Also – gemäss Ahmed, dem Verwalter auf unserem Campingplatz in Sidi Wassay, hätte es heute Morgen strahlend blauer Himmel und Sonne haben sollen. Tja – wo immer dieses Wetter war – nicht am Sidi Wassay Beach. Wir haben in strömendem Regen eingepackt.
Dazwischen mussten wir noch einen wenige Tage alten Hundewelpen die ganze Zeit verscheuchen, der immer zwischen unseren Füssen rumlief und sich genau zwischen die Reifen legte. Somit war dann auch klar, woher das Fiepen heute Morgen kam – der kleine Hund hatte sich bei uns unter das Auto gelegt. Irgendwann erschien dann mal seine Mutter, die war aber wenig interessiert an ihm und liess ihn bei uns. Die Nachbarn aus Holland meinten, wir sollten das kleine Tier doch mitnehmen – ihr Hund wäre auch aus Marokko. Probleme können wir uns auch anders aufladen – und wir (also Adi und Conny) haben doch den besten Hund in der Schweiz, Andra. Da braucht es keinen so kleinen Wuschel, auch wenn er härzig war.
Also – zurück zum Regen: wir haben Tisch, Stühle und Grill eingepackt und waren danach tratsch nass. Und als wir so fertig waren, allen Sand abgespült und auch uns wieder etwas zurecht gemacht hatten, liess der Regen nach.
So sind wir dann los in den Nationalpark von Sidi Wassay. In diesem grosse Naturschutzreservat gibt es wunderbare Vögel. In einem Bereich sind auch Strausse und Antilopen wieder eingesetzt worden. Diese sind aber sehr scheu und selten zu sehen. Wir haben uns für eine Vogeltour entschieden.

Am Sonntag wollten wir schon dahin und haben Reissaus genommen, weil wieder einer der selbsternannten Guides auf uns zugestürmt kam und uns zugetextet hat. Wir dürften ab hier nicht mehr weiterfahren ohne Guide, wir müssten ihn ins Auto nehmen, damit er uns alles zeigen könne. Der war uns so was von unsympathisch, dass wir einfach umgedreht haben. Heute stand er wieder da – wir sind dann um ihn rumgefahren und haben ihn perplex stehen lassen. Wir wollten zu einem offiziellen Parkplatz, den wir in der Karte hatten. Auf dem Parkplatz angekommen, kamen wieder offizielle Führer auf uns zu und sagten, sie würden für die Kooperative arbeiten und wir müssen einen von ihnen nehmen, um in den Park hineingehen zu können.
Also seid heute ist für uns das Wort „Kooperative“ definitiv ein Unwort. Dieses Wort steht für Geldmaschinerie von irgendwelchen Drahtziehern und kleinen Lichtern, welche die Arbeit machen müssen. Sei es für Arganöl, Marmelade oder eben nun die Guides. Aber Wurst – wir haben ihn genommen und er ist mit uns für 200 DH = CHF 20.00 gut anderthalb Stunden rumgelaufen und wir haben einige Vögel gesehen und die Natur genossen.

Wilder Fenchel en Masse – ist aber nicht essbar.



Die Vögel haben bestimmt Namen (er hat sie uns auch gesagt – nur wir können uns nicht daran erinnern). Nennen wir sie also: herzige Marokko-Piepser 🤓 und überlassen den Ornithologen die Bestimmung.









Auf dem Weg hat er uns erzählt, dass heute Mohamed’s Geburtstag sei, dass dieser in den Familien und in der Moschee gefeiert würde. Und dass es heute und morgen (dieser Geburi wird zwei Tage gefeiert, d.h. es wird viel, ganz viel gegessen) natürlich keinen Alkohol zu kaufen gäbe, da dies ja im Islam nicht erlaubt sei (fragte ihn, ob wohl der Alkohol-Shop in Agadir geöffnet sei). Der selbe Herr fragte uns dann nach der Tour, ob wir ihm noch eine Flasche Rotwein geben könnten, weil ja eben heute ein grosses Fest zu Ehren Mohammed sei und sie gerne an diesem Anlass eine Flasche Win trinken würden. Wir dachten, wir würden nicht richtig hören – haben ihm natürlich nichts gegeben.
Und es musste noch ein Foto her – erst mit seinem Handy und dann mit unserer Kamera. Das wichtigste für unseren Guide – er wollte neben Askja auf dem Foto sein – wir waren weniger wichtig. So ein scheinheiliger Schlingel.

Danach sind wir nach Agadir gefahren – eben auf der Suche nach Alkohol, da unsere Apéro-Vorräte langsam zu neige gehen. Aber weder im Atacadão noch im Carrefour waren wir efolgreich- dafür haben wir noch anderes zum Essen und Trinken ergattert. Und – wen haben wir wieder getroffen: die Aargauer-Fraktion aus Döttigen: wir haben uns richtig gefreut, die vier wieder zu sehen (hatten glaub schon etwas Entzug 😉).

Irgendwo hat uns Agadir nicht angesprochen: zum einen liegt es wohl daran, dass die Stadt 1960 bei einem Erdbeben fast vollständig zerstört und wieder neu aufgebaut wurde und somit wenige historische Gebäude vorhanden sind, zum anderen weil es aufgrund des Feiertages enorm viele Leute auf der Strasse hatte.
So sind wir nach dem Einkauf weitergefahren – ca. 25 km ausserhalb Agadir, Richtung Essaouira, haben wir den Camping-Platz „Terre d’Océan“ angefahren und einen traumhaften Platz mit Sicht auf den Atlantik ergattert. Das Witzige ist ja, dass sich Marokko-Reisende immer wieder treffen. So war direkt vor uns auch wieder Wolfgang mit seinem Landcruiser aus Duisburg. Kurzer Schwatz und dann ging es ans Platzsuchen.
Wir mussten uns beeilen, denn wir wollten bei dieser Traumaussicht noch einen gemütlichen Apéro geniessen, ehe wir uns dann ans Kochen gemacht haben.


Es gab heute Fajitas mit Rindfleischstreifen. Ich hatte in Tan-Tan bei einem lokalen Metzger ein Stück Entrecôte gekauft, dass er aber fast bis zur Unkenntlichkeit kleingeschnitten hatte. So haben wir uns entschieden, dies gleich ganz in kleine Streifen zu schneiden – so hatten wir De-Lux-Fajitas.
Morgen fahren nach Essaouira – wir sind gespannt, was uns da erwartet.
Ah ja – die Fotoauswahl ist heute Bescheiden ausgefallen, deshalb keine Galerie 🙄.
Ihr habt wieder einen wunderschönen Platz gewählt, auch einen eindrücklichen Bericht und imposante Fotos . Das sind ganz spezielle Vögel ,wunderschön. War wieder ein erfolgreicher Tag Danke für die spannende Abendlektüre . Genau : ohne Krimi geht die Mimi nie ins Bett aber noch besser nicht Ohne euren Blog . Schlaft gut und morgen wieder einen schönen Tag Kuss Mams
Hallo Mimi eh Mams, gäll – der ist schön. Wir wollten nicht freistehen, da es hier in der Gegend a) verboten ist und wenn man nicht von der Polizei weggejagt wird, gibt es Probleme mit Kriminalität. Das wollen wir nicht. Die Vögel waren sehr schön – halt etwas weit weg. Wir haben prächtig geschlafen – kuss ond en schöne Tag
Sehr schöne Fotos. Werde die Blumen gerne an Andra weitergeben. Das parkieren üben wir dann noch – über mehrere Felder……☺️.
Grüessli Adi
Hihi – unbedingt an Andra weitergeben und ein Knuddel von uns. Ja – müssen wir noch üben, hast dann gleich drei, die es praktizieren können. Wobei – die Parkplätze sind so gross – etwa 5x Aldi in Wohlen – und keiner hält sich an die lustigen Felder. Glaub, die wissen gar nicht, wofür die sind. Wir stehen also vorbildlich .Liebe Grüsse, Claudia