Heute Morgen hat Norbert nochmals vor der Abfahrt die Morgenstimmung am Aussichtspunkt vom Steinwald genossen und festgehalten. Anschliessend sind wir nach einem ausgiebigen Zmorgen losgefahren, da heute doch 320 km zu bewältigen waren und wir zeitig auf dem Campingplatz (einer der wenigen in China) sein wollten.

Die Landschaft nach Yongchang wurde immer trockener, der Lössboden aber blieb und dieses fruchtbare Land wird stark landwirtschaftlich genutzt. Stein- oder Holzhäuser wichen Lehmhäuser mit Innenhöfen. Die Landschaft ändert sich stark, je weiter wir nach Westen fahren.

Was uns immer wieder fasziniert ist die Nutzung von alternativen und konventionellen Energiequellen. China will Fortschritt und gleichzeitig E-Mobilität. Nur – dafür braucht es Strom und der kann nicht nur von alternativen Energiequellen wie Wind oder Solar kommen. China verfolgt das Motto: das eine tun und das andere nicht lassen!

Der Campingplatz ist super – wir haben einen schönen Platz mit eigenem Strom- und Wasseranschluss. Wir freuten uns auf einen ruhigen, gemütlichen Abend mit einem guten Stück Fleisch.

Wir haben aber nicht mit der Gastfreundschaft der Chinesen gerechnet. Der Eigentümer vom Platz wollte uns alle um 20.00 Uhr herzlich begrüssen und hat auch eine Folklore-Gruppe organisiert. So ganz wollte uns das nicht begeistern, da wir eben einen gemütlichen Abend im Kopf hatten.

Als wir den Grill aufstellen wollten, kam das lokale Fernsehen für ein Interview – mit unserem Übersetzer im Schlepptau.

Wir hatten nun den Grill endlich parat, da pilgerten dutzende von Chinesen bei uns vorbei und haben uns angeschaut, fotografiert, in die Salatschüssel gestiert, gefilmt und hatten überhaupt keine Scheu, sich auch noch auf der Rückenlehne des Stuhls abzustützen, um uns besser beobachten zu können, obschon wir drauf sassen. Irgendwann wurde es zu bunt und wir wurden etwas bestimmter. Norbert hat auch immer wieder die fotografiert, die uns ablichteten.

Gegen 20.20 Uhr sind wir dann zur Abendveranstaltung gegangen, die für uns organisiert wurde. Es war schön gemacht – aber für uns war es viel lustiger zu sehen, wie uns die lokale Bevölkerung fotografierte. Teilweise diskret, teilweise offensichtlich. Irgendwann haben sie uns auch direkt für gemeinsame Fotos gefragt. So viele Langnasen sieht man hier auch nicht jeden Tag.

Aber irgendwann war es für uns dann genug und wir sind zurück. Doch – da waren schon die anderen Dorfbewohner, die uns belagerten und unser WoMo sehen wollten, was wir nicht erlaubten. So fragten sie bei einem anderen Mitreisenden, der eine Besichtigung gestattete, worauf sich sofort eine Warteschlange für den Einblick ins WoMo bildete.

Morgen geht es zum nächsten Campingplatz Zhangye – hoffen wir, dass es da etwas ruhiger ist und wir nicht die Hauptattraktion sind, die man fötelen und belagern muss 😂.

14.8.2019: Ein vermeintlicher reiner Fahrtag von 320 km nach Yongchang schliesst mit einem grossen Happening ab

4 Gedanken zu „14.8.2019: Ein vermeintlicher reiner Fahrtag von 320 km nach Yongchang schliesst mit einem grossen Happening ab

  • August 15, 2019 um 11:12 a.m. Uhr
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    Liebe Claudia
    Lieber Norbert
    Wieder einmal haben wir uns euren Reiseblog der letzten 10 Tage reingezogen und sind einfach fasziniert von all den abenteuerlichen Erlebnissen und Begegnungen in einer ganz anderen Welt.
    China mit den überfüllten Städten, den grandiosen Landschaften, die kaiserliche Vergangenheit, die schwüle Hitze, die Kurznasen und die Essenserlebnisse. Einfach toll !
    Die beeindruckenden Bilder und Berichte haben uns in den Bann gezogenen und einfach fasziniert !
    Wir wünschen euch Beiden weiterhin grandiose Erlebnisse und bleibt gesund !
    Ganz liebe Grüess vom Wannehögel und bes zum nächste Mol
    Marianne ond Benno

    • August 15, 2019 um 12:26 p.m. Uhr
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      Liebe Marianne, lieber Benno, das freut uns, dass die Blogs Euch gefallen. Wir haben im Moment etwas wenig „Dichtestress“. Aber trotzdem ist es ein ganz tolles Land, das uns sehr beeindruckt. Ab morgen wird es hier wieder 40+-Grad und noch wärmer, je näher wir der Taklamakan-Wüste kommen .

      Liebe Grüsse zurück an den Wannenhügel und hebed Eu au Sorg,
      Claudia und Norbert

  • August 15, 2019 um 11:13 a.m. Uhr
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    Das war ein lustiger Blog, einmal anders , mit euch als Hauptdarsteller , wünsche euch für heute auch wieder einen tollen Platz, vielleicht mit etwas mehr Ruhe, ganz viele liebe Grüsse Mams und Geri, wir geniessen den Feiertag Maria Himmelfahrt ( katholisch )

    • August 15, 2019 um 12:30 p.m. Uhr
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      Hallo Mams, genau – wir sind wirklich absolute Exoten hier, je weiter wir nach Westen kommen. Der heutige Platz ist auch ein Camping-Platz aber speziell. Es hat ein Platz, wo man das Wohnmobil hinstellen kann und gleich daneben ein Haus, das gemietet werden kann. Wenn es ganz blöd läuft, dann hast Du den Platz so, dass dir die Mieter des Häuschens durch alles durch laufen, wo es eh schon sehr eng ist. Das haben wir aber auch in unserem Fall erst erfahren, als wir alles aufgebaut hatten. Kurzerhand sind wir umgezogen und stehen nun auf einem Platz, wo wir hoffen, dass das Zelt (nicht Häuschen), nicht vermietet wird. Aber das ist halt China – Kuss ❤️❤️❤️

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