Heute morgen um 08.00 Uhr (🙄 soooo früh) sind wir losgelaufen zum Chak-Chak-Feuertempel. Es war erst mal eine rund 1 km lange recht steile Rampe zu „erklimmen“, ehe dann noch gut 400 Stufen auf uns warteten.

Auf der Grundlage einer alten zoroastrischen Tradition findet jedes Jahr im Juni im Chak-Chak-Feuertempel, resp. Feuertempel von Pir-e Sabz eine der grössten religiösen Versammlungen von Zoroastrianern, d.h. Anhänger des Propheten Zarathustra, aus der ganzen Welt statt.
Heute gibt es rund 20’000 Zoroastrianer im Iran (wo übrigens Muslime, Christen und andere Gläubige gut nebeneinander leben können).
Im Tempel brennt ständig ein Feuer, nebst drei kleinen Flammen, welche die Grundsätze der Lehre von Zarathustra symbolisieren: „gutes Denken, gutes Reden und gutes Handeln“.
Im Inneren des Tempels, der den Eingang zur Höhle bildet, befindet sich der Stamm einer alten Platane. Die Sage um diesen Feuertempel besagt folgendes: Als die Araber den Iran im 7. Jahrhundert eroberten, soll sich hierher die Prinzessin Hayat Banoo gerettet haben, die Tochter des letzten sassanidischen Königs. Als ihr die feindlichen Truppen dicht auf den Fersen waren, rannte sie den Berg hinauf, klopfte mit ihrem Wanderstock an die Felswand und sagte: „Umarme mich als eine gütige Mutter und rette mich“. Der Berg öffnete sich, sie trat ein und der Berg schloss sich wieder. So wurde sie vor den feindlichen Truppen gerettet. Aus ihrem Wanderstock ist die Platane gewachsen.

Der Boden des Tempels ist mit Marmor bedeckt, Wasser tropft von der Decke, was dem Tempel seinen Namen „Chak-Chak“ gab. Es ist ein stetige Tropen „Chak chak chak chak ….“ und Chak auf persisch bedeutet Tropen.
Nach dem Besuch des Feuertempels sind wir über eine wunderschöne Piste durch ein Tal, in dem Marmor abgebaut wird, gefahren.

Ziel war ein Hotelparkplatz in der Nähe des Flughafens. Alles durch die Agentur gebucht und bestätigt – aber, es kam anders: da standen 12 holländische Wohnmobile. Da waren unsere Reiseleiter gefordert – aber haben auch diese Aufgabe mit Bravour gelöst. In einer Stunde war eine neue Bleibe für uns und unsere WoMos gefunden.
Heute Abend sind wir mit dem Taxi in die Altstadt von Yazd gefahren. Wir sind sehr angetan vom emsigen und geschäftigen Leben und der tollen Abendstimmung. Im Restaurant „Silk Road“ haben wir hervorragend gegessen und alkoholfreies Bier getrunken. Unsere Leber jubiliert jeden Tag von neuem, dass sie nicht der Belastung von Wodka, Cognac und hochprozentigem Bier ausgesetzt ist 😂.















Hallo ihr lieben,
Ihr habt ja schon wieder so viel Neues erlebt und gesehen. Es wundert mich, dass ihr euch im Iran so frei bewegen dürft. Als Philipp beruflich dort war wurde er nicht aus den Augen gelassen – nicht einmal Datteln durfte er selber kaufen – ein Begleiter ging für ihn in den Laden…
So ganz langsam kommt ihr nun also wieder heimwärts – wir kommen euch bald etwas entgegen: machen Ferien in Griechenland 😀
Macht’s weiter so gut, ihr beiden.
Liebe Grüsse
Rita
Hallo liebe Rita,
der Iran ist bewegungstechnisch total entspannt – wir können gehen, wohin wir wollen. Wir können mit der Gruppe auf einem Platz stehen oder einfach wo ganz anders irgendwo in den Bergen. Nur der Reiseleiter will informiert sein, mehr nicht. Wir bewegen uns heimwärts – und sind Ende November wieder zurück. Geniesst Griechenland, da kommen wir auch noch durch im November.
Liebe Grüsse und schöne Ferien
Claudia
Hallo ihr Lieben , ihr habt gestern wieder einiges geleistet für eure Gesundheit. Frage euch ganz schüchtern: habt ihr nicht Muskelkater ?? Sehr eindrucksvoll der Tempel. Der Iran ist sehr vielseitig und es ist bemerkenswert, dass sich die verschiedenen Religionen akzeptieren, .Schatz ich würde gerne erfahren was der Junge denkt der dich im Geschäft bedient . Ist es Bewunderung , oder……. denn man weiss, dass im Iran die Frauen kein grosser Stellenwert haben . Ich wünsche euch viele schöne Erlebnisse im Iran . Nochmals herzlichen Dank für den gestrigen Anruf das ist immer einen super Start in die neue Woche. Küsschen Mams.
Hallo Mams, nein – wir haben keinen Muskelkater – sind noch ziemlich fit, d.h. wir gehen auch immer mal wieder einige km zu Fuss. Kamen eben aus Yazd zurück mit Günter – sind heute wieder 12 km gewackelt. Der Junge war süss – er hat mir zwei lange Blusen verkauft – absolut einwandfrei im Umgang mit mir. Erstaunlicherweise habe ich gar keine Probleme mit der Art und Weise, wie die Männer mit mir umgehen. Finde es sehr angenehm und respektvoll. Aber ja – die Frauen haben weniger Rechte, nur sie loten die Grenzen aus und nehmen sich die Rechte und noch etwas mehr, die sie haben.
Ganz liebe Grüsse und Kuss
Claudia
Wie sagt man so schön , es ist immer gegenseitig , wie mer in Wald ine brüelet chonts zrogg . Händs guet ond guet Nacht !
Genau – Danke Mams, der au en gueti Nacht