- Teil 1 von Ushuaia bis und mit Falklands
- Teil 2 South Georgia, South Orkney und South Shetland Islands
- Teil 3 Antarctic Peninsula und Antarctic Circle
Und plötzlich kam es ganz anders …: Ganz zu Beginn hat uns der Captain Ernesto und die Expeditionsleiterin Pipa informiert, dass alles geändert werden kann, wenn Wetter, Gesundheitszustand von Gästen und Crew es notwendig machen. Und dieser Fall trat nun ein.
Wir waren auf dem Weg Richtung südlicher Polarkreis, als das Schiff plötzlich abdrehte und wir kurz darauf zu einer dringenden Information eingeladen wurden; da auch Captain Ernesto anwesend war, konnte es nichts Gutes bedeuten. Er erklärte, dass ein Crew-Mitglied lebensgefährlich erkrankt sei und deshalb eine Evakuation vorbereitet werden müsse. Der Patient müsse raschmöglichst in ein Krankenhaus geflogen werden. So sind wir über 200 Seemeilen nach South Georgia zu den King George Inseln zurückgefahren, wo es einen kleinen Flugplatz für Flugzeuge von Puntas Arenas gibt. Am Samstag, 8. März wurde der Patient auf einer Liege im Zodiac nach King George gebracht, begleitet von einem Ärzteteam aus Chile (Puntas Arenas), unserer Ärztin sowie einer Intensiv-Krankenschwester. Von da konnte er nach Puntas Arenas ausgeflogen werden und wir setzten unsere Reise fort (inzwischen geht es dem Patienten wieder besser).
Wie wir auf die Evakuierung gewartet haben, durften wir ausnahmsweise auf King George Island anlanden (unserem russischen Guide Sasha sei Dank) und die Russisch-Orthodoxe Kirche der Forschungsstation von Russland besuchen.



Nach erfolgreicher Evakuation fuhr das Schiff mit voller Leistung Richtung Polarkreis. Am 10. März haben wir den Polarkreis von 66°33‘47“ Süd überfahren – schon ein besonderes Erlebnis.


Die Eisberge und Eisbrocken wurden mehr und es wurde auch schon auf dem Weg zum Polarkreis immer kälter. Wir waren froh, auf weitere Schichten Thermounterwäsche zurückgreifen zu können.






Neben den Eisbergen ragte Edinburgh Hill, ein 120 m hoher und markanter Hügel vulkanischen Ursprungs aus dem Wasser. Er bildet die Nordseite der Einfahrt zur Moon Bay. Mit Zodiacs haben wir diese eindrückliche Formation umrundet.




Ganz ohne Schaden blieben diese Ausfahrten nicht. Bei einer Fahrt riss eine spitzige Eisscholle in Loch in unserem Zodiac. Da diese Boote aber mit einem Dreikammer-System ausgestattet sind, konnte nichts passieren, ausser dass wir alle etwas enger zusammenrücken und die Mechaniker das Loch flicken mussten.


Die Ausflüge zwischen den Eisbergen waren einfach wunderbar. Was wir uns nie erträumt hatten, waren die vielen Begegnungen mit Humpbacks (Buckelwalen) und Orkas (Killerwale), wenigen Minke Whales (Zwergwal), Fin Whale (Finnwal).









Nebst den vielen Walbeobachtungen sahen wir noch die 7. Pinguin-Art, den Adelie-Penguin (Adeliepinguin).





Damit nicht genug – drei weitere Robbenarten konnten wir bestaunen: Weddell Seal (Weddel Robbe), Crabeater Seal (Krabbenfresser-Robbe) und die Leopard Seal (Leopard-Robbe). Diese Robbenart ernährt sich von Pinguinen und anderen Robben. Wir konnten beobachten, wie eine Leopard-Robbe einen Adeliepinguin jagte. Sie hat erst mal mit ihm „Katz und Maus“ gespielt, d.h. immer wieder losschwimmen lassen, bis sie ihn zu Tode biss. Da die Robbe nur das Brustfleisch frisst, hat sie den Pinguin so lange hin und her geschlagen, bis sich die Brustpartie löste. Den Rest des Pinguins hat sie im Meer treiben lassen, ganz zur Freude der umherkreisenden Vögel.













Ein besonderes Erlebnis war, auf einer Eisscholle zu stehen – mitten im Polarmeer.


Die Eindrücke und all die Erlebnisse sind fast nicht in Bilder zu fassen. Es ist ein wahrgewordener Traum.
Hallo Ihr Lieben
Es sind einfach gewaltige und eindrückliche Bilder. Was für ein tolles Erlebnis. Ein weiteres Highlight eurer Reise.
Gute Weiterreise
Liebe Grüsse
Dani
Hallo Dani, das ist in der Tat so.
Liebe Grüsse
Claudia