Heute Morgen war der Regen wie weggeblasen. Es hat noch bis ca. 06.00 Uhr wie aus Kübeln geschüttet – aber dann war Schluss und um 08.00 Uhr waren schon die ersten Sonnenstrahlen zu sehen und zu spüren. Schnell noch ein paar Fotos des Platzes und der tollen Aussicht.

Wir sind heute nicht ganz so früh losgekommen, weil wir noch Wasser bunkern wollten. Und da wir über die externe Filteranlage das Wasser sauber in den Tank leiten wollen, dauert dies jeweils etwas länger aber dafür filtern wir auch Chlor oder Salz heraus bevor das Wasser in den Tank kommt. Vor Wegfahrt kam der Platzchef gerannt und hatte sich entschuldigt, dass wir heute das bestellte Brot nicht erhalten haben. Es hätte ihnen aber aufgrund des starken Regens viele Mauern weggespült und diese seien sie seit heute vor Sonnenaufgang am Reparieren, deshalb wäre er etwas im Stress gewesen (was aber nicht so aussah).

Anschliessend sind wir in die Lagune von El Oualidia gefahren und haben uns die Austernbänke angesehen. Sieht wirklich schön aus – mit schönen Vögeln. Aber wenn man diese Muscheln nicht so mag, dann ist es mit dem Ansehen erledigt. Wir sind aber überzeugt, dass aus diesen Gewässern wirklich tolle Austern kommen und es für Liebhaber ein wahres Paradies sein muss. Uns sind sie zu salzig – mit oder ohne Zitrone und fruchtigem Weisswein.

Ich habe es geschafft, mich im Schlick festzutreten, was dann in eine Putzaktion ausgeartet ist, die sowohl Norbert beobachtet (und fotografiert wurde)  als auch den Wächter der Austernbänke aus seiner Hütte trieb.

Er hat mich dann nach meiner Putzaktion herzlich begrüsst und mir auf arabisch und französisch, in Abwechslung, seine Aufgabe erklärt. Ein sehr herzlicher Mensch.

Danach sind wir Richtung El Jadida gefahren.

Auf dem Weg wollte ich noch eine Salzsaline fotografieren und bin den Pfad runtermaschriert. Dieser führte mich entlang an riesigen Gemüseplantagen. Die Saline lohnte sich zwar überhaupt nicht zu fotografieren – dafür habe ich beim Zurücklaufen von einem Bauern sechs grosse „Carli-Peperoni“ erhalten. Diese sind längliche, spitzige fleischige Peperoni, sich besonders als Grillgemüse eignen.

Auf der ganzen Strecke wird sehr viel Gemüse angebaut und auch verkauft. Selbstverständlich gibt es in dieser Jahreszeit auch hier Kürbisse.

Natürlich durfte auch die eine oder andere Strassenszene nicht fehlen. Das Handy ist hier DAS Utensil – egal ob für Alt oder Jung.

Nun ging es endgültig weiter nach El Jadida. Auch eine schöne Küstenstadt am Atlantik, mit kompletter Stadtmauer, ebenfalls von den Portugiesen erstellt. Die Baukunst ist noch sehr gut sichtbar. El Jadida hat uns sehr gut gefullen – eine ruhige und beschauliche Küstenstadt.

Das besondere Highlight ist eine portugiesische Zysterne, die absolut mystisch ist.Diese war als Waffenlager gebaut und wurde später als Wasserspeicher genutzt.

Die portugiesischen Befestigungsanlage stammt aus dem 15.–18. Jahrhundert und hat verschiedene Ecktürme, die meist über Kanonen verfügen. Es ist eine sehr schöne Anlage – und der Blick auf den Hafen darf auch nicht fehlen.

Leider mussten wir spät. um 16.00 Uhr wieder losfahren, um – so hofften wir – nicht erst wieder bei Dunkelheit auf dem Campingplatz in Mohammedia (ausserhalb von Casablanca) anzukommen.

Wir entschieden uns für die Autobahn. Auf der Fahrt überraschten uns zwei Dinge sehr:

a) Es hat ausgedehnte Landwirtschaftsbetriebe entlang der Autobahn – man könnte glauben, irgendwo in Europa zu sein. Riesige Ackerflächen, grosse Holstein-Kuhherden und alles recht hochautomatisiert.

b) Eine Autobahn kann durchaus auch als kürzeste Strecke von Fussgängern genutzt werden und das Gras direkt am Autobahnstreifen muss besonders lecker sein, auf jeden Fall führen Hirten ihre Schafe oder Kühe direkt auf die Autobahn, weil es dort noch nicht abgeweidete Grasflächen gibt.

Wir wurden leider mitten durch Casablanca geleitet – um dann nach einem grossen Stau um ca. 18.00 Uhr festzustellen, dass wir hätten auf der Autobahn Richtung Rabatt bleiben können. Jä nu – so wurde es halt heute wieder spät mit Ankunft auf dem Camping-Platz L’Océan Bleu.Die Beschilderung war sehr spärlich und bei Dunkelheit schon gar nicht zu sehen. Auf jeden Fall haben wir ziemlich lange nach dem Eingang gesucht. Mit Hilfe von zwei Anwohnern sind wir doch noch angekommen.

Morgen geht es nach Rabbat und dann weiter – wohin werden wir noch sehen, im Moment müssen wir immer etwas dem Regen ausweichen.

Die Bilder des Tages in einer Galerie

Freitag, 23.11.2018: Die Lagune von El Oualidia, das Austernparadies und die mystische Zisterne von El Jadida

2 Gedanken zu „Freitag, 23.11.2018: Die Lagune von El Oualidia, das Austernparadies und die mystische Zisterne von El Jadida

  • November 23, 2018 um 10:33 p.m. Uhr
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    Erstaunlich was ihr heute wieder erlebt habt , mit dem Ackerbau und Kühen , eigentlich eine ganz andere Art als bisher auf jeden Fall wieder mega spannend und das ohne Regen , dann sieht die Welt auch freundlich aus , vielen Dank für den aufschlussreichen Blog. Wünsche euch eine gute Nacht ohne schütteln und rütteln, schlaft gut Küsschen Mams

    • November 24, 2018 um 8:07 a.m. Uhr
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      Hallo Mams, gäll – ist wahnsinnig. Da können sie es und handkehrum sind sie in den abnsoluten Anfängen.

      Kuss ond au en schöne Tag
      Claudia❤️❤️

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