Nach unserem entspannten Flug via São Paulo sind wir gut in Montevideo angekommen. Wir hatten uns aufgrund unserer fünf grossen Koffer (Ersatzteile, Bestellungen von Freunden hier in Uruguay, ein paar neue Küchenutensilien, etc.) schon auf eine grössere Diskussion am Zoll eingestellt. Im Gegensatz zu Zürich-Kloten muss hier jeder das gesamte Gepäck nach der Gepäckabholung nochmals durch einen Scanner lassen. Aber – wer hätte es gedacht – es interessierte sich niemand für uns und den Inhalt unserer Koffer. Unser Fahrer Diego stand auch pünktlich bereit und so trafen wir keine zwei Stunden nach der Landung schon bei UY Storage in Soca, Nähe Montevideo, ein. Hier stand bereits Askja bereit, die auf dem riesigen Gelände gut gesichert in einer Halle die fünf Monate verbrachte und ganz viel Zuneigung von den Gebrüdern Schneidereit bekamt: neue PV-Anlage, neuer Kühlschrank, neue Reifen, etc.

Am Sonntag hiess es auspacken, Wasser füllen und einfach mal ankommen. Am Montag haben wir mit den Jungs von UY Storage/TerraVentura besprochen, was gemacht wurde, dabei kam auch der Zustand der Bremsklötze zur Diskussion. Wir haben uns entschieden, dass wir diese aufgrund der bevorstehenden Strecke ins Altiplano, Anden und in den Amazonas rundum ersetzen wollen. Diese neuen Bremsklötze sollten am Donnerstag eintreffen. Am Dienstag mussten wir bei einem spezialisierten Unternehmen die Spur aufgrund des Reifenwechsels kontrollieren lassen.

Achsvermessung mit Spureinstellung nach Reifenwechsel

Der Chef des Spurprüf-Unternehmens war sehr gut und stellte fest, dass die Spur in Ordnung ist und verrechnete uns nur eine Inspektion.

Danach fuhren wir zu unserem Lieblingsplatz Paraiso Suizo, zu Silvia. Wir wollten sie unbedingt noch sehen, ehe sie für ein paar Tage in die Schweiz fuhr. Wieder ein schönes Wiedersehen, so Heimkommen fernab von zu Hause. Hier trafen wir auch Maria und Berny wieder, die wir zuvor schon bei UY Storage getroffen haben. Zwei spannende, liebe Menschen, die schon enorm viel gereist sind und uns viele Tipps für unsere nächste Etappe geben konnten.

Zu Hause in Uruguay 🙂 – Paraiso Suizo

Schöner Strand, der aber immer mehr unterspült wird

Am Donnerstagabend ging es zurück zu UY Storage, damit wir am Freitag rechtzeitig für das Auswechseln der neuen Bremsklötze da sind. Von Mittwochabend bis Freitag hat es in Strömen geregnet – dies war zu viel für unsere Dachfenster und den Ventilator in der Toilette. Zum Glück waren wir bei TerraVentura, so dass wir dieses Problem gleich am Donnerstag melden konnten. Somit wurde das Programm für die drei Brüder, Timo, Felix und Michel, immer umfangreicher. Neben den Bremsen stand nun noch Abdichten der beiden grossen Dachluken sowie die Installation eines neuen Ventilators im Badezimmer an. Die Arbeiten wurden am Freitag nicht fertig und am Samstag fortgesetzt. Nur – der Regen hielt an – wir durften in der Werkstatt die Nacht verbringen. Die zweite Werkstattübernachtung für uns; die erste war in Nelspruit bei Mercedes und nun diese hier bei TerraVentura.

In den heiligen Werkhallen von UY Storage/TerraVentura

Ein schöner Rundhauber wird ausgekernt und neu gebaut – der Rundhauber selbst wird heute noch in Brasilien neu hergestellt.

Am Samstag wurden alle Arbeiten abgeschlossen. Leider hat sich gezeigt, dass immer noch irgendwo auf dem Dach eine undichte Stelle ist, wie sich beim erneuten Regen vom Samstag auf Sonntag gezeigt hat. Jä nu – also noch nichts mit endgültig losfahren. Zum Glück haben wir keinen Zeitdruck. Wir werden am Mittwoch nochmals zu TerraVentura zurückkehren. Am Sonntag war noch das grosse Tankreinigen angesagt. 

Nun sollten die Dachluken dicht sein
So sieht es auf dem Platz bei UY Storage nach dem Regenschutt aus

Um nun sind wir für zwei Tage in La Paloma, wo es uns die letzten beiden Male, wo wir hier waren, gut gefallen hat.

Auf dem Weg nach La Paloma

Am Hafen von La Paloma

Unser Blick vom Stellplatz auf La Paloma

In La Paloma haben wir eine für uns unbekannte Sportart gesehen: Surfen mit einem aufblasbaren Segel (bekannt als Wingsurfen oder Windsup). Sieht etwas lustig aus, verlangt aber ziemlich viel Körperbeherrschung und Kraft.

Wingsurfen oder Windsup – kannten wir bis anhin nicht

Und jetzt hoffen wir, dass am Mittwoch alles abgeschlossen werden kann. Auch wenn wir erst etwas später losfahren können, hat sich die Zeit gelohnt: es wurde enorm viel gemacht, getestet, ausgebessert, abgedichtet – wir sind zuversichtlich und freuen uns auf Teil 3 unserer Südamerika-Reise. Die weitere Reise – noch in Uruguay – führte uns nochmals zurück ins Paraiso Suizo, wo wir den Strand genossen haben. Sicherheitshalber wollten wir noch unseren Generator – unsere absolute Notlösung zum Stromproduzieren – austesten. Und – er lief nicht mehr an. Vermutlich hat uns das Problem getroffen, das hier viele haben. Das Benzin – hier Nafta genannt – in Uruguay hat einen hohen Bio-Anteil und zieht Wasser, wenn es längere Zeit nicht genutzt wird. Wir sind aber selbst schuld, wir haben den Generator nicht auslaufen lassen. Tja – nun hiess es, einen Honda-Händler zu finden. Zuerst fuhren wir zur offiziellen Honda-Service-Stelle. Diese hatten aber sehr viel zu tun und sie meinten, vor Mittwoch/Donnerstag nächster Woche wäre da nichts möglich. Das war uns zu lange. Auf dem Weg nach ColonÍa fand Norbert eine Adresse, Luzetti Motorhomes, die gemäss iOverlander Wohnmobile bauen. Kurzes WhatsApp und Adrian und seine Frau José antworteten, dass sie zwar beschäftigt seien, sie sich aber unseren Generator ansehen könnten. Also – nix wie hin – und voilà, zwei Stunden Ausblasen, Putzen, Probieren und unser Generator schnurrte wieder. Was für tolle Menschen. Da es schon später war, durften wir auf ihrem Gelände stehen und wurden am Folgetag, d.h. gestern, zu einem köstlichen Asado eingeladen, das wir zusammen mit Adrian, José und einem amerikanischen Ehepaar, das ihr WoMo umbauen lässt, genossen.

Adrian nimmt sich unseren Generator vor
Geschafft – Adrian und José haben uns gerettet
Unser Übernachtungsplatz bei Luzetti (Adrian und José)
Adrian hatte Sorgen, dass es evtl. zu wenig Fleisch sei

Unsere Asado-Runde – wir haben noch nicht mal die Hälfte des Fleisches geschafft

Danach fuhren wir zu Susanne und Ruedi in die Posada Casa Vieja, die in der Schweiz von der Auswanderer-Sendung „Auf und davon“ bekannt sind. Auch hier ist der gemeinsame Apéro eine sehr schöne Sache. Und zu unserer grossen Freude haben wir Günther und Brigitte mit ihrem MAN Simba wieder getroffen. Bereits zum vierten Mal kreuzen sich unsere Wege; zum ersten Mal in Marokko, dann in der Mongolei, in Island und nun in Uruguay.

Sonntags-Frühstück in der Posada Casavieja
Die Posada

Heute geht es zur Bodega Almacén de la Capilla und somit starten wir nun unsere weitere Reise Südamerika Teil 3: Ziel Altiplano/Puna in Argentinien, Bolivien, wenn es die politische Lage zulässt, sonst via Paraguay nach Brasilien, zum Amazonas, in den Norden Brasiliens um die drei Guyanas zu gelangen, ehe wir dann über Brasilien nach Peru reisen. So mal der Plan.

 

02.05. – 17.05.2026: Ankunft nach entspanntem Flug in Montevideo, Einrichten von Askja und Ärger mit dem Regen (resp. dem Wasser)  – Start Südamerika Teil 3 mit Ladehemmung

2 Gedanken zu „02.05. – 17.05.2026: Ankunft nach entspanntem Flug in Montevideo, Einrichten von Askja und Ärger mit dem Regen (resp. dem Wasser)  – Start Südamerika Teil 3 mit Ladehemmung

  • Mai 19, 2026 um 7:39 p.m. Uhr
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    Sali zäme
    Endlich wieder euren Blog lesen. Ich habe mich sehr darauf gefreut.
    Da seid ihr ja turbulent gestartet. Aber die Hauptsache ist, dass jetzt alles passt.
    Gute Reise und allzeit gute Fahrt.

    • Mai 20, 2026 um 1:38 a.m. Uhr
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      Hallo Dani,

      schön, dass Du wieder dabei bist. Ja – es gab einiges zu machen – aber nun sind wir unterwegs.

      Liebe Grüsse und viel Spass im Tessin
      Claudia und Norbert

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