Auf dem Weg von Miramar de Ansenuza nach Córdoba planten wir noch einen Abstecher zur Estancia Jesuitas de Santa Catalina machen, die Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Sie bietet oder würde bieten – einen schönen Einblick in die Geschichte der Jesuiten und die Kolonialarchitektur. Leider war die Kirche für ein Konzert geschlossen. Teile der Estanzia, die nicht im Privatbesitz sind, waren ebenfalls geschlossen.

Estancia Jesuitas de Santa Catalina

So sind wir nach einem kurzen Blick auf die Kirche wieder weitergefahren Richtung Córdoba, wo wir gegen 17.00 Uhr eingetroffen sind.

Wir haben wieder den Camping- und Freizeitgplatz Municipal San Martin angesteuert, da es nichts anderes gibt und uns irgendwo auf der Strasse hinstellen wollen wir nicht. Uns hat fast der Schlag getroffen als wir das Schild am Wärterhäuschen gesehen haben „GESCHLOSSEN am 23. – 25.5.2026. Zum Glück waren zwei Mitarbeiter da und erklärten uns, dass sie für Camper und jegliche Freizeitaktivitäten geschlossen haben. Nach einiger Diskussion und Erklärung, dass wir keine Infrastruktur benötigen, haben sie den Vorgesetzten kontaktiert und wir durften reinfahren. Erklärung war dann, dass Ausländer campen dürfen, Argentinier aber nicht. Der Grund sei das Hochrisiko-Final-Spiel am 24.5.: Club Atlético Belgrano Cordoba vs. Club Atlético River Plate, Buenos Aires (Belgrano Cordoba hat den Final 3 : 1 gewonnen). Sie dulden auf dem Platz weder feiernde noch randalierende Fans. Hauptsache wir dürfen hier zwei Nächte stehen.

Camping- und Freizeitplatz Municipal San Martin
Camping- und Freizeitplatz Municipal San Martin

Letztes Mal wollten wir mit unserem WoMo nach Córdoba reinfahren, weil wir Bedenken hatten unser Wohnmobil auf dem Platz stehen zu lassen, wir fanden aber keinen Parkplatz in der Stadt, der gross genug war. Dieses Mal haben wir uns gesagt, dass es wohl sicher sei, das Auto auf dem Campingplatz stehen zu lassen, da eine sehr hohe Polizeipräsenz zu beobachten war. Somit stand dem Besuch von Córdoba nichts im Wege, ausser dass es Sonntag ist und – für Südamerika kaum zu glauben – fast alles geschlossen ist. Kirchen, Kathedrale, Museen, Geschäfte.

Córdoba ist die zweitgrösste Stadt Argentiniens und hat mit 1,5 Mio. Einwohner knapp weniger Einwohner als Buenos Aires. Es sind noch viele Gebäude im Stil der spanischen Kolonialzeit erhalten. Besonders ist auch die im 17. Jh. errichtete Manzana Jesuítica (Block der Jesuiten), welcher aktiv genutzte Klöster und Kirchen umfasst und zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört. Das Zentrum der Stadt bildet die Plaza San Martín mit der neobarocken Kathedrale. Und – habe ich es schon erwähnt, dass Sonntag ist – alles war geschlossen.

Bankgebäude
Figur auf dem Plaza San Martín
Shopping-Center mit schöner Spiegelung der Umgebung
Zweite Figur auf dem Plaza San Martín
Reiterstatue des argentinischen Nationalhelden General José de San Martín
An der Reiterstatue des argentinischen Nationalhelden General José de San Martín

Kathedrale von Córdoba
Kathedrale von Córdoba
Der Cura Brochero (eigentlich José Gabriel del Rosario Brochero, 1840–1914) war ein argentinischer Priester aus der Provinz Córdoba. Er ist landesweit als „Cura Gaucho“ (Gaucho-Priester) bekannt und wurde 2016 von Papst Franziskus als erster in Argentinien geborener Heiliger heiliggesprochen
Gründer von Córdoba Jerónimo Luis de Cabrera
Die Malvinas (Feuerland) darf man nicht vergessen – sie sind nicht verhandelbar (Sicht Argentinien)
Erstes Frauenkloster in Córdoba
In den Strassen von Córdoba

Jesuiten-Kirche
Einer der Eingänge zur Jesuitenkirche – JHS
Im Himmel gibt es kein Bier, deshalb trinken wir unseres hier!

Explanada de Buen Pastor (der Vorplatz des Paseo del Buen Pastor) ist ein belebter, zentraler Treffpunkt und Veranstaltungsort im Herzen des Viertels Nueva Córdoba
Skulpturen rund um Explanada de Buen Pastor

Ausstellung in der entweihten Kirche bei der Explanada de Buen Pastor

Was augenfällig ist sind die vielen Randständigen, die hier überall rumsitzen und -liegen. Sie tun zwar keiner Fliege was zu Leide, es zeigt aber das enorme Gefälle von Arm und Reich.

Irgendwie ist der Funken bei uns für Córdoba nicht gesprungen und trotzdem sind wir froh, dass wir es diesmal geschafft haben.

Wirklich gut gefallen hat uns das Viertel Güemes, das bekannt ist für seine Kunstszene, seine Kunstgalerien und Handwerksmarkt. Hier sind auch viele Bars und Restaurants, die dem Viertel sicher ein besonderes Flair geben. Für den Handwerksmarkt waren wir noch zu früh, da er erst um 16.00 öffnet und für die Bars und Restaurants waren wir am falschen Tag da. Aber – so viel ist klar, es ist bestimmt lohnend

Im Viertel Güemes

 

Wir möchten auch leben

 

Bar

Und ab Morgen fahren wir immer weiter Richtung Hochland, Richtung Puna.

23.05. – 24.05.2026: Córdoba – im zweiten Anlauf klappt es, aber am Sonntag wegen zu geschlossen

2 Gedanken zu „23.05. – 24.05.2026: Córdoba – im zweiten Anlauf klappt es, aber am Sonntag wegen zu geschlossen

  • Mai 25, 2026 um 10:08 a.m. Uhr
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    Vielen Dank für diesen spannenden Block wieder sehr interessant man sieht wieder mal wie arm und reich gut und bös beieinander liegt, die vielen Randständige die es gibt da ist es uns bewusst wie gut es uns geht und sind dankbar dafür. Ich wünsche euch eine gute und sichere Weiterfahrt ,viele herzliche Grüsse eure Mams ❤️

    • Mai 25, 2026 um 10:21 a.m. Uhr
      Permalink

      Danke Mams, ja wir sind privilegiert.

      Liebe Grüsse ♥️♥️♥️

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