Da wir zu einer einmaligen Besichtigung der Bodega und Farm „Ojo de Agua“ von Dieter Meier (Yello) eingeladen sind (von wem verraten wir im nächsten Blog) haben wir uns entschieden, einmal quer durch die Pampa von Uruguay nach Argentinien zu rauschen.
Unser letzter Stellplatz in Uruguay nach dem Paraiso Suizo war eine weitere Schweizer Kolonie «Nueva Helvecia». Dort hatten wir beim Hotel Granja Suizo einen schönen Platz gefunden. Im Hotel können zwar noch Zimmer mit Frühstück gebucht werden, doch das Restaurant wurde seit der Pandemie nicht mehr eröffnet.









Am nächsten Tag ging es über die Grenze in nach Argentinien. Der Grenzübertritt in Fray Bentos verlief (eigentlich) sehr rasch und gut, die Grenzbeamten waren sehr hilfsbereit und freundlich, wenn da dieser A… mit Ohren von der Lebensmittelkontrolle nicht gewesen wäre. Alle hatten uns erzählt, dass wir uns keine Sorgen machen sollen, da gäbe es nie Kontrollen. Eigentlich ist es nicht erlaubt, Fleisch und Milchprodukte von Uruguay nach Argentinien einzuführen (wir hatten uns noch überlegt, ob wir vielleicht das eine oder andere kurzzeitig wegpacken sollten). Aber es kam anders – plötzlich kam ein Typ angerauscht, worauf mir ein Zöllner entsetzt sagte „Der sei neu und würde alles sehr gründlich nehmen“, er würde sich jetzt schon für sein Verhalten entschuldigen. Er nahm es gründlich und er war richtig unfreundlich – alles Fleisch im Kühlschrank und Gefrierfach, sowie allen Käse nahm er diebisch grinsend weg und hat nicht ein Wort gesprochen. Als ich ihm dann einen guten Appetit wünschte, ist er wortlos abmarschiert. Na ja – doof, aber was gelernt – künftig vertrauen wir wieder unserem Bauchgefühl.
In Argentinien hatten wir zwei weitere schöne Plätze: der eine in San Antonio de Areco «Club Atlético River Plate Areco» und der andere in Villa Mercedes «Las Toscas». Beides sind Parks, wo die Argentinier Ihre Ferien oder einfach ihre freien Tage verbringen und Spass haben. Sind fünf Familien an fünf unterschiedlichen Tischen am Grillen (Parilla in spanisch), dann stehen da fünf Ghetto-Blaster mit unterschiedlicher Musik. Und keinen stört es – von diesem «Leben und leben lassen könnten wir noch viel lernen».





Die Fahrt von 1’400 km, meist durch die Pampa, war zwar interessant, aber jetzt nicht sehr abwechslungsreich. Die Pampa ist eine weitgehend flache, Graslandschaft im südöstlichen Südamerika, die sich in einem grossen Bogen um den Río de la Plata erstreckt und einen bedeutenden Teil Argentiniens, ganz Uruguay und einen kleinen Teil von Südost-Brasilien einnimmt. Sowohl das Wort Pampa (Quechua, indigen) als auch das Wort Campo (spanisch und portugiesisch) bedeuten „baumlose Ebene“ oder „Feld“. Umgangssprachlich wird die Bezeichnung Pampa häufig statt für die Pampa-Region für die kargen, fast unbesiedelten Hochebenen Patagoniens verwendet und ist in diesem Sinne vergleichbar mit dem Outback Australiens, dem südafrikanischen High Veld oder dem neuseeländischen High Country. Sprichwörtlich steht der Begriff im Deutschen („in der Pampa“) ganz allgemein für „ödes, einsames, abgelegenes oder langweiliges Gebiet“ (Quelle: wikipedia). Die Pampa ist heute einer der am intensivsten genutzten Landwirtschaftsräume Südamerikas: Der argentinische Teil ist das grösste Ackerbaugebiet Südamerikas sowie das Zentrum der Rinderzucht in Argentinien. Die grossen Felder mit Sonnenblumen, Mais und Soja sind beeindruckend.











Heute Nacht stehen wir auf dem kleinen Campingplatz «el Mangrullo» in Mendoza, wo wir gestern von einem ziemlichen Gewitter überrascht wurden. Zum Glück hatten wir unseren Grill noch nicht rausgeräumt. Heute Nachmittag fahren wir in die Bodega Ojo de Agua – wir freuen uns schon. Und ab Sonntag fahren wir dann gemächlich weiter – ob direkt nach Süden oder erst nochmals weiter nördlich entscheiden wir noch nach Lust und Wetter.

Super , wieder einiges erlebt und es ist schon so , dass man sich vermehrt auf das Bauchgefühl vertrauen muss , danke für den interessanten Blog , wünsche euch einen schönen Abend und zuerst Nachmittag
(16,15 ) GUTE FAHRT und tolle Erlebnisse Kuss Mams
Danke Mams, ja mit dem Zeitunterschied kämpfe ich noch etwas.
Liebs Grüessli
Da habt ihr eine sehr lange Strecke hinter Euch gebracht. Hättet ihr ohne Verspätung von Askja mehr Zeit dafür aufgewendet?
Einmal mehr habt ihr sehr schöne Fotos mit uns geteilt. Bemerkenswert, wie komplett anders die Landschaft aussieht, gerade auch bezüglich Farben, obschon die Vegetation uns Europäern bekannt erscheint.
Ich wünsche weiterhin viel Genuss!
Liebe Grüsse Felizitas
Hallo liebe Felizitas
ha – wir wären dann vermutlich gar nicht nach Mendoza gefahren sondern direkt Richtung Süden – aber so war es noch besser. Nächster Blog kommt dann morgen mit noch schönerer Landschaft.
Liebe Grüsse
Claudia