Am, 15.05. haben wir uns viel vorgenommen: natürlich erst mal das Wahrzeichen von Kaptstadt, der Tafelberg oder eben, der Table Mountain, in khoi Hoerikwaggo = „aus dem Meer ragend“ genannt. Von da oben hat oder hätte man eine wunderbare Sicht auf Kapstadt, wenn dann das Wetter auch wirklich mitspielt. Aber auch ohne die Sicht auf Kaptstadt ist der Berg mit seinem höchten Punkt von 1’087 ein schöner Aussichtspunkt. Die Bahn ist von Garaventa gebaut und basiert auf dem selben Konzept wie der drehenden Gondel der Titlisbahn.

Danach ging es um die Cap-Halbinsel, erst mal nach Muizenberg, um die vielen bunten Strandhäuschen, auch „Edwardian Beach Houses“ genannt, zu besichtigen. Es ist ein wunderbarer, fast 32 km langer Sandstrand. Die Häuschen haben aber sicher die besten Tage hinter sich und trotzdem sind diese Farbtupfer schön anzusehen.



Wir sind ja nach Afrika gefahren, um die einzigartige Tierwelt zu sehen, dabei denkt man natürlich als erstes an die Pinguine, die wir auch eingehend in Bouldes Beach/Simons Town bewundert haben. Der Strand und seine Felsformationen sind schon ein Besuch wert – und wenn dann noch diese putzigen kleinen Vögel überall rumlaufen (oder auch bocksteif rumfstehen), dann ist dies ein unbeschreibliches Erlebnis. Diese Afrikanischen Pinguine oder Brillenpinguine genannt, sind ca. 2.5 – 3 kg schwer. Aktuell nisten sie noch, entweder sind die jungen, die ganz grau sind, schon geschlüpft oder sie brüten noch die Eier.


Nebst den Pinguinen haben wir den ersten Dassie, oder auch Rock Rabbit/Klippschliefer genannt, entdeckt. Sie sehen aus wie ein zu gross geratenes Meerschweinchen, die Gliedmassen sind kurz und kräftig, ein Schwanz fehlt.

Ah ja – auf dem Parkplatz stand noch die Dekadenz in Reinform – diesen Protzwagen mit passendem Nummernschild mussten wir natürlich noch festhalten – und wir haben unter das Auto geschaut.

Der letzte Stopp für den Tag war beim Kap der guten Hoffnung – wir konnten uns dies ja nicht engehen lassen, nachdem wir letztes Jahr am Nordkap wahren. Nach etwas anstehen und jemanden finden, der ein Foto von uns macht, ging es dann weiter, da es schon langsam zu dämmern anfing.

Auf dem Rückweg vom Kap haben wir die ersten Antilopen dieser Reise gesichtet, die Elenantilope. Sie gehört zu den grössten Antilopen Afrikas. Auch der Strauss hat sich für uns malerisch vor die Brandung gestellt.

Zufrieden sind wir zurückgerollt von einem ereignisreichen Tag.
Am 15.05. war dann ein reiner Fahrtag mit Ziel Port Elizabeth, wo unser Wohnmobil am 16.5. ankommen sollte. Wir haben uns für die nächsten drei Nächte in ein Rondavel (Afrikaans rondawel, Sesotho mokhoro, „Rundhaus“) im „The Willows Resort“ eingebucht. Dies ist eine typische Hausform hier im südlichen Afrika. Das Haus hat einen kreisförmigen Grundriss und ist üblicherweise mit schilfartigem Gras gedeckt. Das Rondavel hatte schon bessere Tage, aber die Sicht auf den indischen Ozean und das Rauschen des Meeres ist unbezahlbar.
An der Wand im Rondavel hängt eine witzige Geschichte über ein allgegenwärtiges Problem auf den Camp Grounds: die Affen aller Art.

Gestern Nacht kam die Hoegh Singapore im Hafen von Port Elizabeth an und an Board unser WoMo Askja. Heute Morgen haben wir die Agentin Tracy getroffen, die uns helfen wird, unser WoMo aus dem Zoll zu bekommen. Wie lange es dauert, konnte Tracy noch nicht sagen. Wir sind gespannt wie ein Flitzebogen, ob alles geklappt hat, ob nichts beschädigt ist und und und. Nun bleibt uns nur eines: zu warten (dafür können wir Blog schreiben).
Wie immer sehr spannend und tolle Bilder 🙂
Und hoffentlich dauert es nicht allzulange bis Ihr Askja in Empfang nehmen könnt – Daumendrück!!!
LG
Thomas
Danke liebe Thomas