Nachdem wir gestern heilfroh waren, Askja sicher abzustellen ging es heute weiter. Keine Spur mehr von Regen – traumhaftes Wetter bei angenehmen 20 Grad.
Wir hatten in der Auberge Tamaloutte in Bou Thrarar ein sehr feines Abendesse genossen, gut geschlafen, auch wenn es direkt an der Durchfahrtsstrasse lag.
Auch hier war der Preis für unser beider Essen inkl., Mineralwasser, Tee und Brot sowie über Nacht auf dem Parkplatz stehen knapp 180 DH = CHF 18.00. Das teure ist immer das Mineralwasser mit Kohlensäure – so haben wir aber Gewissheit, dass es kein ungefiltertes Wasser aus dem Wasserhahn des Restaurants ist.



Neben einer ruhigen Nacht gab es heute morgen ein köstliches Brot zu kaufen, das frisch gebacken wurde. Ich durfte zusehen, wie das Brot gebacken wird. Ein Foto der Bäckerin ist natürlich nicht erlaubt resp. nicht erwünscht – die Leute wollen einfach nicht fotografiert werden.


Da wir heute relativ zeitig losfuhren (kurz nach 09.00 Uhr), profitierten wir noch vom tollen Morgenlicht – und die Kameras kamen wieder zum Einsatz.



Wir hatten uns entschieden, eine Touristenhochburg zu besuchen (gemäss Reiseführer): die Gorges du Dades oder eben Dades-Schlucht.
Wir sind über die Strasse der Kasbahs (Kasbah ist in der ursprünglichen Bedeutung die arabische Bezeichnung für eine innerhalb oder ausserhalb von Städten gelegene Festung). Es waren noch ein paar schöne alte Kasbahs zu sehen, die aber schon ziemlich am Zerfallen waren – doch dadurch wirkten sie irgendwie mystisch.


Danach gelangten wir ins Rosental. Hier sind die vielen Rosenfelder, aus denen die Essenz für all die Öle, Parfüme und sonstige Schönheitsprodukte gewonnen werden. Das Zentrum des Rosentals ist El-Kelâa M’Gouna – der Kreisel hat auch eine „wunderschöne“ Rose als Kreiselschmuck. Hätten wir nicht Bargeld gebraucht, wären wir einfach nur durchgefahren, da es hier sonst nicht viel zu sehen gibt. Aber Zahlen mit Kreditkarte ist in Marokko bei den kleinen Gasthäusern noch nicht möglich und an den meisten Tankstellen ebenfalls nicht. Bei uns geht der Hauptteil der Auslagen ohnehin für Diesel drauf, auch wenn dieser billiger ist als bei uns.

Heute gab es wohl Matratzen günstiger und in allen Farben.

Wir befürchteten auf dem Weg zur und in der Dades-Schlust mit hunderten von Wohnmobilen in der Schlange zu stehen, um die Schlucht zu sehen – aber so war es nicht. Es waren nur wenige unterwegs. Touristenbusse gibt es da ohnehin nicht, da der Anfahrtsweg zu weit ist. Diese gehen v.a. in die Todgha Gorges (Todra Schlucht), da diese von den grösseren Zentren rascher anzufahren ist.
Wir trafen ganze vier: zwei Landcruiser, einen Joghurt-Becher (normales Womo ohne Allrad) und ein Pistenfahrzeug – aber ganz viele Nippes-Läden.

Es war schön, die Schlucht ist hoch – aber nach gestern waren wir wohl etwas verwöhnt. Unsere Begeisterung hielt sich in Grenzen.




Seit wir die Fussballfelder in Marokko gesehen haben, sind wir der Meinung, dass Diskussionen um schönen Rasen oder Kunstrasen total überbewertet werden 😉

Danach fuhren weitere 190 km, um unsere heutige Schlafstelle früher zu erreichen als die gestrige. Auf dem Weg haben wir noch die Foggaras (auch Qanat = Kanal genannt) angesehen. Ein Qanat ist eine traditionelle Form der Frischwasserförderung meist in Wüstengebieten, um Trink- und Nutzwasser aus höher gelegenen Regionen zu beziehen. Ein Qanat besteht aus einem Mutterbrunnen, mehreren vertikalen Zugangsschächten und dem Qanat-Kanal. Der Qanat-Kanal ist ein Stollen, der mit geringem Gefälle vom Mutterbrunnen über die Zugangsschächte bis zum Qanat-Austritt führt. Das von uns nur von der Oberfläche her betrachtete System wurde vor rund 300 Jahren von Sklaven erbaut.



Anschliessend sind wir nach Erfoud gefahren, wo wir morgen auch noch das eine oder andere einkaufen werden. Mal sehen, was es beim Metzger an Fleisch gibt. Heute haben wir wieder selber gekocht oder viel mehr gegrillt.
So sind wir vom hohen Atlas in die Wüste gefahren. Morgen fahren wir weiter nach Erg Chebbi, ehe wir dann am Montag Martina und Christoph im Gebiet des Erg Chegaga treffen.
Hier noch die Bilder des Tages in einer Galerie


















Danke, ihr habt ja wieder viel erlebt , es ist fantastisch diese Berichte und Fotos so sind wir immer auch dabei,die Askja ist schon richtig fotogen wünsche euch ❤️❤️ Wieder einen schönen Tag mit vielen tollen Erlebnissen, bin in Gedanken bei euch, es liebs Grüessli Mams/ Ruth .
Danke Mams – jo, mer erlebet vell – es esch genial. Geschter hät’s Truteschnezel ond brötleti Hördöpfel gäh (d’Räschte vom Raclette).
En schöne Tag und Kusssssss
Das esch doch genial ond mech freuts riesig ,dass es eu guet geht mit eckschen aber er meischteret das super Kossss ❤️❤️
Hihi – das stemmt. ❤️❤️❤️❤️❤️
Wieder sehr schöne Fotos und informativer Text.
Gute Weiterfahrt!
Danke Jürgen – liebe Grüsse