Den heutigen Tag verbrachten wir nochmals in „Haven la Chance“. Wir sind gemütlich aufgestanden und haben gefrühstückt. Der Blick vom Zmorge-Tisch war anders als in Wohlen.

Anschliessend sind wir nach Merzouga aufgebrochen und haben uns die Umgebung angesehen. Für Dani Nick haben wir noch kurz einen Abstecher zum Morocco National Auto Museum gemacht (lag auf dem Weg 😊) ehe wir zum letzten Dorf vor der Algerischen Grenze gefahren sind. Aber es war nichts Spezielles und so sind wir umdreht.

Auf dem Rückweg fuhren wir auf einen ausgetrockneten Salzsee, der uns schon auf dem Hinweg aufgefallen ist. Wir mussten aber vorsichtig bleiben. da diese Flächen Stellen haben können, an denen man einsacken und selbst mit einer Seilwinde selber nicht rauskommt – es gibt keinen Baum oder grossen Stein, wo man anhängen könnte. Den Rat, den wir uns beherzigen ist: keine zu engen Kurven.

Auf der Rückreise überlegten wir uns, dass es schon noch „cool“ wäre, wenn wir die Ostumfahrung des Erg Chebbis machen könnten. Alleine trauten wir uns das aber nicht zu, da wir noch nie in Wüste resp. Sand gefahren sind. Aus der Theorie wissen wir zwar das eine oder andere. Aber in Realität ist es doch noch etwas anderes.

Zurück in der Auberge haben wir Hamid gefragt – er weiss alles und kann alles organisieren. Prompt war die Antwort auf unsere Frage, ob er einen Guide organisieren könnte, der uns vorfährt und zeigt, wie man Wüste und Sand zu fahren hat „Pas de Problem – à quel heure“ – und so sind wir um 14.00 Uhr mit unserem Guide Barack losgefahren. Wir mit Askja, Barack in seinem Toyota.

Es ging erst durch kleine Dörfer und Pisten, ehe wir dann am Ausgangspunkt der Ostumfahrung standen, beim „Nomades Palace“. Da galt es erst, Luft aus den Reifen lassen. Das war etwas einfacher gesagt als getan, da wir vor Abreise vergessen hatten, ein Luftablassventil zu besorgen, wo auch der Zielreifendruck eingestellt werden kann. So half nur ein Kugelschreiber und ein manuelles Manometer. Aber es ging.

Beim Fahren von unzähligen Metern von Wellblechpisten mussten wir erneut reduzieren – wir hatten nun um rund 30 % auf allen Reifen reduziert – hätten aber noch mehr gekonnt.

Die Strecke war wunderbar – und als der Sand kam und damit die Dünen immer näher, war das Fahrgefühlt perfekt. Unser Gefährt hat alles gut mitgemacht.

Auf dem Weg kamen wir immer wieder an Nomaden-Siedlungen vorbei. Irgendwann stoppte Barack und zeigte uns einen Brunnen, der noch immer genutzt wird. Wir durften bei einer Familie vorbeischauen – oh Wunder, Barack kannte diese und konnte auch gleich sagen, was man etwa gibt, wenn wir die Behausung anschauen dürfen (20 DH = 2 Franken war fair). Empfangen wurden wir von der Urgrossmutter, welche mit ihrer Tochter und deren Tochter da wohnt. Die Tochter (jüngste Frau der drei) war max. 15 Jahre und hatte ein Kind, das rund 2 Jahre alt war. Ich wurde gebeten, in ihre Hütte zu kommen. Die Mittlere war sehr „bescheiden“, sie wollte lediglich meine Tissot-Uhr als Dank. Wir gaben ihnen neben den Dirhams noch kleine Toblerone-Schoggis, das fanden sie gut.

Nach rund drei Stunden war die Umrundung zu Ende und Norbert und ich sind zurück zu unserem Platz gefahren, wo wir die Reifen wieder aufgepumpt haben. Nachdem dies erledigt war, mussten wir erst mal mit einem Bierchen den Sand aus dem Mund spülen, dazu gab es die gestern auf dem Souk gekauften Oliven.

Heute haben wir selber gekocht, es gab Chilli con Carne – und mit einer Prise Sand, schmeckte es noch viel exquisiter.

Nun, als wir so den Bericht schreiben, knallte es plötzlich hinter den Dünen. Ich dachte erst, die Algerier spielen verrückt, aber dem war nicht so. Vielmehr wurde für die Touristen ein Feuerwerk veranstaltet. So was bescheuertes! Aber egal – es ist bekannt, dass im Erg Chebbi alles recht touristisch sei. Wobei diese Aktion war eher die Ausnahme, sonst  erleben wir es als recht ruhig und angenehm.

Die Bilder des Tages in einer Galerie

Freitag, 26.10.2018: Wüstenfeeling und „es betzeli Sande muesses“

6 Gedanken zu „Freitag, 26.10.2018: Wüstenfeeling und „es betzeli Sande muesses“

  • Oktober 26, 2018 um 9:39 p.m. Uhr
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    Danke dem Guide dass er euch gut geführt hat so konntet ihr doch alles besser geniessen ohne unnötiges zu grosses Risiko einzugehen ❤️❤️. Fantastische Bilder und super Bericht, schlaft gut ❤️❤️

    • Oktober 27, 2018 um 7:52 a.m. Uhr
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      Ja Barack hatte es gut gemacht. dankje Mams – en guete Tag. Ned vergässe d’Uhr höt Znacht en Stond zroggstelle. ❤️❤️❤️❤️ Bes morn Morge am Telefon oder Natel.

  • Oktober 27, 2018 um 8:25 a.m. Uhr
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    Und schon ist wieder eine Woche vorbei ! Mit grossem Interesse haben wir eure aufregende und abenteuerliche Reise über Berge, durch Schluchten -Dörfer -Wüstengebiete- etc. verfolgt.
    Super Fotos und spannende Berichte. Gratulation ! Wir freuen uns mit Euch – Ein neues Leben hat begonnen !
    Alles Guti vo Wohle- händ sorg !
    Marianne ond Benno

    • Oktober 27, 2018 um 6:51 p.m. Uhr
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      Hallo Ihr Lieben – danke für die Rückmeldung, die uns sehr freuit. Das stimmt – ein neues, spannendes Leben hat begonnen – und wir freuen uns, es mit Euch zu geniessen.

      Liebe Grüsse aus Zagora
      Claudia und Norbert

  • Oktober 27, 2018 um 9:30 a.m. Uhr
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    Jo i freumi wönsche eu en schöne Tag ,bi eus rägnets mer händ jo lang druf gwartet Kusssss Mams ♥️♥️

    • Oktober 27, 2018 um 6:50 p.m. Uhr
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      ❤️

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