So – heute Morgen haben wir uns zum Ziel gesetzt (ja – auch Norbert), mind. eine Schlange zu sehen. Sind wir doch im Schlangen-Paradies.

Wir sind ab Wegfahrt vom Fort Bou-Jerif auf den ganzen 9 km wachsam gewesen, wie Sperber, habe immer mal wieder angehalten und uns ganz ruhig verhalten. Da müsste doch eine Schlange zu sehen sein – aber nein, nichts, null, nada. Und schön war die Strecke trotzdem – auch beim zweiten Mal.

Die Strecke ist so was von traumhaft – ein botanischer Garten (O-Ton von Jürgen B.) könnte nicht besser sein. So haben wir erneut länger gebraucht für 9 km als eigentlich möglich – aber notwendig ob der schönen Landschaft.

Wir kamen unterwegs an eine Brücke mit einem Schild – was immer uns das sagen soll: „gesperrt“ kann es nicht heissen, „Achtung Wasser“ auch nicht, es war trocken – also Augen zu und durch.

Anschliessend wir wir wieder Richtung Guelmim auf die Teerstrasse abgebogen aber dann eben nicht nach Guelmim, was wir definitiv meiden wollten, sondern nach Sidi-Ifni. Nächstens Ziel war der Lagzira Beach mit den natürlichen Brücken aus Stein (Natural Arches).

Marokko investiert viel Geld in Siedlungen – teilweise werden diese fertig gebaut und Leute ziehen ein, teilweise bleiben sie einfach leer und häufiger ist es der Fall, dass sie nicht fertig gebaut werden.

Wir haben schon so viele Schulen gesehen – aber sie faszinieren uns immer wieder. Fast im Nichts stehen diese bunten Schulgebäude.

Hier können die Mammis wohl ihre Jüngsten abholen.

Es werden auch viele Strassenbauprojekte gemacht – etwas ärgerlich ist, dass kilometerlang alles aufgerissen – aber max. an einigen Metern gearbeitet wird. Was uns schon beeindruckt ist die Einfachheit der Behausungen der Bauarbeiter.

Kurz vor Sidi-Ifni sahen wir in der Ferne wieder zwei uns wohl bekannte Trucks: Josef, Regine, Leo und Lisbeth kamen uns aus Sidi-Ifni entgegen. Und – sofort anhalten und klären, dass bei allen die gestrige Fahrt gut ging. Wir waren schon froh zu sehen, dass alle wohlauf sind – haben wir uns doch etwas Sorgen gemacht.

Dachten wir noch, dass die Haarnadelkurve (siehe Beitrag vom 16.11.) die kritische Stelle war, wurden wir von Josef und Leo informiert, dass es noch schlimmer kam. Die Brücke am Ende hatte eine 1 Meter hohe Stufe. Nicht lustig – da sind die beiden Offroader nicht hochgekommen (wir schon gar nicht). Alles Reinschieben von Unterfahrschutz hätte bei uns nicht geholfen. Sie mussten dann durch das Bachbett durch, wobei auch Leo schon fast aufgesetzt wäre – und er hat doch einiges mehr Bodenfreiheit als wir. Egal – wir haben richtig entschieden – unsere Askja ist ja auch ein Pistenfahrzeug mit Komfort (wie von uns gewünscht) – aber mit tollen Offroad-Qualitäten.

Wir sind dann anschliessend weitergefahren an den Lagzira-Beach. Und haben noch ein paar Eindrücke der Strecke aus dem fahrenden Auto festgehalten.

Da wurden wir von einem Parkwächter perfekt eingewiesen – er hat uns beim Wenden geholfen und unser Auto bewacht (gegen eine kleine Entschädigung).

Der Marsch am Strand war sehr schön, auch wenn wir wohl etwas spät dran waren und um 14.00 Uhr kam schon die Flut wieder rein. Aber wir haben einen der angeblich drei Arches gesehen. Wobei einer eingestürzt war – somit wäre es noch zwei. Sie sehen schön aus und waren natürlich tolle Foto-Motive. Der Ort versucht sich voll touristisch zu geben: viele kleine Restaurants, Quads zum Mieten, Berberzelte mit Verpflegung für Touristen. Und wo es Touristen gibt, hat es auch immer wieder viele „Aussteiger“, die sich ab und zu auch künstlerisch betätigen.

Nach unserem Strandspaziergang sind wir nach Tiznit auf den Camping Municipal Tiznit gefahren.

Oh Schreck – wir waren nicht die Einzigen (das würde noch gehen) – aber es sind schon mind. 50 Camper hier (Joghurt-Becher – oder wie wir von Marokkanern gehört haben „Les Frigos“ = Kühlschränke). Diese verbringen hier die Winterzeit. Wie kann man hier – so eng an eng nur so lange stehen bleiben. Der Platz bietet nix, die Sanitär-Anlagen sind viel zu klein (und nicht sauber). Aber der Ort ist voll und ganz auf diese Langzeit-Camper eingerichtet. Es gibt alles: zwei gut sortierte Läden, ein toller Bäcker, Polstereien, Mechaniker, Arzt, Apotheke – alles. Nur eben – keinen Charme.

Morgen fahren wir weiter – etwas ausserhalb Tiznit, wo wir zwei Nächte bleiben wollen. Zuerst müssen wir aber noch etwas Gemüse auf dem Markt einkaufen – ah und vorher noch in die Schweiz und nach Deutschland telefonieren – ist ja Sonntag. Freu!!

Hier noch die Bilder vom Tag in einer Galerie:

Samstag, 17.11.2018: Keine Schlangen im Schlangen-Paradies und Lagzira Beach

4 Gedanken zu „Samstag, 17.11.2018: Keine Schlangen im Schlangen-Paradies und Lagzira Beach

  • November 17, 2018 um 8:38 p.m. Uhr
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    Hallo Claudia, Hallo Norbert!
    wunderschöne Bilder, die Tieraufnahmen prima, und wenn die Schlangen Euch gehört und gespürt haben- sind sie einfach weggeschlängelt,…- so richtig zum Träumen, ich wünsche Euch noch viel Spaß!
    Gruß Hildegard

    • November 18, 2018 um 7:49 a.m. Uhr
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      Liebe Hildegard,

      vielen Danke. Tja – sind diese Schlangentiere wohl. Aber es hätte ja auch eine vor die Linse schlängeln können. Ganz liebe Grüsse und bis heute Abend, Claudia und Norbert

  • November 17, 2018 um 9:10 p.m. Uhr
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    Woooow kann ich nur sagen ,es ist als ob ich persönlich mit euch gereist wäre der Bericht und die Fotos sind richtig hautnah einfach gigantisch vielen Dank, das ihr mich in Gedanken mitgenommen habt. Freue mich auf das Telefonat morgens viele Liebe Grüessli und Kössli Mams.

    • November 18, 2018 um 7:48 a.m. Uhr
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      Liebe Mams – das ist super, da sind wir froh, dass wir so schreiben, dass Du auch bildlich mitreisen kannst. Bis später – müssen nun erst noch frühstücken.

      Kuss
      Claudia❤️

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