Nachdem wir uns heute von den netten Aargauer-Trucks und ihren Eigner verabschiedet haben, sind wir gegen 11.00 Uhr ab dem Camp Fort Bou-Jerif losgefahren. Ah ja – es ist angeblich das Camp mit den meisten Schlangen – ich habe mich auf mind. eine Puffotter oder sogar Cobra gefreut. Und – nix, aber gar nix war zu sehen.
Erst wollten wir uns das alte französische Fort Bou-Jerif aus der Kolonialzeit ansehen, das dem heutigen Camp seinen Namen gibt.



Hier gibt es einen tollen Oued, der auch heute Wasser führt, schöne Gesteinsformationen und Schildkröten. Das mussten wir uns unbedingt ansehen.





Danach sind wir auf die Piste P1300 gefahren. Eine absolut traumhafte Szenerie mit Pflanzen, Tieren wie Streifenhörnchen oder Echsen.








Daneben auch immer wieder malerische Gesteinslandschaften oder verlassene Dörfer.





Unser WoMo wurde heute sehr gefordert – wir mussten unzählige Steinspisten, hoch- und runterklettern. Alles ging wunderbar und unsere Askja ist eine richtige Kletterliesel.




Irgendwann kamen unsere beiden Aargauer wieder. Josef und Regine, die mit ihrem MAN sehr flott und schnell unterwegs sind und dahinter Leo und Lisbeth mit ihrem Mercedes, der schon 30 Jahre auf dem Buckel hat – aber topp in Schuss ist.

Gemeinsam sind wir den weiteren Weg gefahren – bis 800 m vor der Teerstrasse. Mit dieser Passage hatte Josef schon Mühe mit seinem riesen MAN, hoher Bodenfreiheit und sehr robusten Reifen. Unter dem Gewicht seines LKWs bracht bereits ein Teil der Strasse weg. Ich habe noch ein paar Steine hingelegt, um alles wieder etwas zu verbreitern, da wir ja eigentlich auch noch durch wollten. Als nächste war Leo an der Reihe – er hatte ziemlich schräglage und ist geschaukelt und schon wieder sind Steine weggebrochen.

Norbert und ich haben uns das angesehen und waren sehr skeptisch. Wir sind dann der Strecke noch weiter zu Fuss gefolgt und haben gesehen, dass nach Meisterung dieser heiklen Passage schon die nächste kommt. Eine Haarnadelkurve mit riesigen Furchen und Steinplatten, wo ein Durchkommen in einem Zug nicht möglich gewesen wäre, sondern Rangieren wäre angesagt gewesen. In jedem Fall wäre die Bodenfreiheit von Askja ein Problem gewesen, die beiden Lastwagen sind natürlich mit ihren grossen Reifen viele höher. Mit der super Hilfe von Josef und Leo wäre es sicher zu überlegen gewesen – aber eben. Wir hatten beide kein gutes Gefühl und habe entschieden, nichts zu riskieren. Ja – vielleicht waren wir übervorsichtig – aber es ist unser eigenes Fahrzeug, mit dem wir noch einige Jahren reisen wollen. Und – wir hatten ja eine Alternative zu dieser Piste.
So haben wir es vorgezogen, die anderen beiden LKWs fahren zu lassen und sind die schöne Strecke wieder gemütlich (wobei es viele Kribbel-Passagen zu bewältigen gab) zurückgefahren ins Camp Bou-Jerif. Von dort fahren wir dann morgen die 9 km Piste zurück auf die Strasse, die wir gestern gekommen sind.
Etwas verärgert und enttäuscht, dass wir die letzten 800 m nicht geschafft haben, aber auch stolz, dass wir den Mut gehabt haben abzubrechen, sind wir wieder im Fort Bou-Jerif angekommen.
Morgen geht es dann weiter – ob wir Sidi-Ifni besuchen wissen wir nicht – aber sicher werden wir Zeit am Lagzira Beach bei Sidi-Ifni verbringen, wo die bekannten natürlichen Brücken an der Steilküste stehen.
Die Bilder des Tages in einer Galerie:






























Also die Tierli länge vollkomme Claudia!!!!! Die send jo no knapp härzig! Los uf de Norbert! Er het rächt!!!
Meeega Stolz uf eui Vernunft!!! suuuuper! Umkehrt! Bravo!
Nei nei – so es herzigs Schlängli hät mi scho gfreut. Aber i han of de Norbert glost ond ben ned onder d’Stei ond d’Strücher kroche . Jo – mer send au stolz – aber doch ächli gnärvt
Danke, das war wieder ein spannender Tag und die Askja hat wieder alles gegeben, teils sind die Strecken ja grausig mühsam und ich gratuliere euch , dass ihr den Mut hattet nein zu sagen und ihr die Grenzen akzeptiert! Heute habt ihr eine Vielfalt von Tieren gesehen, das ist eindrücklich auch die Natur ist sehr interessant. Schlaft gut und dass ihr eu sorg hebet Kuss Mams!!!
Hallo Mams – ja und sie hätte sicher noch mehr gegeben, aber wir wollten unser Glück nicht strapazieren. Der Weg war heute das Ziel und es war super. Kuss ond en schöne Tag. Bes morn denn weder am Telefon ❤️
Jo ech freumi mega of stelefoniere ond ech be so stolz ,daser d‘Askja ned überfordered händ . Ond eu au , wönsche eu weder en guete ond erlebnissriche Tag Kuss Mams
Danke Mams