Da wir drei Wochen in der Antarktis, also auf dem 7. Kontinent, unterwegs waren und über 10‘000 Fotos geschossen haben, kamen wir zum Schluss, diese Traumreise in drei Teile zu unterteilen.
Unsere Reise führte uns von Ushuaia
- In die Falklands oder las Malvinas inkl. Hauptstadt Port Stanley
- South Georgia (Süd Georgien) inkl. Hauptstadt Grytviken
- South Orkney Islands (Süd Orkney Inseln)
- South Shetland Islands (Süd Shetland-Inseln)
- Antarctic Peninsula (Antarktische Halbinsel)
- Antarctic Circle (Antarktischer Polarkreis) – 66°33′47.5″ Süd
- Via Drake Passage zurück nach Ushuaia

Die drei Teile im Blog sind aufgeteilt in:
- Teil 1 von Ushuaia bis und mit Falklands
- Teil 2 South Georgia, South Orkney und South Shetland Islands
- Teil 3 Antarctic Peninsula und Antarctic Circle
Gemäss Wikipedia gilt die Antarktis als 7. Kontinent.

Die Encyclopædia Britannica definiert den Begriff „Continent“ als „eine grössere zusammenhängenden Landmasse“ und benennt als solche der Grösse nach geordnet Asien, Afrika, Nordamerika, Südamerika, Antarktika, Europa und Australien. Die Antarktis gehört niemandem, auch wenn verschiedene Länder Besitzansprüche erheben, Chile, Argentinien, Frankreich, Neuseeland, Norwegen und Grossbritannien. 1959 wurde der Antarktis-Vertrag (Antarctic Treaty) unterzeichnet; er ist eine internationale Übereinkunft, die festlegt, dass die unbewohnte Antarktis zwischen 60 und 90 Grad südlicher Breite ausschliesslich friedlicher Nutzung, besonders der wissenschaftlichen Forschung, vorbehalten bleibt. Wenn wir so die Forschungsstationen betrachten, fällt es uns nicht immer einfach zu glauben, ob es wirklich nur zur friedlichen Nutzung ist. So durften wir keinesfalls ein Foto machen, wo man z.B. die „Forschungsstation“ von Russland oder China sieht.
Von Ushuaia Falklands oder las Malvinas inkl. Hauptstadt Port Stanley
Am 21. Februar sind wir auf unsere Antarktis-Reise aufgebrochen und haben am späteren Nachmittag auf der Hondius- Expeditionsschiff von Oceanwide Expedition – eingecheckt. Vorher haben wir unser Wohnmobil noch an einem sicheren, überwachten Platz gefahren, der uns von der Reiseagentur Wayfinder zur Verfügung gestellt wurde.
Im Vergleich zu den herkömmlichen Kreuzfahrtschiffen mit über 1‘000 Personen an Bord hat unser Schiff lediglich 137 Passagiere. Wäre das Schiff grösser (>500 Personen) dürfte es in der Antarktis gar nicht in die Buchten einfahren. Die Kabinen – wir hatten eine sehr schöne Kabine mit zwei grossen Fenstern – waren schön und geräumig. Die Schiffscrew war sehr kompetent und zuvorkommend. Die Expeditions-Leitern Pipa war enorm erfahren. Zusammen mit dem Captain und dem Expeditions-Team hat Pipa immer geniale Ausflüge vorbereitet, die sie je nach Wetter und Wellen, mehrmals anpassen musste.




Es gab einige Tage, wo wir nur auf dem gefahren sind. Damit keine Langeweile aufkam gab es Vorträge, z.B. über Abenteurer (Ernest Shackleton und sein Schiff Endurance, Robert Falcon Scott, Roald Amundsen und einigen mehr), die verschiedenen Tiere (Albatrosse, Wale, Pinguine, Krill – eine Art Mini-Garnelen), Geschichtliche Aspekte zu den Falklands, Antarktis, South Giorgia und vieles Mehr. Am meisten beeindruckt hatte uns die Information über die Nahrungskette in der Antarktis – die immer mit Krill beginnt. Im Antarktischen Ökosystem kommt dem Krill die zentrale Schlüsselstellung zu. Er ist die schier unerschöpfliche Nahrungsquelle in den kalten Gewässern. Besonders Wale, Pinguine, Seevögel, Robben aber auch Schwarmfische wie Heringe, Makrelen oder Thunfische ernähren sich vom Antarktischen Krill. Leider ist aber aktuell das grosse Rennen mit Super-Trawlern um den Krill ausgebrochen, somit wird die weitere Existenz von allen Tieren gefährdet. Krill soll reich an Omega-3-Fettsäuren.


New Islands und Port Stanley auf Falklands
Die Falklandinseln (Las Malvinas) sind eine Inselgruppe im südlichen Atlantik. Die Falklandinseln sind ein britisches Überseegebiet mit innerer Autonomie. Das Vereinigte Königreich übernimmt Verteidigung und Aussenpolitik. Seit 1833 werden sie von Argentinien beansprucht. 1982 führte die Auseinandersetzung zum Falklandkrieg zwischen dem Vereinigten Königreich und Argentinien. Auf den Falklands leben rund 3‘000 Personen und ca. 1‘700 fest stationierte Soldaten. Die meisten Einwohner leben in Port Stanley, der Hauptstadt.
In New Islands haben wir unsere erste Anlandung mit den Zodiacs gemacht. Wir waren alle ziemlich nervös, aber es hat gut geklappt. Die Instruktionen waren klar: nur mit Seemannsgriff mit Guide und Crewmitglied an der Shell Door (schwere Türen im unteren Teil des Schiffes, wo wir in die resp. aus den Zodiacs steigen konnten) zum Ein- oder Aussteigen. Und immer hiess es auch „Sit and Slide“, d.h. sofort hinsetzen und dann zum Platz auf dem Zodiac rutschen, nicht aufstehen und rummarschieren.




New Island hat grosse Kolonien von Black Browed Albatross (Schwarzbrauen-Albatros). Sie sind mit einer Spannweite von 210 – 250 cm nicht die grössten Vertreter aus der Familie der Albatrosse (der Great Albatross/Grosser Albatross hat eine Spannweite bis zum 350 cm). Daneben gab es Felsenpinguine, Karakaras, Enten, Kormorane und vieles zu sehen.
































Als weiterer Landpunkt konnten wir uns die Hauptstadt der Falklands ansehen, Port Stanley. In Gedenken an die gefallen Soldaten (Falkland-Krieg 2. Apr. 1982 – 14. Juni 1982) wurde der Memorial Wood geschaffen.
Port Stanley oder Stanley ist eine Hafenstadt und hat rund 2‘500 Einwohner. In der Stadt gibt es u. a. eine Schule, einen Supermarkt, eine Gin-Destillerie, eine Brauerei, eine Kathedrale, ein Krankenhaus, eine Bibliothek und einige Touristenshops.

















Sehr eindrückliche Bilder ihr Lieben. Erstaunlich, dass zu einer so umfassenden Kreuzfahrt noch so gute Kabinen verfügbar waren. War das Schiff nicht ausgebucht?
Unsere argentinische lokale Reiseleiter haben immer ein Unverständnis ausgedrückt, dass die Falkland Island nicht zu Argentinien gehören.
Ich freue mich auf die weiteren Blogs.
Hallo lieber Dani
Danke für deinen Kommentar. Das Schiff war nicht ausgebucht – 180 Passagiere ist Max, wir waren 137, was super war.
Js, das Thema Malvinas ist sehr emotional und es gibt unterschiedliche Auslegungen der historischen Fakten.
Liebe Grüsse
Claudia
Hallo ihr Lieben, Vielen Dank für diesen spannenden Blog , und dass wir uns noch auf weitere mega interessante Blogs freuen dürfen, ich war erstaunt über diese grosszügige , luxuriöse Kabine , diese Reise in die Antarktis wird unvergesslich sein , ich wünsche euch eine tolle Fortsetzung eurer Reise mit der Askja und wünsche euch viel Glück und schöne unvergessliche Erlebnisse, herzliche Grüsse Mams
Hallo Mams,
sehr gerne. Die Kabine war wirklich toll und wir waren auch froh, denn gerade bei stürmischer See war es doch angenehm, etwas zu sehen und Platz zu haben.
Liebe Grüsse und Kuss
Claudia