Und wieder lacht die Sonne nach einer stürmischen Nacht bei 0 Grad. An das schöne und sonnige Wetter können wir uns gewöhnen.

Bei der Rausfahrt aus dem Gebiet Kerlingarfjöll haben wir einen Stop beim Wasserfall Gýgjarfoss gemacht. Der Wasserfall ist im Fluss Jökulfall, welche aus dem Gleschter Hofsjökull entspringt. Der Fluss Jökulfall hat sich durch eine tiefe Schlucht gegraben.

Jede Berghütte hat ihren Flughafen, so auch die Kerlingarfjöll.

Anschliessend sind wir weiter auf der F35 gefahren – wir haben noch ganz viele schöne Eindrücke fotografisch mitgenommen.

Kurz vor Ende der F35 sind wir in ein Tal abgebogen, um zum Gletscherrandsee Hagavatn zu gelangen, der vom Gletscher Langjökulls gespiesen wird. Die Fahrt führt durch ein grünes Tal, das von imposanten Bergen gesäumt wird. Nur schon die 17 km zum See sind ein Erlebnis. Rund 2 km vor Ende mussten wir unser WoMo stehen lassen und zu Fuss gehen. Wir wären wohl mit einer Aufschichtung über die steinigen Hügel gekommen, hätten wir es auf Biegen und Brechen gewollt. Aber wir müssen weder uns noch anderen etwas beweisen und beschädigen wollen wir unser Fahrzeug noch viel weniger. Auf jeden Fall waren die 2 km zu Fuss auch sehr lohnend, wenn auch sehr steil hoch (und das ganze wieder runter).  Und – wir kamen an zwei weiteren Wasserfällen vorbei.

Auf dem Weg sahen wir einen „Shelter“ – eine Hütte, welche Wanderern als Schutz dient.

Der zweitletzte Wasserfall von heute liegt am Goldenen Circle – der Gullfoss. Mit einer Höhe von 32 m und einer Breite von 229 m ist er doch sehr beeindruckend. Dass es diesen Wasserfall noch gibt, ist dem Einsatz von Sigríður Tómasdóttir vom nahegelegenen Hof Brattholt zu verdanken, die um 1920 gegen den Bau eines Elektrizitätswerks am Wasserfall anging. Eine englische Gesellschaft hatte den Wasserfall gepachtet, um einen Staudamm zu errichten und Elektrizitätzu erzeugen. Nach jahrelangem Rechtsstreit mit Hilfe des Rechtsanwalts und späteren Präsidenten von Island Sveinn Björnsson, als alle Anstrengungen hoffnungslos erschienen und Sigríður mit dem Freitod in den Fluten drohte, konnte der Vertrag schließlich aufgrund einer zu spät gezahlten Pacht aufgelöst werden und ging schließlich zurück an den isländischen Staat (aus Wikipedia).

Und um das Mass voll zu machen, übernachten wir heute am Faxafoss oder auch Vatnsleysufoss genannt. Es ist ein viel kleinerer Wasserfall als der Gullfoss – aber auch dieser hat seinen ganz besonderen Reiz.

Ich muss feststellen, man erliegt hier in Island fast etwas Wasserfall-Sucht – jeder Wasserfall besticht durch seine ganz besondere Charakteristik: sei es die Anzahl Stufen, die er überwindet, die Breite, die Höhe, die Gesteinsbeschaffenheit, die Farbe des Wassers …

Morgen schauen wir noch beim Grossen Geysir vorbei, ehe wir nach Landmannalaugar fahren, wo wir zwei Tage wandern wollen.

 

 

 

 

 

 

 

22.08.2020: Der Tag der Fosse (Wasserfälle) und anderem Gewässer

2 Gedanken zu „22.08.2020: Der Tag der Fosse (Wasserfälle) und anderem Gewässer

  • August 23, 2020 um 9:53 a.m. Uhr
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    Wieder ein traumhafter Blog und dass ihr Wasserfall süchtig seid verstehe ich absolut ,jeder ist auf seine Art speziell sogar mit Regenbogen . Ich bin euch dankbar ,dass ihr nicht bis zum äussersten riskiert. Der Fussmarsch war sicher sehr anstrengend aber hat sich absolut gewohnt. Wünsche euch erlebnisreiche schöne zwei Wandertage , werde ein Wort einlegen,dass das Wetter mitspielt. Vielen Dank für das heutige Telefon hat mich riesig gefreut !

    • August 23, 2020 um 9:23 p.m. Uhr
      Permalink

      Hallo Mams, Danke. Ja – wir sind auch froh, dass wir nicht gewürgt, dafür unsere Beine bewegt haben. Wir denken, dass wir gutes Wetter haben werden und dann ist der Genuss auf jeden Fall da. Dir eine gute Woche – Kusss

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