Wir hatten eine wunderbar ruhige Nacht, trotz Schneetreiben und Regen. Heute Morgen mussten wir vor der Abfahrt noch den tollen „Campingplatz-eigenen“ Wasserfall eingebettet in schöne Herbstfarben fotografieren.


Danach sind wir nochmals durch den 9 km langen Tunnel Vestfjarðagöng zurückgefahren. Dieser Tunnel erspart seit 1996 einen sehr mühsamen und schwierigen Weg über einen Pass, um nach Ísafjörður oder nach Flateyri zu gelangen . Mit 9 km ist es der längste Tunnel von Island .
Wir wollten uns Flateyri ansehen. Das Dorf formierte sich als eigentliches Dorf erst im 1892 aufgrund eines aktiven Haifischfangs.
Etwa zur selben Zeit gründete ein Norweger eine grosse Walfangstation, die 1901 abbrannte. Das einzige, was noch davon übrig blieb ist ein Kamin und ein Kessel.

Gleich daneben noch Trocknungsplätze für Stockfisch.

Das Dorf wird durch den Berg Eyrarfjall überragt – uns sind die grossen Lawinenüberbauungen aufgefallen. Wir haben später erfahren, dass sich im 1995 ein grosses Lawinen-Unglück ereignete, bei dem zahlreiche Häuser zerstört wurden und 20 Menschen ums Leben kamen.


Entlang der Hauptstrasse stehen 16 Tafeln, welche die Geschichte von Häusern und Plätzen erzählen. So wird beispielsweise das Haus von „Helgahüs“ wie folgt beschrieben: Dieses wurde 1896 von Helgi Andrésson, einem bekannten Haifischbootskapitän, und Friðrik Bjarnason gebaut. 1897 gerieten Helgi und seine Besatzung in grosse Bedrängnis, als ihr Segelschiff Capella aus Þingeyri von einem Brecher erfasst und einmal um sich selbst gedreht wurde. Trotzdem kam nur ein Mann dabei ums Leben.

Auf unserem kurzen Rundgang (es war 0 Grad, Graupelschauer und ein starker Wind wehte) haben wir noch das eine oder andere Haus und Eindruck mitgenommen.

Danach ging es zurück in den Tunnel wieder nach Ísafjörður, wo wir einen Bummel durch den Ort machten. Ísafjörður (isl. „Eisfjord“) liegt im äussersten Nordwesten Islands. Ísafjörður liegt, eingefasst von den schroff abfallenden Berghängen des Eyrarfjall (bis 731 m) und des Kirkjubólsfjall (bis 832 m), malerisch im Fjord. Die Stadt bildet das Wirtschafts- und Verwaltungszentrum der Westfjorde.

Die verschiedenen Häuser mit den bunten Fassaden, Fassaden von der Zeit gezeichnet und schöne Hausschilder (Strassenname und Strassennummer) begeistern uns immer wieder.





Nach der Stadtbesichtigung fuhren wir weiter nach Bolugarvik, wo wir die Nacht verbringen. Den späteren Nachmittag verbrachten wir im örtlichen Schwimmbad mit Hotpools. Das ist etwas Wunderbares in Island – es gibt nur wenig Orte, die keinen Hotpool und/oder Schwimmbad haben.