Nach einer ruhigen, erholsamen Nacht sind wir heute nach Essaouira gefahren – aber nicht auf direktem Weg. Wir haben die regenfreie Zeit genutzt und sind gemütlich die N1 (Nationalstrasse. was aber nicht gleichzusetzen ist mit sehr gute Strasse, ohne Strassenschäden 😉 – auch hier ist es mit dem Asphalt finden ab und zu ein Suchspiel) bis Imsouane gefahren.
Die Küstenstrasse bietet immer wieder Fotomotive. Zum einen ist die Küste mit der fantastischen Brandung ein Stop wert.



Zum anderen können plötzlich Dromedar-Herden in den Sanddünen entgegenkommen, was in sich ein Bild ist: Wer von uns hat schon Wüstenschiffe mit Brandung im Hintergrund gesehen?



Auch hier finden sich entlang der Küste immer wieder Fischerleute in einfachsten (oder eher primitiven) Behausungen.

Vorher mussten wir aber noch in Tamri Zwischenstopp einlegen. Hier gibt es köstliche kleinen Bananen, die in Bananen-Hainen in der Bucht wachsen. Ich habe ein Kilo gekauft, durfte aber erst noch eine Banane Probe essen – sie ist süss und schmeckt so, wie eben eine Banane schmecken sollte. Am liebsten hätte ich noch viel mehr gekauft, aber sie sind ja leider nicht ewig haltbar.

So sind wir die N1 entlang gefahren – und haben die wilde und schöne Landschaft bewundert.

Irgendwann sind wir von der N1 auf eine Nebenstrasse nach Imsouane abgebogen. Imsouane ist eines von vielen Wellensurf-Paradiesen. Dies spricht uns normalerweise nicht so an, da es doch eine spezielle Lebensweise darstellt. Unsere Erfahrungen, die wir bisher mit solchen Orten gesammelt haben heisst: ziemlich abgewrackte Wohnmobile, Zelte, ziemlich viel Dreck und ein „In-den-Tag-Hineinleben“.





Was es uns besonders angetan hat, war der Fischerhafen mit den typischen blauen Booten. Leider hat es nun zwischenzeitlich wieder zur regnen begonnen und es sollte heute nicht mehr aufhören.


Heute kamen wir wieder in ein Arganbaum-Gebiet und erneut sahen wir hier, dass die Ziegen an den Bäume wachsen. Und – auch Dormedare liegen wohl die Blätter des Argan-Baums.




Wir entschieden uns dann auch, doch noch etwas Argan-Öl zu kaufen um wenigsten mitreden zu können, ob es wirklich das ultimative Öl ist. Es wurden uns noch viele andere Produkte wie Seife, Shampoo, Handcrème, etc. angeboten. Aber Speise-Öl (darf nicht heiss gemacht werden), hat uns gereicht. Zum Dank durften wir sogar eine Dame fotografieren, die etwas lustlos die Mandeln aus den Nüssen rausgeklopft hat. Ist ja auch ein sehr langweiliger Job und nie vergessen, den Daumen richtig zu platzieren, sonst tut es weh.

Wir sind über eine kleine Piste wieder zurück auf die N1 und weiter nach Sidi Kaouki gefahren – was uns auch wieder über eine kleine Strasse von der N1 weg dahin brachte. Da es aber nur regnete, war irgendwo alles nicht so prickelnd. Der Strand wäre bestimmt schön gewesen – aber so richtig „agmacht“ hat es uns nicht. So sind wir dann weiter Richtung Essaouira gefahren.

Und endlich habe ich auf dem Weg mal Kühe gesehen. Wir sahen Schafe, Ziegen, Dromedare, Esel – aber nie Kühe, obschon wir davon ja Fleisch kaufen können. Schweine gibt es übrigens hier in Marokko nur ganz selten, da der Moslem kein Schweinefleisch isst. Trotzdem gibt es z.B. in der Nähe von Agadir eine Schweinezucht. Dies aber v.a. wegen den Touristen, die halt mal ein Kotelett oder eine Fleischwurst wollen. So folgt man hier pragmatisch dem Bedürfnis von Kunden 😉.

Vor dem Abschluss des heutigen Tages sind wir erst mal noch in das Stadtzentrum von Essaouira gefahren um zusehen, wo es Parkmöglichkeiten für die Stadtbesichtigung gibt. Danach haben wir uns einen Camping-Platz „Le Calme“ rund 26 km ausserhalb herausgesucht und diesen auf dem Navi eingegeben. Und voilà – unser Navi ist heute wieder der Tatsache bewiesen „eine Abkürzung ist die längstmögliche Verbindung zwischen zwei Punkten“. Es hat uns von der N1 runtergelotst und via einsame Pisten wieder auf die N1 geführt. Nein – es war nicht schneller, im Gegenteil. Aber wir hatten mind. volle Aufmerksamkeit (wobei wir nicht wussten, ob die Blicke von den Personen, die zufälligerweise auch à Piedes oder per Fahrrad die Strecke nahmen, Bewunderung oder Mitleid für uns ausdrückten).

Nun gut – wir sind dann nach endlosen 26 km auch auf dem Camping-Platz angekommen. Nur – dieser Platz fanden wir nun gar nicht erhebend, obschon er bestens bewertet war. So haben wir gedreht und beschlossen, wir fahren zurück und stellen uns auf den Platz, der am Nächsten an Essaouira liegt. Er ist nicht die Wucht – aber nur zum was im Auto kochen und schlafen reicht es allemal.

Und – was glaubt Ihr, wer bereits da war: jawohl unsere tollen Aargauer mit dem MAN und dem Mercedes. Cool – vor Beginn des nächsten Regenschuttes einen kurzen Schwatz und dann nix wie fix Verziehen ins Auto.

Wir haben es uns gemütlich gemacht, Apéro getrunken und dann ein Risotto gekocht.
Morgen sehen wir uns Essaouira an – in de Hoffnung, dass es nicht regnet.
Die Bilder des Tages in einer Galerie:



















Ja, das wünsch ich euch auch ,dass ihr ohne Regen ☔️ den Tag erleben könnt .Wieder ein mega Blog ich hoffe dass ihr wieder eine gute erholsame Nacht habt, ihr werdet ja von den Aargauer bewacht also ist alles ok.tschüss meine Lieben, schlaft gut
Hallo liebe Mams, heute sieht es gut aus – und wir hatten auch gut geschlafen.
En schöne Tag und ❤️