Der heutige Tag ist eigentlich sehr schnell erzählt: Aufstehen, Frühstücken, Packen, Einkaufen, Fahren, Apéro, Blog, Schlafen 😴 .
Hier könnte es eigentlich schon aufhören – das Wesentliche ist gesagt 😉.
Noch etwas die längere Ausführung: Da unsere Motoren-Warn-Leuchte noch immer ein „Dauerbrenner“ ist, hatten wir vor der Abreise noch die beiden anderen Sprinter-Fahrer auf unserem Campingplatz (ein Spanier und ein Franzose) gefragt, ob sie Fehlerauslese-Geräte hätten. Der junge Mann aus Spanien war hilfsbereit und hatte sich mit uns den Kopf zerbrochen, was es sein könnte. Er tippte auf Turbo-Lader, wobei wir fast sicher sind, dass es nicht daran liegt. Es ist die falsche Warnleuchte.
Der Herr aus Frankreich war eher etwas ungehalten, dass wir ihn mit einer solchen Frage belästigen. Seine Frau war da schon hilfreicher – aber eine Lösung haben wir auch nicht gefunden. So haben wir uns entschieden, unser Problem bei Mercedes Zürich zu schildern – da wurde unsere Vermutung bestärkt, dass es sich wohl um ein Problem mit einer der 6 Vorglüh-Kerzen handelt. Wir hoffen dies ist die Ursache für die Warnmeldung und haben unsere Reise wie geplant fortgesetzt.
Wie gestern angekündigt, sind wir im kleinen Souk einkaufen gegangen. Wir haben Fleisch bei einem der Metzger gekauft. Rindswürfeli, die er uns perfekt geschnitten und zu unserer grossen Überraschung pfannenfertig zubereitet hat. Er hat einen seiner Kollegen losgeschickt, der musste Peterli, Zwiebel und Gewürze holen. Diese hatte er geschnitten und mit dem Fleisch und noch einen Schuss Olivenöl gemischt. Es riecht köstlich – muss nur noch gebraten werden. Daneben haben wir noch Ziegen-Koteletten gekauft – auch für den Grill.

Nein – von Kalbskopf haben wir nichts gekauf 😊.

Danach ging es ab zum Gemüseeinkauf. Ein Becken gefüllt mit Tomaten, Zucchini, Rüebli, Auberginen und Bananen – total 25 DH = CHF 2.50. Und zum Abschluss brauchten wir noch Datteln, Milch, Müesli, Butter und Saft.


Als wir zurückkamen stand schon ein geschäftstüchtiger junger Mann an unserem Auto und fragte, ob bei unserem Auto alles i.O. sei, sonst würde er uns zu seiner Garage begleiten. Als ob er es gerochen hat mit unserer Leuchte. Wir wollen aber nicht jemand an unseren Wagen mit einem „ist-für-alle-Automarken-gut“ Diagnose-Gerät lassen, das womöglich weitere Probleme schafft und keine löst.
Dann sind wir losgefahren, Richtung Foum Zguid, wo wir uns mit Martina und Christoph verabredet haben. Wir wollen morgen gemeinsam die Strecke durch die Wüste nach M’Hamid fahren – inkl. Übernachtung in der Sahara.


Um 13.30 Uhr fuhren wir im Foum Zguid ein und wollten noch rasch Brot und Cola kaufen. Kaum haben wir das Auto abgestellt, stand ein Herr mit Mofa neben uns sagte, dass wir bereits von einem gelben Iveco mit Schweizern auf dem Camping Platz erwartet werden. Wir wussten erst gar nicht, weshalb er uns das unbedingt sagen wollte und noch viel weniger war uns klar, weshalb wir uns beeilen müssten. Na ja – wir müssen nicht alles verstehen. Als wir dann mit dem Einkauf fertig war, stand er noch immer da und führte uns auf den Platz – und somit war auch klar, er war der Campingplatz-Chef.

Martin und Christoph waren da und haben uns auch erklärt, weshalb die Eile: der Herr wollte für uns eine Tajine kochen – aber er musste erst wissen, ob wir das auch wollen. Na klar doch – seine ist ja die BESTE – nach Mutter’s Rezept. Wir haben von ihm noch zwei Tomaten und frischen Knoblauch geschenkt bekommen.
Der Nachmittag startete hervorragend: Martina und Christoph zauberten einen feinen Apéro herbei und wir genossen den Nachmittag mit plaudern, erzählen unserer Erlebnisse und Erfahrungen in Marokko und die Männer haben die morgige Strecke besprochen.


Um 17.00 Uhr wurde uns die Tajine serviert – so fanden wir nahtlos vom Apéro in das Abendessen. Es war sehr fein und der Campingplatz-Chef hat nicht zu viel versprochen.

Und nun schreiben wir noch den Blog und machen uns bald fertig für die Nachruhe. Hier ist es um 18.00 Uhr schlagartig dunkel und auch kühle, sobald die Sonne untergeht.
Morgen werden wir wohl nichts schreiben, da wir in der Wüste übernachten und es da sehr wahrscheinlich kein Internet gibt.
Hier noch eine Galerie mit den Bildern des Tages






Dann wünsch ich euch für morgen viel Glück und Spass liebi Grüessli Mams
Danke Mams – werden wir haben. Kuss
Ein Becken voll Gemüse! Und das alles ohne Plastiksäckli? Geht das?
Ich liebe eure Berichte und die wunderbaren Farben auf den Fotos! Freue mich schon auf eventuell übermorgen! Gute Fahrt und guten Schlaf in der Wüste.
Liebe Grüsse alle alle!
Ja – das geht. Und hier erhältst Du keine Plastiktüten, sondern so Tüten mit ganz feinem Stoff. Ähnelt so etwas Crepes-Papier aber fester. Bis übermorgen – danke