Link zur aktuellen Route unserer Reise

Über die Ruta 10 sind wir von La Paloma zum Nationalpark Santa Teresa gefahren. Eine sehr schöne Strasse entlang der Küste, auch wenn dies nur sehr selten zu sehen ist. Dafür fuhren wir durch schöne Landschaften, geprägt von Landwirtschaft.

Witzige Eukaliptus-Baumformationen
.. ja – dieses Haus ist noch bewohnt
Interessante Häuser entlang der Ruta 10
Kühe unter Palmen

Wir machten einen kurzen Abstecher nach Aguas Dulces (Süsswasser). Gemäss Reiseführer einer der ruhigsten Badeorte an der Küste, für Urlauber, die v.a. Erholung suchen, da es selbst in der Hauptsaison (November – Januar) nicht stark überlaufen ist. Es gibt hier auch einige Häuser, die auf Stelzen gebaut sind. Wir sind durch den Ort geschlendert, wobei wir bestätigen können, dass er sicher ruhig ist, aber auch schon eher verlassen und es liegt nicht daran, dass wir aktuell im Uruguayischen Winter da sind. Da sind ganz viele kleine Läden und Restaurants, die auch im Hochsommer nicht mehr aufmachen. Aber nett war es trotzdem.

In Agua Dulces

Die Häuser auf Stelzen in Agua Dulces

Kleider-Tauschen auf einfache Art. Was nicht mehr gebraucht wird, kann deponiert, was benötigt wird, darf mitgenommen werden
Und immer wieder schöne Wandmalereien

Pizzeria Mona Lisa

Aloe Vera Pflanze
Wir verdienen wunderschöne Wunder und sie werden geschehen

Danach sind wir zum Fortaleza (Festung) Santa Teresa gefahren. Der Bau der Fortaleza de Santa Teresa begann zunächst durch die Portugiesen im Jahre 1762. Allerdings erfolgte die Fertigstellung durch die Spanier, die zwischenzeitlich ihren Einflussbereich hierher ausgedehnt hatten. Im Laufe der Geschichte trafen hier die unterschiedlichsten Konfliktparteien aufeinander. Neben Portugiesen und Spaniern fanden auch Auseinandersetzungen zwischen den Spaniern und den Engländern, der Banda Oriental (heutiges Uruguay) und den Portugiesen sowie Spaniern und Kreolen statt. Schliesslich diente die Festung im Rahmen des Bürgerkriegs des jungen Staates Uruguay Manuel Oribe und seinen Anhängern als Zufluchtsort. Später verlor die Fortaleza de Santa Teresa ihre militärische Bedeutung. 1927 wurde es zum nationalen Monument erklärt, 1928 begann die Restaurierung der Festung. Für uns war der Besuch sehr lohnend.

Die Fortaleza Santa Teresa

Es esch chalt im Fall!!

Ehe wir zum Auto gelaufen sind, hörten wir plötzlich etwas komisch anmutendes Schreien und Schnalzen – und aus dem Dickicht des Waldes kam dann die Lösung des Rätsels: Gauchos, die ihre Kühe auf einen anderen Weidegrund trieben.

Und plötzlich bekam das Geschrei und Geschnalze ein Gesicht ….

Danach ging es weiter in den Nationalpark Santa Teresa – der Zugang wird durch das Militär verwaltet. In der Mitte des Parkes gibt es ein schöner Rosen- und Pflanzengarten, der aber in dieser Jahreszeit nicht mit schönen blühenden Pflanzen aufwarten konnte. Trotzdem lässt sich die Schönheit während der Blütenzeit erahnen und wir hoffen, diesen Nationalpark nochmals zu besuchen, wenn die Rosen in Blüte sind.

Der Rosengarten vom Nationalpark Santa Teresa

Unser Übernachtungsplatz war auf einem Parkplatz in Playa de la Moza mit prächtiger Sicht auf den wilden Atlantik. Da wir nicht wussten, ob die Flut noch kommt oder der Höhepunkt schon erreicht war, haben wir sicherheitshalber den Tide-Kalender konsultiert. Die Flut wird den Höhepunkt erst am späteren Morgen erreichen, was heisst, wir mussten nicht befürchten, dass die Gischt plötzlich auf unser Auto schlägt.

Unser Übernachtungsplatz in Playa de la Moza
… fescher Surfer

Guira Cuckoo (Guirakuckuck)

Schöne Flechten

Überall kann Schaum beobachtet werden, was aber ein natürliches Phänomen ist, das durch Algen und Wind/Wellen verursacht wird. Diese Algen, auch Schaumalge genannt, produzieren Stoffe, die Luftbläschen stabilisieren und so Schaum entstehen lassen, der an Land gespült wird. Obwohl der Schaum manchmal unangenehm riechen kann und halt unschön aussieht, ist er nicht schädlich und ein Zeichen für ein produktives Meeresökosystem.

Heute sind wir gemütlich zur Grenze Uruguay – Brasilien in Chuy gefahren. Die Ausfahrt aus Uruguay war wie immer sehr einfach und der Übertritt nach Brasilien einer der einfachsten, den wir bisher hatten. Die Zollbeamten waren sehr freundlich und hilfsbereit. Da wir kein Portugiesisch reden, haben sie mit uns perfekt Englisch gesprochen. Was für ein angenehmes Ankommen in einem neuen Land.

Danach ging es zum Einkaufen in das Einkaufszentrum „Londres“ in Chuí. Interessant war der Wachtturm auf dem Parkplatz, heute war er aber nicht besetzt, deshalb blieb Norbert im Auto. Anschliessend fuhren wir weiter auf die Pousada Paraiso Beira Mar in Barra do Chuí, wo wir einen schönen Platz für die Nacht gefunden haben. Der schöne Strand lädt zum Spaziergang ein.

… man beachte den Wachturm im Hintergrund
In der Pousada Paraiso Beira Mar in Barra do Chuí
Spaziergang durch das Dorf Barra do Chuí und am Strand entlang

Kilometerweiter Sandstrand
Grenze zu Uruguay

Morgen geht es weiter, der Küste entlang.

29.07. – 30.07.2025: Vom Nationalpark Santa Teresa nach Brasilien – tudo bem!

2 Gedanken zu „29.07. – 30.07.2025: Vom Nationalpark Santa Teresa nach Brasilien – tudo bem!

  • August 2, 2025 um 4:06 p.m. Uhr
    Permalink

    Wunderschön und so farbenfroh ein toller Blog und beruhigende Grenzübergänge schätzt man bestimmt sehr , danke dass ich euch wieder begleiten darf es ist richtig aufregend , ganz liebe Grüsse Mams.

    • August 3, 2025 um 8:04 p.m. Uhr
      Permalink

      Hallo Mams, danke – die Grenzübergänge waren einfach sehr entspannt. Wir sind froh, dass wir Dich dabeihaben

Die Kommentare sind geschlossen.