Heute sind wir über die F208 Fjallabaksleið nyrðri von Landmannalaugar nach Vík í Mýrdal gefahren. Ein Traum (eigentlich schreibe ich das immer – aber bei Sonne ist diese umwerfendes schöne Lavalandschaft ein absolutes Erlebnis).
Aus dem Camping-Platz von Landmannalaugar führen zwei Furten hinaus – 17 weitere sollten noch folgen. Wir hatten nach rund 5 km einen weiteren VW-Bus, der als Camper ausgebaut war, hinter uns.. Als wir ihn vorbeilassen wollten, haben uns das junge Paar aus Zürich erklärt, dass sie gerne hinter uns bleiben würden, um zu sehen, ob für sie die 17 weiteren Furten (hallo – 17 Furten, wir gingen mal von rund 3 – 4 aus) wassertechnisch machbar sind. Jä nu – dann sind wir im dreier Konvoi gefahren – aber halt so, dass wir weiter fotografieren konnten (ich weiss nicht, ob die beiden ihren Entscheid möglicherweise bedauert haben, da wir halt schon wirklich viel fotografieren. Und tatsächlich – am Schluss waren es 19 Furten, die aber gut zu fahren waren.


Die Landschaft mit all den Lava-Formationen, Flusslandschaften, Bergzügen – eben, einfach ein Traum.


Nach rund 40 Kilometer erreichten wir die Eldgjá. Die Eldgjá (isl. für Feuerschlucht) ist eine ca. 8 km lange Schlucht, den zentralen Teil der 75 km langen gleichnamigen Vulkanspalte, die zum Vulkansystem des Zentralvulkans Katla gehört. Die Katla ist einer der aktivsten Vulkane Islands und liegt unter dem Gletscherschild des Mýrdalsjökull.
In der Eldgjá haben wir eine schöne Kurzwanderung von 6 km zum Wasserfall Ófærufoss gemacht. Früher spannte sich eine natürliche Basaltsteinbrücke über den unteren der beiden Wasserfälle. Diese stürzte infolge der Schneeschmelze im Winter 1992/1993 ein. Als Hildegard zum ersten Mal in Island war, konnte sie noch über die Brücke laufen. Heute zeugen nur noch zwei Abbruchstellen von dieser Brücke.
Der Weg führte entlang einem Fluss, der sich durch das Lavafeld windet. Am Weg hat es teilweise Steinbrocken, teilweise mit Datum, an welchem diese runtergestürzt sind. Den einen, den wir gesehen haben, kam am 29.7.2011 runter – also gar nicht vor so langer Zeit.

Heute verbringen wir die letzte Nacht mit Hildegard auf dem Camping-Platz Vík í Mýrdal – morgen Abend heisst es dann leider Abschied nehmen. Es waren schöne drei Wochen zusammen.