Heute war ein Fahrtag, so wie morgen dann auch. Heute galt es 360 km auf guten resp. „es kann auch Strasse genannt werden“-Routen zu bewältigen, morgen werden es dann 466 km sein. Aber wir wollen ja noch viel weiter nach Osten und in Sibiren bis an den Baikal-See kommen.
Bei solchen Fahretappen wird einem die schier unvorstellbare Grösse Russlands richtig bewusst: Eine Fläche von 17’075’400 km² (davon 3’952’550 km² in Europa und 13’122’850 km² in Asien) für 144’526’636 Einwohner. Die Schweiz hat mal gerade 41’285 km² und 8’420’000 Einwohner.
Wir wurden heute nicht vor 16.00 Uhr erwartet, was uns trotz Regen motivierte, in die Stadt Tjumen zu fahren und uns diese anzusehen. Es ist eine russische Industriestadt, aber mit einer tollen Flusspromenade (entlang des Fluss Tura – wir hatten von diesem Fluss vorher noch nie etwas gehört).

Russland geht heute ziemlich rigoros gege illegal gebaute Gebäude vor. So sahen wir, dass ein ziemlich neues grosses Gebäude, in dem noch nicht mal die Fenster drin sind, wieder abgerissen werden muss.

Wir fuhren dann weiter Richtung Nachtplatz, der heute auf dem Parkplatz eines sehr in die Jahre gekommenen Thermalquellen-Ferien-Ort mit sehr sehr sowjetischen Flair. Die Feriensiedlung heisst „Sowjetski“ und macht den Anschein, dass hier wohl von der Parteiorganisation Ferienhäuser (=Baracken) und Thermalbad angeboten werden. Es sieht für unsere Verhältnisse absolut nicht einladend aus – wir konnten es aber nicht lassen, einige Fotos zu schiessen.



Aus einem Container wird mit einer Tür sehr rasch ein Ferienhaus 
Der Pool müsste mal gereinigt werden 

Der Supermarkt 


Fescher Bursche, der den Eingang bewacht. 
So kann auch Wäsche getrocknet werden. 

Symbol für die Damen-Toilette. 
Dito für die Herren-Toilette. 
Wladimir Iljitsch Lenin ist omnipräsent. 

Eingang ins Thermalbad – Publikumsbereich ist sehr sauber – aber das Wasser ist definitiv nicht einladend. Zwar warm – aber das Wasser sieht sehr sehr lebendig aus. 
Und manchmal bin ich auch ein Schiff auf dem Parkplatz.
Und morgen geht es weiter nach Krutinka – ein Ort, der nicht in den Reiseführern ist, sondern einfach ein Schlafplatz bietet vor der Weiterfahrt nach Omsk.
Morgen fällt der Blog aus, da es gemäss Reiseleitung in Krutinka kein Internet oder Mobile-Verbindung hat.






Dieser Kontrast , das ist ja ganz gewaltig, aber auch das gehört dazu nur gut müsst ihr keine Unterkunft suchen sonder ,dass ihr die Askja immer bei euch habt für jede Angelegenheit,aber ich kann mir vorstellen dass dies auch ein spannender Tag wareinfach anders . Würde euch gerne von unserem Wetter nachschicken , denn hier haben wir ca. 30 Grad . Also ich wünsche euch eine gute Nacht und morgens eine weitere gute Fahrt von 466 km . Passed uf gäll, Küsschen Mams
U säg nüd – das wer de Horror. Es esch so gruusig. Danke – mer gänd üs emmer Sorg. Kuss
Hallo Ihr 2,
Die Russen scheinen eine Vorliebe für knallige Farben zu haben – falls das Wetter überwiegend so trüb ist kann man das verstehen 😉 Ihr habt ja schon wahnsinnig viel erlebt und gesehen!
Auch wenn das Campingangebot von jetzt an etwas weniger Comfort bieten sollte (Euer Auto ist ja genau für diesen Fall gebaut) wünsche ich Euch weiterhin viel Spass, unfall- und pannenfreie Fahrt und aktuell ganz schöne Pfingsten. Wir fahren über diese Tage an den Rhein, auch wenn es ziemlich unbeständiges, gewitterhaftes Wetter geben soll.
Liebe Grüsse
Rita
Hallo liebe Rita, das ist so – und wenn Pink, dann noch besser. Na ja – in Sibirien ist das Wetter wohl sehr viel so trüb und wir werden es noch sicher eine Woche so geniessen. Wir sind froh, dass wir bei uns Dusche und WC haben. Oft gibt es weder noch und wenn, dann ist es nicht so, dass man es nutzen möchte. Euch auch wunderschöne Pfingsten, hoffe, dass Ihr wirklich ein paar schöne Tage geniessen könnt, ohne Regen :-). Liebe Grüsse, auch an Philipp