Der Anfang des gestrigen Tages machte der Wasserfall Seljalandsfoss – der einzige uns bekannte Wasserfall, bei dem man hinter dem Fall durchgelaufen werden kann. Eine Sage erzählt, dass der erste Wikingersiedler in dieser Gegend einen Schatz in einer Höhle hinter dem Skógafoss vergraben haben soll. Jahre später entdeckte ein Junge die Truhe, konnte aber nur nach dem Griff greifen, ehe die Kiste verschwand. Der Wasserfall ist mit einer Höhe von 60 m und einer Breite von 25 m doch schon recht beachtlich.

Danach ging es weiter  nach Þórsmörk. Ab der Ringstrasse 1 geht die F249 rechts ab. Da die Strecke aufgrund der vielen Furten nur mit 4×4 befahren werden kann, war schlagartig weniger Verkehr auf der Strecke. Die Fahrt war wieder sehr schön, auch wenn wir nur langsam und mit stark vermindertem Reifendruck fahren konnten. Die Piste ist sehr steinig und dort, wo es weniger Steine hat, hat es dafür mehr Wellblech. Aber jeder Meter lohnt sich.

Kurz vor Þórsmörk planten wir, in eine schöne Schlucht zu laufen. Anfänglich haben wir voller Enthusiasmus die verschiedenen kleineren und auch breiteren Flussläufchen durchhüpft, durchbalanciert, durchlaufen. Aber sie wurden immer breiter und als wir eine Familie beobachtet haben, welche die Schuhe an der nächsten Stelle ausgezogen und durchgewatet sind, haben wir die „Übung“ abgebrochen. Diese Motivation brachten wir nun doch nicht auf. 

Gestern und heute haben wir zwei Wanderungen gemacht, eine kürzere und eine eher lange. Hatte es gestern noch sehr stark gewindet und zum Schluss geregnet, war es heute fast windfrei und trocken – also perfektes Wanderwetter.

Die Vegetation ist ganz anders, als wir dies bis anhin im Hochland gesehen haben. Nebst der typischen moosbewachsenen Lava-Landschaft „begrüssen“ einen immer wieder die Gletscher Tindfjallajökull und Eyjafjallajökull. 

Es hat eine ausgedehnte Buschlandschaft, viele Heidelbeer- und Heidekraut-Stauden, Pilze, Beeren, Schachtelhalme, Wege durch verwunschene Birkenwälder – sehr abwechslungsreich. 

Und jetzt haben wir Hunger – wir machen heute Fisch und Gemüse.

 

28.08./29.08.2020: Þórsmörk – inmitten von zwei Gletschern Tindfjallajökull und Eyjafjallajökull

6 Gedanken zu „28.08./29.08.2020: Þórsmörk – inmitten von zwei Gletschern Tindfjallajökull und Eyjafjallajökull

  • August 30, 2020 um 11:45 a.m. Uhr
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    Wenn eine z Bärn am Houptbahnhof es Retourbilliet chouft,
    u de mit blutte Scheiche uf Schwarzeburg ufe louft,
    de isch’s de gäng no wyt ufs Guggershörnli, it’s a long way to go.
    De isch’s de gäng no wyt ufs Guggershörnli, oh hätt das Chalb doch ds Bähnli gno.
    Good by Niederscherli, farwell Schwarzwasserbrügg,
    s’isch e länge Wäg ufs Guggershörnli, grad glych wyt wie z’rügg.
    Mein Übersetzungsvorschlag für … the road to Thormasmork ist not for all cars! … Zum Glück „verhäbt“s Schulenglisch – sonst hätte dies ein böses Ende genommen.
    Godi hat heute gefragt: „Wann kommen die wieder?“. Er konnte vorher die obige Etappe am Laptop; d.h. von der Auflösung her recht akzeptabel ansehen.
    Mit liebem Gruss A. Kaufmann
    Quelle: http://www.schweizerseiten.ch/gedichte/long_way_guggersh%C3%B6rnli!.htm

    • August 30, 2020 um 5:30 p.m. Uhr
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      Liebe Frau Kaufmann,

      wenn es Sie nicht gäbe, müsste man Sie erfinden. So erfrischend wie Sie schreiben und was Ihnen immer wieder einfällt. Das ist toll mit dem Guggershörnli, habe ich nicht gekannt – schaue mir auch gleich den Link an. Wow – danke, dass Sie auch Gody daran teilhaben lassen. Wir sind Mitte Oktober wieder zurück, dann komme ich auf jeden Fall auf einen Schwatz und Kaffee nach Bremgarten. Muss Sie und die anderen wieder sehen.

      Ganz herzliche Grüsse und bis bald,
      Claudia Hoffmann-Burkart

      PS: da ich immer erst die Kommentare freigeben muss, erscheinen diese nicht sofort.

      • August 31, 2020 um 1:03 p.m. Uhr
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        Hab‘ ich (halt eben) zu spät gechecket – bin bereits ein älterer Jahrgang / zaghaftes Grins.

        • August 31, 2020 um 1:59 p.m. Uhr
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          Na na – ein kregler Jahrgang

  • August 30, 2020 um 1:27 p.m. Uhr
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    Einfach nur fantastisch so vielseitig und richtig spektakulär dieses Land ist,bin überwältigt zwei,drei Kilometer weiter schon sieht die Landschaft wieder total anders aus und wir sind so zu sagen live dabei ohne nasse Schuhe raus zu ziehen! Der riesige Wasserfall ist schon einmalig den hat Hildegard bestimmt noch nicht gesehen Grund genug nochmals Island zu bereisen ! Vielen vielen Dank für den heutigen Anruf freut mich jedes Mal Riesig dich zu hören dann weiss ich, es geht euch gut, in lieben Gedanken eure Mams ❤️❤️

    • August 30, 2020 um 5:24 p.m. Uhr
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      Hallo Mams, vielen Dank – Hildegard hat glaub noch nichts nicht gesehen in Island – sie war schon drei oder vier mal hier :-). Rufe Dich immer gerne an um zu hören, wie es Dir geht. Kuss – ond en schöne Obig, Claudia

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