Karte unserer aktuellen Route

Nach 5 Tagen am Dreyfuss-Turm beim Hotel Les Roches verlassen wir Kourou.

Unser Blick aus dem WoMo während 5 Tagen: Dreyfuss-Turm und das Hotel Les Roches

Auf dem Weg zurück in die Hauptstadt Cayenne haben wir noch den Zoo von Französisch Guayana besucht. Er ist sehr einfach und könnte mal wieder etwas Renovation vertragen. Doch dank diesem Zoo können viele Tiere, die in Französisch Guayana nur im tiefen, unberührten Urwald zu finden oder vom Aussterben bedroht sind sind, gesehen werden (wenn sie sich dann zeigen). Das Spezielle am Zoo ist aber, dass er im Urwald liegt und die Pfade durch das dichte Pflanzenwerk führen.

Im Zoo von Französisch Guayana – verschiedene Echsen, allerdings nicht im Gehege, sondern irgendwo auf dem Weg

Ein gut getarnter schwarzer Kaiman
Brüllaffe, wie wir sie im nördlichen Pantanal in Brasilien gehört und gesehen haben
Viele schöne Blümchen
White-throated Toucan (Weissbrust-Tukan)
Blue-and-yellow Macaw (Gelbbrust-Ara)

Kaiman

Ein stolzer Puma
Ozelot

Termiten-Nest am Baum

Spottet Puffbird (Tamatiafaulvogel oder Fleckenfaulvogel)

Libelle

Great Kiskadee (Schwefelmaskentyrann oder Schwefeltyrann)
Mealy Amazon (Müller-Amazone)

Scarlet Ibis (Scharlach-Sichler oder Roter Ibis)

Übernachtet haben wir in der Nähe von Cayenne am Strand auf dem öffentlichen Parkplatz, aber in der Nähe des Restaurants „Le Barrio“ mit einem sehr geschäftstüchtigen, aber netten Eigentümer.

Am Strand in Cayenne

Unser Besuch bei Mercedes war fast ein voller Erfolg. Unsere links „süffende“ Hinterachse konnte abgedichtet werden, hoffen wir, dass die Reparatur hält. Da es die passenden Ersatzteile (Dichtungsring) nicht vorrätig gibt, haben sie abgedichtet, soweit es ging. Der Service wurde ausgeführt und die verschiedenen Luftfilter gewechselt. Wir hätten gerne noch die Stossdämpfer und Stabilisatoren ersetzt, aber diese waren leider zwar laut Lagerbewirtschaftungssystem an Lager, die Realität war dann leider anders. Aber auch hier wurde soweit möglich ausgebessert.

Am Dienstag haben wir uns Cayenne angesehen – allerdings nicht ganz so ausführlich wie angedacht. Bei über 38 Grad und 90 % Luftfeuchtigkeit war die Tour nicht ganz so ausgedehnt. Im Altstadtviertel aus dem 17. Jahrhundert verbinden sich französische, karibische und brasilianische Elemente im Strassenbild.

Auf einer Anhöhe liegt die Ruine des Fort Cépérou, das aus der französischen Kolonialzeit stammt und Blick auf den Fluss Cayenne bietet. Die bunten Häuser im kreolischen Stil prägen das Stadtbild.

Der „Place des Palmistes“ (Palmenplatz) ist der zentrale Platz, innerhalb der Altstadtviertels.

Unser Parkplatz im Herzen von Cayenne
Schöne Häuser im Kreolischen Stil

… und immer wieder tolle Wandmalereien

Das Stadthaus

Blick auf Cayenne vom Fort Cépérou
„Mo Kontan to Cayenne“ ist Kreolisch (spezifisch Guayanisches Kreolisch, das in Französisch-Guayana gesprochen wird) und bedeutet auf Deutsch: „Ich liebe Cayenne“ oder „Ich mag Cayenne“

Eine Art Business-Park mit verschiedenen kleinen Unternehmen, aber auch Berufsschule. Die Fahne ist die offizielle Flagge von Französich Guayana.

Félix Éboué (1884 geboren in Cayenne) war ein französischer Kolonialverwalter, Politiker und eine bedeutende Persönlichkeit des Widerstandes (La Résistance) im Zweiten Weltkrieg.

Das Hafen- und Marktviertel

… job das die erste Adresse für Kosmetika ist?

Place du coq

Parkplatz vor einem top-modernen Einkaufszentrum in Cayenne

Seit zwei Tagen wussten wir sicher, dass die Fähre zwischen Französisch Guayana und Suriname wieder verkehrt, aber nicht am Wochenende. Es ist nicht Le Bac Malani, die schon seit fast vier Jahren fertig gebaut ist, aber aufgrund fehlender Infrastruktur nicht am Hafen von Albina in Suriname anlegen kann, sondern immer noch die kleine La Gabrielle, die aufgrund Sicherheitsbedenken und technischen Problemen immer wieder ausser Betrieb gesetzt wird. Doch – wir wussten nicht, ob wir mit 7 Tonnen auf die Fähre dürften.

Links in Rot die La Gabrielle, rechts die stolze blaue Le Malani – seit Jahren auf Warteposition. Vermutlich werden die Standschäden eine Inbetriebnahme verhindern

Am Donnerstag sind wir nach Saint-Laurent-du-Maroni gefahren, dem Grenzhafen für die Fähre nach Suriname.

… auf dem Weg nach Saint-Laurent-du-Maroni

„Sixtinische Kapelle des Amazonas“ – die Kirche Église Saint-Joseph in Iracoubo
„Sixtinische Kapelle des Amazonas“ von innen – eine kleines Juwel, dem es von aussen nicht anzusehen ist

Diese zwei in dem riesigen Truck haben uns gehupt und gesagt, Norbert solle Ihren Truck  vor der Kirche fotografieren, sie seien fotogener als die Kirche(Humor haben die Leute)
Einige Eindrücke aus Iracoubo

… so lässt sich auch Wäsche trocknen
bsonders schmuckes Haus in Iracoubo

Die Ausfahrtbrücke

Nachdem wir uns beim Polizisten, der am Hafen war, versichert hatten, dass die Fähre in Betrieb sei, er aber nicht wüsste, ob wir nicht zu schwer seien, haben wir uns das „Camp de la Transportation“ angesehen. Ab 1858 war dies das zentrale Ankunfts- und Durchgangslager der berüchtigten französischen Strafkolonie. Hier kamen per Boot Zehntausende von Sträflingen aus Frankreich an und wurden auf verschiedene Arbeitslager oder die Îles du Salut verteilt wurden.

… die Fähre La Gabrielle fährt
Camp de la Transportation

Die Zellen im Camp de la Transportation – heute als Ausstellung für Handwerkskunst genutzt

Am Yachthafen von Saint-Laurent-du-Maroni haben wir uns mit kaltem Cola erfrischt und liessen uns vom Bar-Betreiber einige Tipps geben betr. Übernachtung, die aber immer mit dem Satz endeten“ er würde es aber selber nicht, da zu viele Drogenabhängige und Dealer da vorbei kämen“.

Am Yacht-Hafen von Saint-Laurent-du-Maroni

Die Jungen üben Segeln
Statue eines Gefangen nach Ankunt im Camp de la Transportation – die Hoffnungslosigkeit ist spürbar

Nachdem wir uns schon vorher einen Eindruck beim Durchfahren von diesem Hafenort gemacht haben und er uns als viel zu unsicher erschien, dies uns das auch von der Gendarmerie bestätigt wurde, zwei Hotels uns abgewiesen haben (auch nachdem wir gesagt haben, wir würden gerne für den Parkplatz bezahlen und bei ihnen essen), sind wir ein paar Orte weiter gefahren, in ein Indigenen-Dorf. Dort haben wir uns beim Sportplatz hingestellt und die Besitzerin des Hauses nebenan gefragt, ob das in Ordnung sei. Für sie schon, ABER – wir müssten unbedingt die Erlaubnis bei „La Chef“ des Ortes einholen. Adresse konnte sie uns keine geben, nur die Richtung und der Hinweis, dass es nicht weit sei (am Ende waren es dann aber auch 2 km). Nachdem wir uns bei fünf Häusern, durchgefragt haben, fanden wir endlich das Haus mit der Drapeau Tricolore (französische Flagge) gefunden. Aber – weit und breit keine La Chef. Also nochmals fragen; zum Glück kam uns ein Herr entgegen, der wusste, dass die besagte Dame bei den Nachbarn ist. Er hat sich kurzerhand gerufen und gesagt, dass sie zurückkommen müsse, da wir ein Anliegen für „La Chef“ hätten. Nachdem wir uns dann bei ihr für die Störung entschuldigt und unser Anliegen vorgetragen haben, meinte sie, dass es gut sei, dass wir gefragt haben und nur deshalb dürften wir auch übernachten. Sie würde die Polizei auch anweisen, dass wir da sind. Auf dem Rückweg wurden wir von allen Häusern, in denen wir uns nach dem Weg erkundigt haben, gefragt, ob wir La Chef gefunden hätten. Hier herrscht wirklich noch Ordnung – gut so.

Nach einem gemütlichen Apéro am Grenzfluss Maroni und einer ruhigen Nacht sind wir am nächsten Morgen sehr früh zur Fährstation gefahren und hofften, dass wir mit unserem Fahrzeug auf die Fähre dürfen.

Sun-Downer am Grenzfluss Maroni – Suriname im Blick
… ich Tarzan Du Jane – wer findet sie

Wir waren 1.5 Stunden vor der offiziellen Abfahrt um 07.30 Uhr da. Um 07.50 Uhr marschierten dann auch die Mitarbeitenden auf, öffneten den Ticket-Schalter (ja keine Hektik verbreiten), der Captain warf den Motor des Bootes an und dann ging es ganz rasch – und kein Problem wegen unserer Grösse oder Gewicht.

An der Fährstation

Das Fahren auf und von der Fähre war ziemlich abenteuerlich. Nicht, weil die Rampe instabil ist, sondern weil der Winkel steil ist und beim Runterfahren in Surinam sogar sehr steil. Dies hängt aber von Flut und Ebbe ab, weshalb sich aktuell die Betriebszeiten sehr stark unterscheiden. Aber wir sind happy, dass es geklappt hat. Die Alternative wären gut 800 km zurückfahren und einige Tage Fährfahrt mit zwei unterschiedlichen Fähren auf dem Amazonas gewesen – also nicht klagen.

… Ticket ist gekauft
Bac la Gabrielle

Schiff auf dem Maroni
Suriname – wir kommen
Die Fährstation
Erst musste das kleine Schiff weggehupt werden, ehe wir anlegen konnten
Diesem Pick-Up hat es hinten die ganze Anhängerkupplung hochgedrückt
Wir kamen knapp ohne Aufsetzen von der Fähre – eine Handbreite weniger Böschungswinkel und es wäre nicht gegangen

In Suriname verlief alles recht gemütlich – es kommen ja aktuell nur zwei Fähren an, resp. zwei verlassen Suriname. Erst unsere Pässe stempeln, dann ins Büro vom Zollbeamten, der uns das TIP ausstellte. Aber – erst aushändigte, nachdem wir die Versicherung gekauft hatten. Im Duty Free nebenan werden auch Versicherungen verkauft, wenn die Dame dann Lust hat (hatte sie aber nicht). Diese wäre zwar etwa drei Mal so teuer wie die bei der Bank im Ort, aber halt etwas einfacher. Jä nu – dann sind wir durch Albina marschiert, haben uns in der Bank ein Ticket gezogen und gewartet, gewartet, GEWARTET (Norbert wurde schon mehr als ungeduldig). Dann kamen wir endlich dran, die Dame hat alles ausgefüllt und dann mitgeteilt, dass die Versicherung nur bar bezahlt werden könnte und Geldwechsel sei in ihrer Bank sowieso nicht möglich, aber beim Supermarkt. Aber Pass und Fahrzeugschein müssten wir bei ihr lassen. Also – Norbert blieb als „Wachmann unserer Dokumente“ in der Bank und ich bin zum Supermarkt, der in einer Garage war und einer chinesischen Familie gehört (wie eigentlich alle Supermärkte hier) marschiert. Der Geldwechsel verlief super einfach. Nachdem dies erledigt waren, durften wir wieder ein Ticket ziehen und warten, bis wir die Versicherung bezahlen konnten. Endlich – alles eingetütet – und wir konnten zurück zum Hafen laufen und dort endlich unser TIP in Empfang nehmen (nachdem wir natürlich wieder etwa 15 Minuten gewartet haben). Kontrolle des Fahrzeuges machte niemand und dann waren wir in Suriname. Unser 52. Land, das wir mit unserem WoMo bereisen und Nummer 8 auf unserer Südamerika-Tour.

29.08. – 03.09.2028: Um und in Cayenne und immer noch die Frage „Nimmt uns die Fähre mit nach Suriname“?

2 Gedanken zu „29.08. – 03.09.2028: Um und in Cayenne und immer noch die Frage „Nimmt uns die Fähre mit nach Suriname“?

  • September 6, 2026 um 12:08 p.m. Uhr
    Permalink

    Oh nein. Was für ein Prozedere mit diesem Grenzübertritt. Da habt ihr aber bei der Rampe so richtig geschwitzt. Aber es hat ja geklappt und auch Askja ist fast wieder fit.
    Ich freue mich auf den nächsten Blog über ein mir völlig unbekanntes Land.
    Liebe Grüsse
    Dani

    Antworten
    • September 6, 2026 um 6:42 p.m. Uhr
      Permalink

      Ja – das war eine grössere Aktion, va die Unlust, der Crew so hinzufahren, dass alle ohne Schaden rauf- und runterfahren können.

      Wir sind auch gespannt – kommen eben zurück von einer Besichtigung der Hauptstadt.

      Bis bald wieder im Blog
      Claudia und Norbert

      Antworten

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