• Teil 1 von Ushuaia bis und mit Falklands
  • Teil 2 South Georgia, South Orkney und South Shetland Islands
  • Teil 3 Antarctic Peninsula und Antarctic Circle

Weiter geht es mit unseren Erlebnissen in South Georgia, South Orkney und South Shetland Islands.

Auf dem weiteren Weg wurden wir immer wieder von den Wandering Albatross (Wanderalbatrosse) begleitet. Es ist der Vogel mit der grössten Flügelspannweite von 2.5 – 3.5 m.

Wandering Albatross (Wanderalbatros)

Ein Wanderalbatross im Grössenvergleich – Flügelspannweite zwischen 2.5 und 3.5 m.

South Georgia (Süd Georgien) war für uns einer der Gründe, weshalb wir die 23 Tage-Reise gebucht haben. In South Georgia gibt es die grossen Königs-Pinguin-Kolonien, die wir gerne sehen wollten.

South Georgia ist sowohl der Name einer einzelnen Insel als auch die Bezeichnung der Inselgruppe, zu der sie gehört. Das Gebiet zählt politisch zum britischen Überseegebiet Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln. Südgeorgien hat keine dauerhafte zivile Bevölkerung aber viele Forschungsstationen unterschiedlicher Nationen.

Grytviken (norwegisch: gryte = Topf, Kessel; vik = Buchtist) ist eine mittlerweile verlassene Walfangstation auf der Insel Südgeorgien. Es war (wie in jeder anderen Walfangstation) eine fabrikähnliche Anlage zum Verarbeiten erlegter Wale zu Tran und anderen Produkten für die Nahrungsmittelindustrie, Kosmetika, etc. Hierfür wird die dicke Speckschicht des Wales „abgeschält“ und ausgekocht.

Grytviken vom Meer her gesehen.
Ester Blick auf die stillgelegte Walfangstation.
Die Zodiacs landen an.
Die Fellrobben haben die Walfangstation fest im Griff.

Kochkessel und Tanks zum Auskochen der Speckschicht.

Die Siedlung war früher Hauptort des britischen Überseegebietes Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln. Heute kann die Walfangstation besichtigt werden, daneben gibt es noch eine kleine Post, eine Kirche (Whalers Church), ein Museum und eben eine Forschungsstation.

Whalers Church
Museum
Postbüro

 Bekannt ist Grytviken auch für die Verbindung zur Biografie von Sir Ernest Shackleton. In Grytviken fand 1916 seine auf Elephant Island begonnene abenteuerliche Reise nach dem Scheitern der Endurance-Expedition (https://de.wikipedia.org/wiki/Endurance-Expedition)  ihr glückliches Ende. 1922 wurde Shackleton auf dem Friedhof Grytvikens begraben, nachdem er zu Beginn einer weiteren Expedition gestorben war. Zu Ehren von Shackleton haben wir mit William, einer unserer Guides und Shackleton-Fan, mit einem Shackleton-Whisky auf Shackeltons Leistungen angestossen, v.a. die Rettung seiner Endurance-Mannschaft. 2011 wurde neben dem Grab von Shackleton der 1939 in Südafrika gestorbene Polarforscher Frank Wild, die rechte Hand von Shackleton in der Endurance-Expedition), bestattet.

Ein Shackleton-Whisky natürlich

Zum Wohl Sir Shackleton – Will in seinem Element

Südgeorgien gilt als eines der wichtigsten Brutgebiete des King Pinguins (Königspinguine). Es wird geschätzt, dass dort etwa 450‘000 Königspinguine dieser Art leben.

Die Königspinguine wollten sich das Anlanden der Zodiacs nicht entgehen lassen

Königspinguine überall – ein einmaliger Anblick

Kolonie mit 150’000 Pinguinen in St. Andrews Bay
Hinter uns die riesige Kolonie der Königspinguine (und ja – es ist kalt und nein – wir haben nicht so zugenommen, wie es den Anschein macht).

Junger Königspinguin kurz vor Abschluss der Mauser

Die Südlichen Orkneyinseln sind mit nur 478 Sonnenstunden im Jahresdurchschnitt das sonnenärmste Gebiet der Erde – aber auch hier hatten wir grosses Wetterglück und einen Tag mit viel Sonne erlebt.

Die Südlichen Shetlandinseln ist eine weitere Inselgruppe nördlich der antarktischen Halbinsel. Die Hauptinsel ist die King George Island, mit vielen Forschungsstationen unterschiedlicher Länder. Auf dem Weg zu diesen Südlichen Shetlandinseln sahen wir die ersten grossen Eisberge.

Südgeorgien, die Südlichen Orkneyinseln und Shetlandinseln sind einmalige Tierparadiese. Der Bestand an Makkaronis (Goldschopfpinguine) wird auf rund fünf Millionen Exemplare geschätzt. Neben den Makkaronis haben wir auch Gentoos (Eselspinguine) und Ginstraps (Zügelpinguine) gesehen. Daneben bevölkern Vögel, Fellrobben und See-Elefanten die Strände und Hänge. Auffallend waren auch die Giant Petrels (Riesensturmvögel). Sie können sehr schlecht starten und es sieht immer aus, als ob sie auf dem Wasser erstmal rennen müssen, um Anlauf zu nehmen. Als Aasfresser sind auch die Vögel, die sofort zur Stelle sind, wenn ein Tier verendet ist.

Eisberg mit Ginstraps (Zügelpinguin)

Die Fellrobben haben nach aussen liegende Ohren
Mutter mit säugendem Baby

Die Robbe war sauer, wir kamen ihr und dem Baby wohl zu nahe.

Wenn es juckt, wird gekratzt
Weg da ….
Snowy sheathbill (Weissgesicht-Scheidenschnabel)
Gian Petrel (Riesensturmvogel)
Irgendwann komme ich doch wohl in die Luft …

Riesensturmvogel – selten Färbung

Yep – da hat der Kadaver doch gemundet
Elephant Seals (See Elefanten)

Beach Master (er ist der Chef am Strand)
Weiblicher See-Elefant
Gentoo (Eselspinguine – sie hören sich an wie Esel, die schreien)
Makkaroni (Goldshopf Pinguine) auf Nahrungssuche

Makkaroni (Goldshopf Pinguine) – ein Bad wäre mal wieder angesagt

Ginstrap (Zügelpinguin)

Leider hat inzwischen der hochansteckende Vogelgrippevirus H5N1 hat die Antarktis erreicht. Millionen Seevögel und Robben sind bedroht. Viele Robben zeigen Symptome, welche u.a. durch die blaue Verfärbung der Augen sichtbar ist oder unnatürliches nach hinten Beugen des Kopfes.

Diese Robbe wurde mit dem Vogelgrippe-Virus angesteckt (blaue Augen)

Wir hatten enormes Wetterglück. Bis einmal konnten wir jeden geplanten Ausflug durchführen, ausser auf Elephant Island. Die Sonne lachte vom Himmel, aber der Wellengang war einfach zu stark. Plan wäre gewesen, auf Point Wild mit den Zodiacs anzulegen, um den Platz anzusehen, auf welchem die 22 Männer der Endurance während 4.5 Monate auf Rettung warteten. Shackleton, sein Freund Frank Wild und 5 seiner Männer segelten/wanderten zurück nach South Georgia, um Hilfe zu holen. Endlich im August 1916 erreichte das Chilenische Schiff «Yelcho» mit Captian Luis Pardo Villalón und Shackleton sowie Wild an Bord die verbleibenden 22 Männer auf Point Wild. Zu Ehren von Captain Luis Pardo Villalónn wurde eine Bronze-Büste aufgestellt. Diese konnten wir bei mit einer heissen Schokolade mit Rum und Schlagrahm von Deck aus bewundern.

Prost – heisse Schoggi (mit Rum) mundet köstlich

Büste von Captain Luis Pardo Villalón auf Point Wild
21.02. – 14.03.2025: Ein Traum wird wahr – 23 Tage Antarktis – faszinierende Landschaften mit einmaliger Flora und Fauna auf dem 7. Kontinent – Teil 2