Hier noch wie gestern versprochen einen Eindruck vom Campingplatz in Drangsnes.

Heute wollten wir das „Ende aller Strassen“ fahren, wie es der Reiseführer nennt und zwar die Strandavegur S643. Diese Schotter-Strasse kommt aus dem Süden bei Hólmavík, umrundet den Fjord auf 80 km und endet in Norðurfjörður resp. genau an seinem Nordufer auf der Landzunge Krossnes. Der finale Abschluss dieser Strasse bildet ein Hot-Pool – aber der war heute – Fortsetzung von gestern – lokað (geschlossen).

Die Fahrt war einmal mehr eine Augenweide. Der Fjord ist ein tolles Fotomotiv – mit und ohne Häuser oder Berge im Hintergrund.

 

Die Vogelwelt begeistert uns genauso, wie die Landschaft in Herbstfarben, die unzähligen Wasserfälle oder einfach Situationen, die uns gefallen haben.

Immer wieder kamen wir an kleinere und grössere Seehunde-Kolonien, die jedesmal einen kurzen Fotohalt wert sind.

An der Küste liegt massenweise Treibholz, das nach wie vor zum Bau von Booten, Möbeln und ganzen Häusern reicht. Nach vier – zwölf Jahren auf dem Meer werden die vor allem aus Sibirien stammenden, mit Salzwasser imprägnierten und dadurch sehr schweren Kiefern- und Lärchenstämme an der Küste angespült. Um genutzt werden zu können, müssen sie jahrelang trocknen. Die Strände sind alle in Privatbesitz wo das Treibholz auch schön austrocknen kann, man darf nur vom eigenen Strand Treibholz nehmen, bzw. muss den Besitzer um Erlaubnis fragen.

Etwa auf halber Stecke erreichen wir Djúpavík. Auch dies war mal ein prosperierender Ort, der voll und ganz vom Heringfang lebte. Die erste Durststrecke erlebte der Ort, als nach dem ersten Weltkrieg die Preise für Heringe zusammenbrachen. Von 1934 – 1954 erlebte Djúpavík eine zweite Hering-Ära. Es wurde ein 6’000 m2 grosses Hauptfabrikgebäude errichtet, in dem teilweise bis zu 200 Personen nur mit dem Salzen von Hering beschäftigt waren. Nach 1948 versiegten die Fischgründe und der Abstieg war absehbar. 1982 war kein Mensch mehr da. Immer wieder wurde versucht, dem Ort neues Leiben einzuimpfen, sei es mit einem Hotel oder einem Museum. Heute ist aber beides „lokað“.

Der Schluss der Strandavegur bildet die Landzunge Krossnes mit dem Hot-Pool ganz am Ende der Strasse. Da wir eher spät im Jahr unterwegs sind (für isländische Tourismus-Verhältnisse) und Covid-19 in diesemJahr vielen einen grossen Strich durch die Rechnung gemacht hat, sind viele Örtlichkeiten ganz oder teilweise geschlossen resp. Instandstellungsarbeiten werden früher gestartet. So auch in Krossnes.

Damit wir es nicht vergessen mussten wir noch das am meisten genutzt Strassenschild fotografieren: Einbreið Brú – einspurige Brücke. Wenn es heisst „einspurig“, dann ist es so gemeint. Es ist wirklich genau für ein Auto ohne Überbreite.

In Island ist das Mobile-Netz sehr breit abgedeckt (fast immer 4G) – Basis sind dir  vielen Richtantennen, die über das Land verteilt sind.

Gegen 19.00 Uhr sind wir in Hólmavík angekommen. Wir sind als erstes ins Schwimmbad marschiert, nachdem wir in Krossnes schon nicht „bädelen“ konnten.

15.09.2020: Das Ende aller Strassen – mit Hot-Pool ganz zum Schluss

2 Gedanken zu „15.09.2020: Das Ende aller Strassen – mit Hot-Pool ganz zum Schluss

  • September 16, 2020 um 3:17 p.m. Uhr
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    Und habt ihr das Bädele auch genossen. Eigentlich schon schade dass so eine wunderschöne Gegend fast wie ausgestorben ist,aber eben für die jungen Leute hat es auch keine finanzielle Zukunft. Aber Island zu bereisen ist einfach einmalig, hätte ich nie gedacht jeder Tag ist super spannend , geniesse es jeden Tag und immer wieder wird man überrascht. Wünsche euch weiterhin gute Fahrt und noch viele tolle Erlebnisse Kuss Mams,bin bei euch !

    • September 16, 2020 um 10:25 p.m. Uhr
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      Hallo Mams – ja, das Bädele war sehr schön. Ja – es ist sehr schade, aber eben, die Perspektive ist gleich 0. Wir geniessen jeden Tag und hoffe, dass wir morgen wieder die Gegend geniessen können.

      Ganz en liebe Gruess ond bleib weiter mit uns dabei auf der Reise .
      Kuss ond en guete Tag

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