Sehr viel haben wir heute nicht erlebt oder gesehen ausser einer wahnsinnig schönen Winterlandschaft – und das auf Meereshöhe. Zuerst noch das obligate Foto vom Stellplatz (wenn wir es nicht gerade vergessen).
Wir sind heute Morgen in Raufarhöfn losgefahren mit Tagesziel Seyðisfjörður, da wir mal wieder waschen mussten. Aktuell sind ein Grossteil der Camping-Plätze geschlossen, resp. es darf kostenlos übernachtet werden, aber Toiletten, Duschen und weitere Infrastruktur – eben Waschmaschinen – sind nicht zugänglich. Aber in Egilsstaðir ist dies anders – und das mussten wir nutzen.

Und an der Tankstelle N1 wurden wir von einem kleinen Steinwichtel begrüsst.

Die Fahr ging durch eine traumhafte Winterlandschaft – mit mal mehr und mal weniger Schnee – und das im September, wo in der Schweiz noch geschwitzt wird.

Der erste Haltepunkt war die Kirche Skeggjastadir, sie ist die älteste Kirche in Ostisland. 1961/1962 wurde sie renoviert.

In der Nähe der Kirche stehen veschiedene einzelne, einsame Farmen wie überall in der Gegend. Wir haben uns immer wieder gefragt, wovon diese leben. Gestern wurde uns erzählt, dass es Schaf- oder Island-Pferde-Wirtschaft ist. Aber die meisten Bauern erwirtschaften mit dem Sammeln und Verkauf von Schwemmholz, dem Fischfang und der Ernte von Federn der Eiderente einen Zusatzverdienst. Die Eiderente polstert mit eigenen Federn ihre Nester aus, um das Gelege vor der eisigen Kälte und den Winden zu schützen und zu wärmen. Die Bauern nehmen aus diesen Nestern einen Teil der Federn, die für erstklassige Daunendecken genutzt werden.

Danach planten wir von Raufarhöfn via Þórshöfn auf der Bergstrasse noch einen schönen Umweg zu fahren. Zuerst ging es mit der 85 ein Stück in Richtung Südosten, um dann bei Vopnafjörður die Bergstrasse 917 nach Seyðisfjörður zu fahren. Die Strasseninformation sagte schon, dass es gewisse schwierige Stücke drin hat. Das hatten wir aber schon öfters und sind weitergefahren – ein uns entgegenkommender Farmer hielt an und warnte, weiter zu fahren, da aktuell Schnee und Eis auf der Strasse sind, die v.a. bei der steilen, kurvige Runterfahrt gefährlich seien. In Anbetracht dessen, dass die Strasse auf 656 Meter hoch führt, sind wir umgedreht und stattdessen eine Route gefahren, die nicht ganz so hoch geht.
Wir wollen heute noch in das sehr weit ausserhalb liegende Schwimmbad fahren und uns „entspannen“ – Selárdalslaug. Es ist eines der wenigen Geothermalbäder im Osten von Island und direkt beim Fluss Selá, der sehr bekannt und beliebt bei den Lachs-Fischern ist. Bei der Anfahrt hiess es „Open“, bei Ankunft – wer weiss es – Lokað. Resp. wir hätten zwei Stunden warten können, dann wäre es evtl. geöffnet worden. Auf jeden Fall hatte der zuständige Bademeister kein Interesse auf Kundschaft. Nä ju denn – fahren wir halt weiter.

Und heute kamen wir rechtzeitig in Egilsstaðir an, damit wir waschen konnten.
So habt ihr den Waschtag hinter euch,auch das muss sein, trotzdem konnten wir einen tollen Blog bewundern, die Winterlanschaft ist schon sehr beeindruckend wenn ihr auch einen andern Weg fahren mussten hatte es trotzdem seinen Reiz. Apropos in der Schweiz schwitzen, müssen wir nicht mehr so extrem das Wetter hat sich gedreht ist aber immer noch angenehm, 18- 21 ° werde noch etwas vom schönen Wetter speichern bis zu eurer Heimreise auf die ich mich riesig freue also bis bald (händ sorg)
Hallo Mams, ja haben wir – mit zwei Waschmaschinen und zwei Trocknern geht es fix (bist aber auch fix CHF 25 los – aber dafür wieder saubere Wäsche ). Ja – die Winterlandschaft ist sehr schön – und heute Morgen sind wir im Schnee aufgewacht. Oha – das ist aber auch nicht ganz so schlimm, wenn es nicht mehr so heiss ist – aber eben, haltet noch etwas für uns auf, wir wären nicht unglücklich, wobei wir nicht klagen dürfen. Mer händ Sorg – kei Angscht. Kuss ond en schöne Obig, Claudia
Hallo Familie Hoffman
Ab 28.09.2020 gilt die neue Quarantäne-Liste des BAG – und Island ist dabei.
Gruss
A. Kaufmann
Liebe Frau Kaufmann, dank – leider haben wir es gehört. Für uns ist im Moment wichtig, was Deutschland meint zu Island, da wir noch 10 Tage in Deutschland wandern wollen und erst am 12.10. in der Schweiz wären. Wir sind am Klären . Herzliche Grüsse nach Bremgarten – ich hoffe, ihnen und allen anderen geht es gut. Liebs Grüessli