Karte mit unserer aktuellen Route

Seit Coyhaique ist der Regen unser regelmässiger Begleiter – so richtig herbstlich eben. Regen, Niesel, bewölkt, Sonne – und abwechseln. Ab Coyhaique sind die Strassen wieder eher Teer (nicht immer ganz klar, da an vielen Stellen der Teer weggebrochen oder die Schlaglöcher breiter als der Teer ist).

Von Coyhaique sind wir nach Puerto Cisnes, einem kleinen Fischerdorf gefahren, wo wir Boondocking machten, d.h. wir stellen uns irgendwo an den Strassenrand, verdunktelten die Fenster und haben eine ruhige Nacht verbracht.

Puerto Cisnes

In den letzten Tagen haben wir nebst Gedenkstädten für Gauchito Gil solche für San Sebastian angetroffen. Der Heilige Sebastian war ein römischer Soldat und Märtyrer, der in der katholischen und orthodoxen Kirche verehrt wird. Er wird besonders als Schutzheiliger gegen Pest und andere Seuchen verehrt.

Gedenkstädte des Heiligen San Sebastian

Am Morgen haben wir uns den Pass, der wieder nicht geteert ist, vorgenommen. Er hat unzählige Haarnadelkurven und teilweise sehr enge Passagen. Fast unvorstellbar, dass dies eine Hauptverkehrsachse, auch für alle LKWs ist.

Die vielen Haarnadelkurven

Im Nationalpark Queeulat haben wir eine kurze Wanderung zum Mirador Ventisquero Colgante, dem Hängegletscher gemacht. Leider war die grösse Wanderung gesperrt, da der Weg erneuert wird.

Der Hängegletscher
Im Regenwald
Vogel pickt die Samen vom Fruchtstand des Mammutblattes

Anschliessend haben wir noch eine kurze Fahrt durch das von Sudetendeutschen gegründete Dorf Puyuhuapi gemacht. Noch einige Strassennamen erinnern an die Gründungszeit.

Puyuhuapi

Denkmal zu Ehren des Diktators Pinochet, der die Carretera Austral bauen lies

Da der Wetterbericht starker Regen voraussagte, haben wir uns entschlossen, am Lago Yelcho, auf dem Campingplatz im Wald des Hotel Yelcho, zwei Nächte zu verbringen.

Und immer wieder eindrückliche Brückenbauwerke

Am Lago Yelcho

Blick auf den Regenwald

Wir planten, am 21.4. auf das Archipel Chiloé überzusetzen, und zwar von Chaitén aus. Dort gibt es eine Fähre, die in rund 6 Stunden nach Castro fährt. Wir haben uns am Vormittag Chaitén angesehen, das eine ganz besondere Geschichte hat: am 12. Mai 2008 brach der Vulkan Chaitén aus und grosse Teile der Stadt durch einen Lahar (Schlamm- und Schuttstrom) überschwemmt. Der durch die Stadt fliessende Fluss Rio Blanco bahnte sich anschliessend ein neues Bett, was weitere Zerstörungen mit sich brachte. Angesichts der Zerstörungen und andauernder vulkanischer Aktivität hatte die Regierung 2009 die Aufgabe der Stadt und den Aufbau eines neuen Chaitén an der Küste 10 km weiter im Norden beschlossen. Inzwischen ist Chaitén aber am ursprünglichen Ort zum Teil wiedererrichtet worden, weil sich die Leute weigerten, ihren alten Ort zu verlassen und auch nicht alles zerstört wurde.

Chaitén

Die Leute befreiten die Stadt von Schutt und Asche

Hat wohl den Vulkanausbruch überlebt

Im Camping Los Arrayanes, der direkt am Golf von Corcovado liegt, haben wir zwei schöne Tage verbracht. Am Morgen und am Abend kamen Delphine vorbei.

Campingplatz Los Arrayanes

Und unsere Delphine

Eine der Fähren vor einem Vulkanpegel

Am Ostersonntag sind wir auf das Archipel Chiloé übergesetzt – hierzu gibt es nach unserem Chiloé-Aufenthalt einen weiteren Beitrag. Seit 1. April fährt die Fähre nur noch einmal die Woche am Sonntag – so war unsere Planung schon mal gegeben.

14.04. – 20.04.2025: Weniger durchgerüttelt auf der Carretera Austral – Teil 2

2 Gedanken zu „14.04. – 20.04.2025: Weniger durchgerüttelt auf der Carretera Austral – Teil 2

  • April 23, 2025 um 6:38 p.m. Uhr
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    Liebe Claudia lieber Norbert- sehr schöne Bilder vom Gletschern, Delphinen …. ich hoffe Ihr habt einen schönen Aufenthalt auf der Insel …. viele Grüße Hildegard

    • April 23, 2025 um 10:43 p.m. Uhr
      Permalink

      Herzlichen Dank liebe Hildegard

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