Nach zwei Nächten auf dem schönen Camping-Platz in Toledo sind wir auf eher rauhen Strassen, sofern diese noch als Strassen und nicht eher als Schlagloch-Piste zu bezeichnen wären, sind wir nach Merida gefahren. Entlang tollen Landschaften, endlosen Hainen von Oliven, Feigenkakteen und Kork-Eichen sind wir gegen Abend auf dem Stellplatz für die Nacht angekommen.


Wir haben uns bewusst für den Stellplatz und nicht den Camping-Platz entschieden, da dieser sehr günstig am römischen Theater gelegen war und somit auch am Stadtzentrum. Dadurch konnten wir am Abend gemütlich in das Örtchen Mérida schlendern.
Als wir um 18.00 Uhr angekommen sind, liefen wir zwar sofort los, um das römische Theater, wofür Mérida berühmt ist, anzusehen, aber am Ort angekommen, war schon geschlossen. Egal – wir haben erfahren, dass um 09.00 Uhr bereits wieder die Pforten für die Besucher geöffnet werden.
Wir sind nochmals kurz zurück in das WoMo und dann um 20.00 Uhr wieder losgezogen. Wir wollten Tapas essen. Die erste Bar – keine eigentliche Tapas-Bar sondern ein lokales Restaurant, in dem sich die Dorfälteren trafen, sind wir rein. Der Kellern war schwerhörig und hatte auf die Frage hin, ob er Tapas hätte unüberhörbar gesagt „halbe Portion“ – nicht ganze Portion. Na ja – dann bestellten wir eben eine halbe Portion frittierten Tintenfisch und Kalb in Knoblauchsud. Dazu gab es Bier, wo der Schaum noch halb gefroren war. Aber es war köstlich.


Wir waren noch nicht satt und sind dann weitergezogen in eine moderne Tapas-Bar mit guter Kritik in den verschiedenen Websites. Der Kellern empfahl uns drei verschiedene, typische Varianten, die auch hervorragend waren – das Ambiente war ganz anders, aber nicht minder gut.



Müde und gut genährt, sind wir dann zurück gelaufen und haben wunderbar geschlafen.