Heute Morgen sind wir nach Bugøynes gefahren. Ein Fischerdorf nahe der russischen Grenze, das im zweiten Weltkrieg komplett verschont blieb und durch die Königskrabbe die aus Russland «einwanderte» (n den sechziger Jahren setzten russische Forscher die Königskrabbe in norwegischen und russischen Hoheitsgewässern aus) zu neuem Aufschwung kam. Wollten Ende 80er Jahre die Menschen noch das Dorf verlassen, kam damit mit der Königskrabbe die Rettung. Ihr stachliger Panzer gleicht einer spitzen Krone, umhüllt von einem purpurroten Gewand. Ihre beiden Scheren sind unterschiedlich gross. Die grössere sieht einem Zepter zum Verwechseln ähnlich, dient aber zum Aufbrechen von Beutetieren. Eine Krabbe kann bis zu 8 kg werden. Frisch kostet 1 kg (inkl. Panzer und allem) ca. 80 Euro, was ein Klacks ist. In Tokio werden für 1 kg bis zu 1’000 Euro bezahlt. Die beiden Geschäfte, wo es diese zu kaufen gäbe, waren am Samstag geschlossen und im lokalen Supermarkt werden diese nur in der Touristensaison verkauft. Das Restaurant bietet diese ebenfalls an, aber nur am Abend, so lange wollten wir nicht bleiben. Jä nu – dann probieren wir diese halt nicht. Wir haben stattdessen eine Besichtigung durch Bugøynes gemacht, was uns aber nicht so vom Hocker gehauen hat.

Unser Nachtplatz von gestern – auf einem Parkplatz 


Die Firma, welche die Königskrabben den lokalen Fischern abkauft. 



Tourist-Info – bis auf weiteres geschlossen – war wohl in diesem Jahr nie offen. Die Bewohner des Ortes sind grösstenteils Finnen. 



Toller Sandstrand 




Es lebe Elvis 🙂 




Herr und Frau lassen bitten 🙂 
Überall kleine hutzelige Birken am Wegrand – das Bild an der norwegischen Küste an der Barentsee. 

Dann ging es nach Neiden, dort wollten wir uns drei Sehenwürdigkeiten ansehen:
Die evangelische Kirche, eine schöne Stabkirche (hölzerne Kirche, die als Stabbau konstruiert wurde). Leider sind dort aktuell grosse und wenig sorgfältig ausgeführte Grabungsarbeiten im Gange. Die Kirche und Friedhof auf dem Gelände scheinen nicht heilig zu sein – auf jeden Fall sieht es ziemlich schlimm aus und einzelne Grabsteine haben schon Schaden genommen.

Es ist eine sehr schöne Stabskirche. Aber die Baustelle ist nach dem Motto „Der Zweck heiligt die Mittel“ 



Danach ging es zur Stromschnelle Skoltefosse im Fluss Neidenelva.
Und der letzte Halt (Kaffee-Halt nicht gezählt um die restlichen Kronen loszuwerden) machten wir bei der Sankt-Georg-Kapelle. Es ist ein kleines Blockhaus mit dem St. Georgskreuz. Es ist das einzige russisch-orthodoxe Gotteshaus in der Finnmark.
Dies waren unsere letzten Besuche für diese Reise in Norwegen – wir haben unsere Fahrt weiter oder zurück nach Finnland fortgesetzt und noch ein paar Eindrücke auf der Fahrt mitgenommen.

Der Eisbär vor dem verlassenen Neiden-Hotel 
Die finnischen Seen haben uns wieder – das Plätschern lässt sich fotografisch nicht einfangen 

An einem der Seen ein weitläufger Sandstrand 






Sali zäme
Eine rauhe Gegend da oben, die aber auch ihren Reiz hat. Wir fuhren im Winter von Kirkenes bis Inari, bei minus 25 Grad, 1,5 Meter Schnee und stahlblauem Himmel. Auch eine interessante Erfahrung. Da wird dann das Thema mit den Rentieren noch schwieriger, da sie einfach über die Schneemauer aus dem Nichts auf die Strasse hüpfen. Da man mit dem Verkehr, insbesondere LKWs, mit 70-80km/h mithalten muss um nicht kriminell überholt zu werden, war diese Fahrt recht anstrengend.
Gute Weiterreise.
Claudia & Dani
Hallo Ihr Lieben,
Das ist natürlich noch mal was Anderes und ein besonderes Erlebnis.
Liebs Grüessli ond händs guet
Claudia und Norbert