Obwohl wir gesehen haben, dass die Hoegh Singapore in der Nacht vom 15. auf den 16.05. in Port Elizabeth eingelaufen ist, wussten wir noch nicht, wann das Schiff entladen wird und v.a. wann unser WoMo ausgeladen wird und in welchem Zustand.

Am Montagmorgen trafen wir um 09.30 unsere Agentin Tracy beim Spar in Port Elizabeth und übergaben ihr das Carnet de Passage. Sie wolle uns auf dem Laufenden halten und flitzte mit ihrem Pick-up davon. vom Parkplatz her sahen wir auch schon die Hoegh am Hafen stehen – also da ist mal sicher unser WoMo. Wir nutzten gleich den Spar, um unsere Vorräte für die ersten Tage im WoMo aufzufüllen.
Gegen 11.00 Uhr kam die erste Info, dass sie das Carnet aus dem Zoll abgestempelt zurückerhalten habe. Unser Auto sei aber noch nicht entladen und das könnte doch mehr als einen Tag dauern. Na ja – wir hatten uns ja einen sehr schönen Ort ausgesucht, um zu warten und dann auch, um unser WoMo aus-, um- und einzuräumen. Um uns abzulenken, haben wir das Resort erkundet.

Mit jeder Stunde, die näher an den Feierabend der Hafenmitarbeitenden rückte, wuchs unsere Ungededuld. Irgendwie musste das auch Tracy gespürt habe und sandte uns gegen 14.00 Uhr das Whatsup, dass Askja nun ausgeladen sei und es nicht mehr allzulange dauern konnte. Allzulange waren dann noch 2 Stunden. Kurz vor 16.15 Uhr kam das letzte Whatsup: „Meet me again at the Spar – trefft mich wieder beim Spar“. UND zieht Sicherheitsschuhe an (die wir ja immer so spontan mitnehmen). Wanderschuhe müssen es auch tun. Und dann ab ins Auto zum Spar. Dort stand Tracy schon bereits, mit einer Sicherheitsweste. Sie gab uns Zeichen, ihr zu folgen. Am Hafen ging das kleine Chaos los: Wir mussten durch mehrere Checkpoints durch, IDs zeigen (Pässe gaben wir nicht raus), Kofferraum zeigen, uns zeigen, Schuhe zeigen. Dann beim letzten Checkpoint kam die ganz muntere Truppe: nochmals Schuhe zeigen, die von Norbert wollten nicht so richtig gefallen, aber egal – sie konnte dann letztendlich einen Haken unter „trägt Sicherehitsschuhe“ machen. Dann ist Tracy so richtig in Fahrt gekommen: neue Bestimmung seit Sonntag. Jeder, der auf das Gelände kommt, muss eine Warnweste tragen. Super – wir haben genügend in unserem WoMo aber im Mietwagen war nicht eine zu finden. Zum Glück hatte Tracy noch eine Reserve, so dass mind. Norbert in den Hauptteil des Hafens durfte. Ich wurde angewiesen, mich mit dem Mietwagen an den Rand zu stellen und im Wagen zu bleiben, woran ich mich definitiv nicht hielt. Wollte ja sehen, wann sie kommen.
Norbert fand Askja schnell und konnte schon einen ersten Check machen – sie stand zwischen Mähdreschern gut geschützt.


Und dann – endlich nach einer Stunde und fehlendem Autoschlüssel, der zuerst gesucht werden musste, konnte Norbert das Fahrzeug in bestem Zustand mit noch mehr als intakten Batterien (unsere Hauptangst, dass Askja rausgeschleppt werden müsste und dann Schaden nimmt) rausfahren. Aber – rausfahren ist nicht draussen sein: unsere Top-Sicherheitstruppe, die mich nicht reinlassen wollte, vermisste Papiere, die Norbert nicht hatte. Jä nu – neuer Anruf bei der letzten Dame, welche schon die Schlüssel „vernuschet“ hatte – und voilà – diese hatte sie auch vergessen. Nach 15 Minuten kamen dann auch diese und wir konnten endlich zurückfahren.

Nun freuten wir uns (leicht geschafft) auf Spaghetti und ein Glas Rotwein. Wir hatten gerade unser Abendessen fertig, als wir, wie jeden Abend, einen Stromausfall von mehreren Stunden hatten. Aber egal, dank den kleinen Lämpchen von Sarah (Danke!) konnten wir einen gemütlichen Abend verbringen.

Heute ist nun Aus-/Um-/ Einräumen und Putzen angesagt, resp. vorher noch Gas- und Dieseltanken.

Puh geschafft. Das hat aber bestimmt viel Nerven gekostet.
Jetzt kann es ja los gehen.
Liebe Grüsse
Dani
Jo – scho es betzli; aber d‘Agäntin esch souverän gsii.
Liebs Grüessli