grossen Zuckerrohrfeldern.





Unser letzter Übernachtunsplatz vor unserem Ziel war bei Giovanni’s Restaurant, der für Wohnmobile kostenlose Plätze anbietet, aber natürlich hofft, dass man bei ihm einkehrt, was wir auch gerne machten.


Gemäss Reiseführer gilt Porto Seguro als historisches Erbe Brasiliens, da der portugiesische Seefahrer und Eroberer Pedro Álvares Cabral in der Nähe der Stadt am 22. April 1500 zum ersten Mal brasilianischen Boden betrat. Der Ortsname Porto Seguro bedeutet übersetzt sicherer Hafen und deutet auf die Funktion des Ortes hin. Ein Riff trennt das Meer vom Ort ab und bildet so einen sicheren Ort für die Schiffe.
Der Ort hat uns etwas enttäuscht – wir hatten ein schönes kleines historisches Zentrum erwartet, stattdessen war es ein grosser Rummelplatz. Trotzdem haben wir den Tag genossen und konnten uns auch endlich mal wieder mit Bargeld eindecken. Es heisst, dass alles mit Kreditkarte bezahlt werden kann, nur dem ist nicht so. Bis auf Ausnahmen konnten wir die Maut mit Karte bezahlen, die meisten Campingplätze akzeptieren nur die brasilianischen Debit-Karten und in vielen Geschäften das selbe. Aber egal – wir haben jetzt wieder Reais für die nächsten Wochen.




















Wir waren auf dem Camping-Platz vom Hotel Mundai – der Platz war jetzt nicht sonderlich schön, aber über die Strasse und wir waren am Meer.


Danach planten wir, in die Hafenstadt Ilhéus zu fahren. Von Porto Seguro her wären es nur ca. 300 km gewesen. Doch nach 100 km kam eine Brücke, die nur noch für PWs passierbar ist. Das hiess für uns, die Brücke über einer ziemlich üble Wellblechpiste mit rotem Sandstaub 80 km zu umfahren. Dies zusammen mit gefühlt tausend LKWs, die häufig über 20 m Länge, d.h. zwei Aufleger, haben. Diese brettern über die Strecke, da alle unter Zeitdruck stehen. Wir hatten Angst um unsere Windschutzscheibe, die nach einem Steinschlag sowieso schon lädiert ist und keinen weiteren Stein mehr verträgt. Aber es ging gut. Irgendeine Stelle hatte den Auftrag erteilt, die Piste zu wässern, was sehr akribisch umgesetzt wurde. Ergebnis anders als wohl erhofft: es kamen uns mehrmals LKWs entgegen geschlittert und da half immer nur ein „Sprung“ auf eine verbleibende Seite in der Hoffnung, dass diese riesen Kästen an uns vorbeischlittern. Und einmal schaffte es ein Tanklaster nicht, den Hügel hochzukommen, da ihm der feine nasse Staub wie Beton in den Reifen klebte. Der arme Kerl stand quer über die Piste und es ging definitiv nicht mehr „obsi“, sondern höchstens runter. Nur – da standen schon andere LKWs in Lauerstellung, die versuchten sich irgendwo rechts oder links durchzuquetschen. Irgendwann schaffte es der Fahrer aber und konnte sein Gefährt nach oben bewegen. Wir haben dem ganzen Treiben aus sicherer Entfernung zugeschaut. Und nach 6 Stunden waren wir dann auch auf der anderen Seite der Brücke, allerdings erst bei Dunkelheit. 80 km Umfahrung für eine defekte 1.5 km Brücke – und wie wir dann leider zu spät gelesen haben, ist dies schon seit Juli so. Egal – wir waren gut durchgekommen, wenn auch langsam und es hiess wieder, eine Übernachtung auf einer 24h-Tankstelle zu suchen. An Schlaf war nicht zu denken, da hier die Lastwagen auch in der Nacht unterwegs sind und tanken – aber es war auf jeden Fall sicher.

Am nächsten Tag haben wir dann die restlichen 200 km nach Ilhéus angetreten. Aber vorher wollten wir unterwegs noch eine Waschanlage anfahren, um Askja vom roten Sandstaub zu befreien.


In Ilhéus angekommen, entschieden wir uns, weiter nördlich einen Platz am Strand zu suchen, da uns Ilhéus viel zu voll war. Nun sind wir in Sargi in der Pousada Paraíso am Strand und geniessen zwei erholsame Tage.

Morgen geht es nach Salvador (wir hoffen, dass das Wetter besser wird, aktuell sind drei Tage Regen vorausgesagt), danach wird es in mehreren Fahrtagen nach Brasilia und weiter ins Pantanal (grösste tropisches Feuchtgebiet der Welt und das grösste Sumpfgebiet der Welt) gehen.
Vielen Dank für den spannenden Bloc das ist wirklich eine interessante von Lavas geformte Landschaft
Eure Einstellung gefällt mir sehr , lieber mit Geduld und etwas später aber sicher ans Ziel kommen !
ich wünsche euch weiter hin eine gute Fahrt mit der wieder strahlender Askja . Herzliche Grüsse und Küsse Mams ( bin in Gedanken immer bei euch )
Danke Mams, ja, hier bringt Geduld wirklich Rosen . Schön zu wissen, dass du in Gedanken immer bei uns bis.
Der Strand sieht ja eigentlich sehr schön aus. Man sieht aber keine Badende. Ist dies kein Badestrand?
Liebe Grüsse
Dani
Es ist ein schöner Badestrand, aber es ist noch Winter und die Temperaturen sind für uns zwar recht hoch mit 30 Grad, aber das Wetter noch nicht so beständig. Deshalb sieht es noch nicht viele an den Strand,
Liebe Grüsse
Claudia
Liebe Claudia, lieber Norbert! Schöne Strände und Vulkanberge… konntet Ihr den Rotwein genießen? … ich wünsche Euch eine weitere sichere Fahrt…viele Grüße Hildegard
… auf den aufgeheizten Rotwein haben wir dankend verzichtet und Glühweinzeit ist es nicht .
Liebe Grüsse