Karte mit unserer aktuellen Route
Nach unseren Tagen in Rio de Janeiro ging es weiter nach Petrópolis, welches auf 838 m Höhe liegt. Unser Stellplatz, Espaçao Overlander, war sehr gut gelegen, um die Stadt zu Fuss zu erkunden.

Petrópolis wurde 1825 als Ort von deutschsprachigen, insbesondere Tiroler Einwanderern, gegründet. 1843 wünschte der brasilianische Kaiser Dom Pedro II dort die Errichtung einer kaiserlichen Sommerresidenz. Der gebürtige Mainzer Julius Friedrich Koeler wurde mit der Planung und dem Aufbau beauftragt. Einwanderer, denen es gelang, ihr Grundstück in acht Jahren abzuzahlen, durften bleiben, die anderen mussten gehen. Insgesamt war Koeler eine sehr fragwürdige Persönlichkeit.
Wir sind gemütlich durch die Stadt geschlendert und haben uns die noch schön erhaltenen Gebäude aus der Gründungszeit angeschaut und auch einige Strassenszenen mitgenommen.














Die römisch-katholische Kathedrale „Catedral São Pedro de Alcântara“ ist im neugotischen Stil errichtet. Der Turm ist beeindruckende 70 m hoch. Der Bau der Kathedrale begann 1884 und wurde immer wieder unterbrochen. Nach 1889, nach dem Ausruf der Republik Brasilien, ging er weiter, wenn auch sehr langsam. Erst nach 37 Jahren, im November 1925, konnte die Kathedrale, zwar immer noch nicht ganz fertig, eingeweiht werden. Der Bau des Kirchtums wurde erst 1960 begonnen und 1969 fertiggestellt.



Ein weiterer Höhepunkt von Petrópolis ist das Museu Imperial. Der schöne Park hat uns besonders gefallen. Die alten Holzböden sind im Museum noch original, weshalb wir grosse Filz-Schlappen anziehen mussten, mit denen ein Gehen sehr mühsam war. Der Vorteil war, dass vermutlich durch das Nutzen der Filz-Schlappen eine Bodenreinigung nicht nötig ist. Da im Innern des Museums striktes Fotografie-Verbot herrscht, können wir keine Bilder zeigen. Das Museum befindet sich in der ehemaligen Sommerresidenz des brasilianischen Kaisers Pedro II. (1831–1889). Die Sommerresidenz wurde von 1840 bis 1845 im klassizistischen Stil errichtet.





Die nächste Grosstadt, die wir besuchten, war Tiradentes in Minas Gerais, die auch auf 927 Metern liegt. Die Stadt wurde nach der Proklamation Brasiliens zur Republik nach dem Befreiungskämpfer Tiradentes, genannt, der sich gegen portugiesische Kolonialmacht auflehnte. Tiradentes ist eine gut erhaltene Goldgräberstadt in Minas Gerais. Im historischen Stadtkern mit seinen kleinen Gassen fühlen wir uns fast wie in einem Freilicht-Museum. Alle Häuser sind wunderbar restauriert und die Farbe Gelb ist vorherrschend. Die zwei Tage verbringen wir auf dem Camping Cuiabá, der ca. 1 km vom historischen Stadtkern entfernt liegt.

Der Ortsbild wird von kleinen Restaurants, schönen Kunsthandwerksbetrieben und Souvenir-Shops geprägt.




















Auf dem zentralen Platz, dem Largo das Forras (Forras-Platz), versammelten sich ehemalige Sklaven, um das Ende der Sklaverei im Jahr 1888 zu feiern. Heute ist es der Hauptplatz, auf welchem sich auch die Kutschen versammeln, um Touristen herumzufahren.

Die Hauptkirche Igreja Matriz de Santo Antônio wurde 1710 erbaut und ist ein Meisterwerk der Barockarchitektur. Die Fassade selbst wurde erst 1810 vollendet. Die Kirche ist eines der letzten Werken Antônio Francisco Lisboa, genannt Aleijadinho (bedeutendste Baumeister und Bildhauer des brasilianischen Barocks). Wegen ihrer vergoldeten Altäre gilt die Kirche als eine der reichsten Kirchen in Brasilien. Dies ist dem Reichtum, dass durch die vielen Goldminen, geschuldet. Besonders gut hat uns die bunt bemalte Orgel im Rokoko-Stil gefallen.







Igreja Nossa Senhora do Rosário dos Pretos ist die Rosenkranzkirche der 1708 von und für die Sklaven aus Afrika erbaute Kirche. Sie ist die älteste Kirche von Tiradentes. In den Seitenaltären sind Statuen schwarzer Heiliger zu sehen. Als eine der wenigen Sklavenkirchen ihrer Zeit wurde bei der Ausschmückung im Inneren Gold verwendet, das die Sklaven heimlich von ihrer Minenarbeit in kleinen Mengen mitbrachten. Da die Kirche nie von Weissen betreten wurde, blieb dies über lange Zeit unbemerkt.




Santuário da Santíssima Trindade (Basilika der Heiligsten Dreifaltigkeit) ist eine weitere besondere Kirche in Tiradentes. Die Kirche beherbergt eine Rarität: ein Bildnis Gottes in den Gewändern eines mittelalterlichen Papstes, der seine Hände ausstreckt.







Der Ipê-Amarelo (Goldener Trompetenbaum) ist der brasilianische Nationalbaum und blüht jetzt in dieser Jahreszeit besonders intensiv UND ist immer wieder ein Fotomotiv wert.


Servus ihr Lieben
Ich war einwenig hinterher mit dem Blog lesen. Aber jetzt bin ich wieder up to date und freue mich auf den nächsten Eintrage.
Liebe Grüsse aus Ellmau und gute Weiterreise
Dani
Hallo lieber Dani,
Schön dass du wieder up to date bist. Wir hoffen, ihr habt Ellmau genossen.
Herzliche Grüsse
Claudia und Norbert