Heute sind wir nur rund 50 km gefahren und zwar an den Beach von Sidi Wassa. Ein schöner Platz, ausserhalb des Nationalparks Oued Massa, aber direkt an de Atlantik-Küste.
Das schöne Geräusch des rauschenden Meeres wird uns auch heute Nacht begleiten.
Bevor wir heute Morgen losgefahren sind, haben wir beim Frühstück noch die verschiedenen Langzeitcamper beobachtet, die erst in den letzten Tagen auf dem Camping Municipal in Tiznit angekommen sind. Einige von ihnen kommen mit Anhänger an und packen dann erst mal das Vorzelt aus, dann das Küchenzelt. Wenn das erledigt ist, kommt der Teppich und dann nochmals ein Teppich an der Türe, Tisch und – nicht zu vergessen, die liebgewonnen Pflanzen von zu Hause. Und wenn alles fertig ist, wird die WoMo-Türe geöffnet und es rennt mindestens ein oder zwei kläffende Hunde raus. Ja – wenn man mehrere Monate an einem Ort wohnt, dann will man sich wie zu Hause fühlen.

Heute mussten wir unbedingt noch Gemüse und Früchte kaufen und sind in die Medina von Tiznit marschiert.



Sie ist sehr lebhaft und wir haben uns das Treiben angesehen und natürlich auch mit Auberginen, Gurken, Zucchini, Mandarinen und Bananen sowie einigem mehr eingedeckt. Es ist wunderbar bei diesen Strassenständen einzukaufen. Du bekommst ein Plastikbecken in die Hand gedrückt und dann kann nach Herzenslust ausgesucht werden. Und wenn das Becken satt gefüllt ist heisst es dann vom Verkäufer: 20 DH (=CHF 2.00)

Bei einem anderen jungen Strassenhändler haben wir schöne Kräuter gesehen – die Pfefferminze haben wir schon von weitem gerochen. Wir haben einen grossen Bund Minze gekauft – er wollte 1 DH – wir haben aber zwei gegeben. Was er mit einem Shukran und breiten Lachen quittierte.
Auf dem Rückweg fiel uns ein, dass wir ja heute Abend Meeresfrüchte-Spaghetti auf unserem Grill in der Grillpfanne machen wollten. Dafür benötigten wir noch Peterli. Hier gibt es den Grossblättrigen, richtig intensiv schmeckt. Da sind wir doch wieder zu diesem jungen Mann und haben auch noch Peterli gekauft. Weil wir ihm vorher mehr als verlangt gegeben haben, hatte er gleich noch drei kleinen Peperoncini eingepackt – und der Preis war wieder 1 DH, und wieder gaben wir zwei (weil wir kein 1 DH-Stück mehr hatten). Aber irgendwie hat es uns dieser Verkäufer angetan.
Für die vielen Langzeitcamper aus Frankreich gibt es inzwischen spezielle Angebote – Zahnarzt oder neue Polster fürs Wohnmobil


Katzen würden übrigens kein Geflügel kaufen

Wir wollten noch, ehe wir um 12.00 Uhr den Camping-Platz verlassen mussten, die alte Moschee resp. das Minarett ansehen und die Blaue Quelle. Das spezielle am Minarett sind die herausstehenden Querstangen aus Holz, die beim Lehmbau als Abstützungen dienten. Sie sind typisch für die Lehmbauweise südlich der Sahara (z.B. in Mali). Die Blaue Quelle sei, so hat uns ein junger Mann erzählt, der auf uns zukam, als wir auf dem Handy nach dem Weg suchten, auf die als Heilige verehrte Lalla Fatima Tiznit zurückzuführen. Die Quelle ist wohl nicht mehr so reizvoll, wie sie mal war. Sie ist heute in einem Betonbecken gefasst.


Kurz vor 12.00 Uhr sind wir dann vom Camping-Platz losgefahren. Es hatte den ganzen Morgen geschont, obschon es schon lange hätte regnen sollen (was in der Nacht der Fall war). Aber so gegen 13.00 Uhr setzte kurz der Regen ein, dann wurde es wieder schön.


Wir haben den einen oder anderen Schnappschuss auf unserer Fahrt gemacht und für einmal auch den Abfall festgehalten, der halt leider überall liegt. An allen möglichen und unmöglichen Stellen, selbst wenn es kulturelle Höhepunkte sind, wird der Abfall abgeladen. Hier ist noch viel Aufwand für Aufklärung nötig.

Nein – diese Dame ist nicht bösartig – sie schlägt die Frucht des Arganbaumes runter.



Gegen 14.00 Uhr sind wir auf dem Camping-Platz am Wassay-Beach angekommen und sind von einem Kuhreiher begrüsst worden.

Es ist eine schöne Anlage, was die Aussicht betrifft, mit tosendem Atlantik direkt vor dem Fenster und noch wenigen Wohnmobilen. Nach dem Wasserbunkern konnte ich meine zum Waschen abgegebene Wäsche zum Aufhängen abholen. Und – genau 30 Minuten danach setzte wieder Regen ein – zweimal durchgewaschen – sie muss nun wohl sauber sein. Nun – wir lassen sie heute Nacht hängen, es soll dann aber wieder regnen. Hoffen wir, dass es morgen besser wird und unsere Wäsche trocknen kann. Soweit kein Problem, da wir den morgigen Tag noch hier verbringen wollen.
Die Bilder des Tages in einer Galerie:












Das war doch wieder ein schöner Sonntag , mit den zwei Anrufen mit Video das zweite Mal haben wir im Meer die Füsse gebadet,,war zwar etwas kühl aber in meiner Fantasie eifach mega toll,gell Claudia .!!! Danke für euren Blog !Super. Schlaft gut und morgens eine gute Fahrt . Eine feste Umarmung
Gäll – wir zwei haben die Füsse virtuell in den Atlantik gestreckt. Kuss ond en schöne Tag – höt bliibed nomol do am Sidi Wassay Beach.