Heute Morgen waren wir in voller Kampfshopping-Laune und wollten die Souvenir-Läden im Santa Claus Village in Rovaniemi stürmen. Aber daraus wurde nichts, wir haben einfach nichts gefunden, das uns ansprang. Die grösste Investition war ein Cappuccino, der aber sehr fein war. Es ist sicher so, dass dieser Ort mit Schnee und Lichterketten viel stimmungsvoller ist – aber für unseren Geschmack immer noch zu kitschig. Egal – es war trotzdem ein Erlebnis.






Wir hätten ein Foto mit dem Weihnachtsmann machen können. Darauf haben wir aber gerne verzichtet – die Euro 40 investieren wir lieber in guten Wein 🙂 
Es reicht, wenn die Hard-Rock-Band Lordi, welche 2006 den European Song Contest gewonnen hat, das Foto mit Santa gemacht hat. 













Danach fuhren wir nach Keminmaa, um die Pyhän Mikaelin Kirkko zu besichtigen. Es ist die älteste Feldsteinkirche Finnlands (Feldsteine oder auch Lesesteine sind auf Wiesen, Weiden und Äckern liegende Steine und Blöcke, die für den Mauerbau verwendet werden). Wohl eine sehr sehenswerte evangelische Kirche, aber auch geschlossen. Ist so eine Sache, dass der Grossteil der Kirchen geschlossen ist. Die anzurufenden Telefonnummern betr. Öffnung der Kirche sind entweder nicht besetzt oder es heisst, es sei zu spät im Tag – um 15.00 Uhr.
Danach ging es zu den längsten freifliessenden Stromschnellen Finnlands. Sie haben 14 m Fallhöhe und 3’500 m Länge. An diesen Schnellen darf ausschliesslich mit traditionellen Fischmethoden gefischt werden. D.h. der Fischer steht auf sehr schwer zugänglichen Stegkonstruktionen und fischt mit sehr langstieligen Keschern Lachse und Felchen. Immer wieder und unermüdliche wird der Kescher mit der reissenden Strömung durch das Wasser gezogen. Die Fangquote, aber auch die Anstrengung für den Fischer ist sehr hoch.
Heute sind wir gegen Abend nach Schweden gefahren, der Grenzübertritt war problemlos, es war kein Grenzbeamter sichbar. Die Nacht verbringen wir seit langem wieder an der Ostsee an einem schönen Plätzchen mit Sicht auf’s Wasser.




















Liebe Claudia
Lieber Norbert
Habe mir wieder einmal eure Reiseerlebnisse reingezogen.
Ich bin immer wieder entzückt von den schönen Bildern und den
geschichtsträchtigen Berichten.
Scheinbar wohnen im Norden die glücklichsten Menschen .
Liegt dies tatsächlich an der Verlässlichkeit, den umfangreichen Sozialleistungen, der geringen
Korruption und der grossen Freiheit welche die Menschen da oben geniessen.
Dies hab ich jedenfalls irgendwann, irgendwo aufgeschnappt.
Wir wünschen Euch weiterhin viele tolle Erlebnisse, viel Genuss und bis bald….!
Lieber Gruss
Benno und Marianne
Hallo Ihr Lieben,
schön von Euch zu hören resp. zu lsen. Ja – die Menschen im Norden scheinen wirklich sehr zufrieden zu sein. Liegt wohl auch an der unvergleichbaren Natur und der hohen Lebensqualität, nicht zuletzt dank den umfangreichen Sozialleistungen. Doch der Schein trügt schon etwas, v.a. das Thema Asylpolitik. So toll ist es hier auch nicht, wie unsere Politiker immer propagieren. Das Problem der Lösung ist einfach, dass man Siedlungen baut, wo diese Leute nicht stören.
Wir werden noch etwas rumkurven und dann so gegen Mitte September am Wannenhügel aufschlagen.
Liebs Grüessli
Norbert und Claudia