Mangels Internet gibt es heute wieder zwei Blog zusammengefasste.

Der gestrige dritte Tag auf der historischen Seidenstrass-Strecke war für uns die absolut schönste Strecke, seit wir in China sind. Tolle Lösshochebenen, bepflanzte Terrassen – kurzum jahrhundertalte Ackerbauflächen, in denen viel Handarbeit und Schweiss steckt.

Daneben krasse Gegensätze – überall wird gebaut. China kämpft auch mit der Landflucht, d.h. die Leute wollen nicht mehr auf dem Land wohnen und dem harten Dasein frönen, sondern in die Städte ziehen. Fraglich ist nur, was sie da arbeiten, denn billig ist das Leben hier nicht.

Im Moment ist die Ernte von Weizen und Hafer – überall sind die Leute in den Dörfern am Arbeiten.

Wir sind inzwischen ziemliche Rastplatzprofis, da wir ja viel Autobahn fahren müssen und halt ab und zu der Diesel nachgefüllt und ein Pit-Stop nötig ist. Die Rastplätze in China haben einen ganz besonderen, leicht chaotischen Charme: ein riesiges Gewusel von Menschen, chaotische Parkweisen der PKWs, interessant beladene LKWs (z.B. mit Dreirädern) – einfach ein buntes Treiben.

Letzte Nacht standen wir auf einem Platz im Taizishan Naturreservat auf rund 2’200 m Höhe. Und – wir sind es nicht mehr gewohnt. Es ist 13 Grad und wir haben alles angezogen, was greifbar war. Noch vor zwei Tagen haben wir uns beklagt, dass es zu heiss und zu schwül ist 😉.

Heute waren nur 180 km zu bewältigen bis Labrang, wo wir ab 13.00 Uhr eintreffen sollten.

Aktuell befinden wir uns in einem Muslimischen Gebiet der Hui-Muslime. Wir haben erst in einem kleinen Dorf halt wo es eine Moschee im klassischen Stil gibt aber auch eine, im Pagogen-Stil. Die Leute waren etwas skeptisch, aber doch sehr nett.

Wir fuhren weiter Richtung Labrang-Kloster. Überall wird gebaut in einer unwahrscheinlichen Geschwindigkeit. Die Baustelle ist 7 Tage die Woche in Betrieb.

Auf dem Weg zum Labrang-Kloster haben wir an einem anderen kleinen unbekannten Kloster halt gemacht, wo wir die einzigen Touris waren und entsprechend beäugt wurden.

Danach ging es nach Xiaxe ins Labrang-Kloster. Wir stehen auf dem Parkplatz direkt beim Kloster. Am Nachmittag hatten wir noch ziemlich Betrieb und alle wollten sich mit uns fotografieren oder die WoMos ansehen. Rein haben wir niemand gelassen – irgendwo haben wir unsere Privatsphäre.

Das Kloster Labrang liegt in 2.800 Metern Höhe in einem Flusstal des Kreises Xiaxe im Autonomen Bezirk Gannan der Tibeter in der Provinz Gansu der Volksrepublik China. Es befindet sich im Übergangsraum zwischen den Siedlungsgebieten der Tibeter und Hui. 1709 erbaut, wurde es zu einer Drehscheibe im Handel zwischen Zentralchina, Tibet und der Seidenstrasse. Es zählt zu den sechs größten Klöstern der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus. Heute gibt es 1’800 Mönche, die jüngsten sind 7 Jahre. Labrang ist bekannt für seine Medizin- und Philosophie-Studien. In den meisten Tempel durfte nicht fotografiert werden. Sie waren sehr strickte und werfen ganze Gruppen raus, wenn sie sich nicht daran halten.

Und heute war mal wieder ein Brotbacktag – hoffentlich schmeckt es, das wissen wir morgen.

Morgen geht es weiter an den Liujiaxia Stausee.

10./11.8.2019: 380 km von Pingliang nach Taizishan Naturreservat – eine traumhafte Landschaft und weiter nach Xiahe zum Labrang-Kloster

2 Gedanken zu „10./11.8.2019: 380 km von Pingliang nach Taizishan Naturreservat – eine traumhafte Landschaft und weiter nach Xiahe zum Labrang-Kloster

  • August 11, 2019 um 9:17 p.m. Uhr
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    Hallo Ihr Zwei!
    prima, da sind so tolle Bilder von Euch, Eure Bilder und die Beschreibungen sind einfach sehr interessant, (da kommt selbst GEO nicht mit,…)
    die Terrakotta-Armee, einige Soldaten und ein Pferde waren auf Reise hier in Europa, die konnte auch ich besichtigen, aber diese Bilder, die Gesichter, die Pferde,…einfach toll!!! (Ihr habt die Terrakotta-Armee da am 05.08. besichtigt, aber mein Compi wurde überholt, jetzt klappts wieder…)
    Ich wünsche Euch noch viel Spaß und schöne Eindrücke- Gruß Hildegard

    Ihr fahrt jetzt wieder in Richtung Osten, also wieder eine „Zeit-Verschiebung“?

    • August 11, 2019 um 11:29 p.m. Uhr
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      Danke liebe Hildegard. Ja – wir waren auch in der Qin-Wanderausstellung in Bern. Aber diese Krieger so in der ganzen Menge zu sehen, war sehr schön.

      Wir fahren nun Westwärts, aber bis Ende China bleibt die Peking-Zeit.

      Liebe Grüsse
      Claudia und Norbert

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