Nachdem wir gestern eher spät in Hvammstangi aber mit einer erfolgreich reparierten Umwälzpumpte unserer Heizung angekommen sind, haben wir es heute etwas gemütlich angehen lassen.

Bei OK-Wetter (es hat nicht in Strömen, sondern nur zeitweise geregnet), sind wir auf die Halbinsel Skagi aufgebrochen. Es gibt dort eine grosse Anzahl von Bauernhöfen, v.a. mit Schafzucht und Islandpferden.

Skagi gehört auch zum Arctic Coast Way: Mit dem Arctic Coast Way will Island den Touristen den Norden näher bringen und bewirbt den Coast Way als “spannende Route abseits der ausgetretenen Pfade”. Am 8. Juni 2019, dem Welttag der Ozeane, wurde der Arctic Coast Way offiziell eröffnet. Auf 900 Kilometern Strecke, lässt sich entlang der rauen, wilden Küste, einige der entlegensten Winkel des Landes entdecken: Fjorde, Klippen, schwarze Strände … 

Im Jahr 2008 wurden 2 Eisbären auf Skagi gesichtet und erschossen. Sie waren wohl mit Treibeis von Grönland aus dorthin gelangt. Obwohl wir unsere Augen ganz fest angestrengt und aufs Meer hinausgeschaut haben, sahen wir in diesem Jahr keine Eisbären auf Eisschollen sitzend und darauf wartend, von uns gerettet zu werden. Hätte ja sein können.

Aufgrund der grossen Menge Schafe und Pferde, die bei den Einzelnen Bauern wieder zurück auf der Weide sind, gehen wir davon aus, dass der Schaf- und Pferdeabtrieb und die Verteilung an die Eigentümer stattgefunden hat. Dieses Jahr hat die Regierung strengstens verboten, dass Touristen und Gäste daran teilnehmen dürfen. Sogar die Bauern durften viel weniger Hilfspersonal mitnehmen. Schade – wir hätten es gerne gesehen, aber dieses Jahr ist halt ein ganz besonderes Jahr.

Als erstes besichtigten wir uns Skagaströnd ansehen, ein Fischerei- und Künstlerdorf. Es besitzt ein Wahrsager-Museum, das „lokað“ ist und spannende Stahlskulpturen, die uns v.a. fasziniert haben.

Parkplatz für Pferde

Nach rund 20 km bogen wir in die Bucht Kálfshamarsvík. Dort steht u.a. ein Leuchtturm, der 1942 in Betrieb genommen wurde und wohl immer noch im Einsatz ist. 

Direkt beim Leuchtturm sind verschiedene verlassene Häuser resp. deren Ruinen. Bis 1940 wohnten in dieser Bucht Fischer. Was uns aber nach Kálfshamarsvík waren nicht diese verlassenen Torf-Häuser oder der Luchtturm, sondern das über 2 Mio. Jahre alte Basaltkliff. Basalt entsteht bei der Aufschmelzung des Erdmantels und erstarrt beim Austritt zu Basaltlava. Das Besondere dabei ist, wenn die Basaltlava verzögert abkühlt, denn dann entstehen diese charakteristischen, meist sechseckigen Basaltsäulen. Anhand der Ausrichtung dieser Basaltsäulen kann man erkennen, wie das Magma geflossen ist, da die Basaltsäulen immer senkrecht zur Abkühlunsfläche entstehen. 

Das Basaltkliff zeigt die unterschiedlichsten Formationen: sei es als Orgelpfeifen, die aus dem Meer herausragen, liegende Basaltsäulen oder Basaltsäulen, die einen fast nahezu perfekten Fliessenboden zeigen. Uns hat diese Basaltlandschaft total fasziniert, obschon wir schon viele davon gesehen haben.

Dick eingemummter Säulenbasalt 😉

Danach sind wir weiter gefahren und haben nur noch vereinzelt Fotos machen können, da sich das Wetter wieder zuzog und der Regen einsetze. Kurz vor Ende der Halbinsel Skagi Richtung Sauðárkrókur  bot sich uns ein toller Blick auf die unbewohnte Vogelinsel Drangeyjarferðir oder Drangey, wie diese auch genannt wird. 

Blick auf die Vogelinsel Drangeyjarferðir oder Drangey

Unser Nachtplatz ist, wie schon einmal auf dieser Reise, Hofsós.

 

17.09.2020: Eisbären auf der Halbinsel Skagi – hätte ja sein können 🙄

6 Gedanken zu „17.09.2020: Eisbären auf der Halbinsel Skagi – hätte ja sein können 🙄

  • September 18, 2020 um 2:37 p.m. Uhr
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    Hallo Familie Hoffmann
    Herr R. Cébe sass am Mittag in der Caféteria und fächerte sich mit einem (weissen) Fächer kühle Luft zu. Ich erzählte der Tischrunde, dass es auch „umgekehrt“ sein kann … und dass dann für die fällige Problembehandlung durchaus einige Kilometer in Kauf genommen werden. Er hat sein (berühmtes) fotogenes Lächeln aufgesetzt und mir aufgetragen, Ihnen Grüsse zu senden.
    MfG A. Kaufmann

    P.S.Es wurde beschlossen, dass in Bremgarten kein „Christkindelmarkt“ stattfinden wird.

    • September 18, 2020 um 5:15 p.m. Uhr
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      Liebe Frau Kaufmann, grüssen sie mir Herr Cébe und Frau Weibel herzlich zurück. Oh wow – Kühle Luft zufächern ist hier nicht nötig, die kommt von alleine. Pudelmütze, Handschuhe und drei Jacken sin so die Minimum-Ausstattung, wenn man nicht frieren will. Habe es gehört mit dem Christkindlimarkt. Schade, aber im Moment ist die Situation unüberschaubar. Bin gespannt, was uns erwartet in Dänemark und dann in Deutschland. Mal sehen – Ihnen eine gute und gesunde Zeit

  • September 18, 2020 um 3:16 p.m. Uhr
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    Dieses Basaltkliff ist absolut faszinierend, die verschiedenen Formen sind einmalig , das ist wieder ein super Blog, so vielseitIg. Gut dass die Heizung wieder funktioniert damit ihr an der Wärme einen mega Blog zusammenstellen könnt Wünsche euch einen schönen Abend und en GUETE und Prost, es liebs Grüessli

    • September 18, 2020 um 5:10 p.m. Uhr
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      Danke Mams, ja eine Heizung ist Gold wert. Wir sind froh, dass es so gut geklappt hat. Hast du den hübschen Säulenbasalt mit Mütze gesehen. Heute gibt es ganz frischen Fisch, den wir heute Morgen in Siglufjördur gekauft haben . Liebe Grüsse und Kuss

      • September 18, 2020 um 5:32 p.m. Uhr
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        Ja hab ich gesehen aber werde diesem hübschen Säulenbasalt noch Handschuhe bringen

        • September 18, 2020 um 6:01 p.m. Uhr
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          – damit geht fotografieren schlecht . Er hätte welche in der Jacke

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