Gestern war wieder ein Fahrtag – wir mussten westwärts von Luoyang nach Xiang (auch wieder eine Stadt mit gut 10 Mio. Einwohnern) fahren und zwar auf der Autobahn, wo wir auch den einen oder anderen „Spezialtransport“ und Landschaften festgehalten haben.
Ein Grossteil der Strecke ging entlang des Gelben Flusses. Der Gelbe Fluss, auch Huang He genannt, fliesst durch den Norden der Volksrepublik China. Der Fluss nimmt die Löss-Erde an seinen Ufern mit und erhält dadurch die gelbe Farbe. Nach dem Jangtsekiang ist er der zweitlängste Fluss Chinas und der viertlängste einzelne Fluss der Erde.
Wir sind für eine kurze Strecke von der Autobahn abgefahren und haben uns ein riesiges Gelände angesehen, das wohl mal ein Ferienort geben sollte. Fertiggestellt wurde dieser aber nie. Weshalb und wieso wissen wir nicht.
Wir sind weitergefahren entlang von grossen Lotus-Anbauflächen. Lotus ist hier ein Gemüse, das entsprechend zubereitet köstlich schmeckt.
Die Ankunft im Hotel Xian Jianguo Hotel war sehr herzlich. Wir wurden angewiesen, im Konvoi zum Hotel fahren, was wir erst nicht so richtig verstanden. Der Grund aber war schnell klar. Wir fuhren im Corso unter der Eingangshalle durch, wo wir von einer Musik- und Tanzgruppe empfangen wurden. Es war ein sehr schöner Moment. Anschliessend gab das Hotel einen kleinen Empfang mit Kaffee und Kuchen. So lassen wir uns jederzeit gerne begrüssen.




Die Schweizer in der Gruppe finden immer einen Platz um Flagge zu zeigen 
Für jedes Fahrzeug gab es noch ein Gastgeschenk
Wir übernachten die nächsten drei Nächte im Hotel, da in Xiang sehr hohe Temperaturen und fast 100% Luftfeuchtigkeit vorherrschen. Die WoMos stehen auf dem Hotelparkplatz.
Am Abend gingen wir zu sechst hervorragend essen. Das Bestellen ist immer etwas schwierig, da die Bedienung kein Englisch spricht und wir halt kein Chinesisch. Glücklicherweise hatte sie ein Tablet mit Bild und englischer Übersetzung, die aber meist unverständlich war. So haben wir uns auf die Bilder verlassen. Es war sehr gut aber viel zu viel.
Heute Morgen – es regnete Bindfäden – stand die Besichtigung der Terrakotta-Armee auf dem Programm. Wir waren ca. 09.15 Uhr da, das Museum öffnet um 09.00 Uhr – aber wir waren nicht die ersten und auch nicht die einzigen. Ja – wir sind in China.
Das Mausoleum Qín Shǐhuángdìs ist eine frühchinesische Grabanlage, errichtet für den ersten chinesischen Kaiser Qín Shǐhuángdì. Mit dem Bau wurde im Jahr 221 v. Chr. begonnen, und der Kaiser wurde im Jahre 210 v. Chr. darin beigesetzt. Es ist einer der weltweit größten Grabbauten und vor allem bekannt für seine großen Soldatenfiguren, die sogenannte „Terrakotta-Armee“. Es sind rund 8’000 lebensgrosse Figuren, wobei erst vier Kammern freigelegt wurden. Wir haben heute vom Reiseleiter gehört, dass die Qin-Dynastie nur 15 Jahre dauerte, weil der Kaiser und sein Sohn Tyrannen waren und es dadurch zu einem Bauernaufstand führe. Für den Bau der Grabanlage wurde direkt nach der Krönung von Kaiser Qín begonnen und er hatte mehr als 700’000 Zwangsarbeiter aus allen Teilen Chinas. Nach der Fertigstellung wurden die am Grabmal beteiligten Arbeiter sowie alle Nebenfrauen, des Kaisers, die ihm kein Kind geboren hatten, bei lebendigem Leib im Mausoleum vergraben. Die Arbeiter deshalb, weil der Kaiser resp. Nachkommen nicht wollten, dass Geheimnisse über das Mausoleum verraten wurden.





Die Ausgrabungen gehen immer noch weiter und nur ein Teil der Statuen wurden bis jetzt renoviert 

nützt nichts …. 


















Anschliessend ging es in eine Jade-Verarbeitung (fast wie eine „Wuledeckefahrt“). Wir haben eine Infos zu den Jadetypen erhalten. Auch, dass es harte und weiche Jade gibt. Die harte Jade stammt aus dem Fluss, die weiche Jade vom Berg. Obschon es einige schöne Schmuckstücke gab, war uns der Preis viel zu hoch. Ein Armband mit drei kleinen Jadeperlen auf Leder aufgezogen war rund CHF 180 (nach Abzug von 40 % Rabatt! weil wir so eine nette Gruppe seien🙄🙄).
Heute Abend besuchten wir Xiang bei Nacht. Wir waren auf dem Nachtmarkt im Muslimischen Viertel, wo wir auch einen Tintenfisch-Spiess sowie einen «chinesischen Hamburger» (gezupftes Rindfleisch in einem pitaähnlichen Brot) sowie frische Wassermelonen zum Desser, genossen haben. Neben den Uiguren, die ganz im Westen Chinas zu Hause sind, sind die Hui-Chinesen ebenfalls muslimischen Glaubens.
Anschliessend haben wir uns auf der Promenade in der Neustadt durch das Lichtermeer treiben lassen.


























































Wahnsinnig vielfältig diese Stadt Xian, passed uf , das er enand ned verlüred in dieser Menschenmenge, laut deinem interessanten Bericht gab es auch extrem brutale Machenschaften, auf der anderen Seite hat dieses LAND enorm viel zu bieten wo ihr uns teilhaben lässt , sehr spannender Blog .War fast ergreifend wie ihr vom Hotel empfangen wurden, ein gebührender EMPFANG ! Hattest du auf dem einen Foto einen Stock ? Wenn ja was ist der Grund ? Ganz viele liebe Grüsse Mams und eine gute Nacht im Hotel.
Hallo Mams, ja es ist unheimlich spannend und vielfältig. Betr. Stock: das war das Stativ von Norbert, das ich getragen habe . Nein – wir verlieren uns nicht oder dann sehen wir uns wieder, weil wir beide grösser sind als meist der Rest um uns rum. Ist ganz praktisch. Der Empfang war wunderschön – wir hätten es v.a. nie erwartet. Ganz liebe Grüsse – Kuss❤️❤️
Danke für die Aufklärung betr. Stock wünsche euch einen wunderschönen Tag